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Werdenfelser Künstlerlexikon Text-Auszug 10

 

Künstlerlexikon des Werdenfelser Landes -
Textauszug aus über 4900 Kurzbiographien

 

Täubert, Heike; Malerin, Blumen, Spachteltechnik; *15.8.1934 Hamburg; lebt seit 1974 in Partenkirchen, viele Jahre Galerie in der Ludwigstraße; künstlerische Begabung in Abendkursen und Privatstunden ausgebildet; seit 1971 als Kunstmalerin selbständig; Einzelausstellungen in Deutschland und Südafrika; Literatur: Bütow, Berufsverband (Porträt);

Täubert, Heino; Maler, Landschaften; *13.7.1935 Recklinghausen – †19.9.1992 Partenkirchen; lebte seit 1970 in Partenkirchen, viele Jahre Galerie in der Ludwigstraße 14;
“Künstlerische Tätigkeit als Autodidakt, erst als Freizeitbeschäftigung, seit 1970 selbständiger Kunstmaler, spezialisiert als Landschaftsmaler. Erfolgreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland. 1979 Cleveland USA, Houston Texas; 1981 Johannesburg, Durban, Pretoria, Südafrika; 1985 Kapstadt Südafrika;” (Berufsverband); Literatur: Bütow, Berufsverband (Porträt);

Täubert, Ingo; Maler, Landschaften; *31.8.1956 Recklinghausen; lebt in Garmisch-Partenkirchen; bis 1998 Atelier in Grainau, Oberer Dorfplatz 8; Literatur: Bütow;

Täubert, Uschi; Malerin, Stilleben, Genre; *1957 Warschau; lebt seit 1981 in Bayern, jetzt in Grainau; Literatur: Bütow;

Tengg, Helmut; Aquarellist, Zeichner; Mittenwald;

Tesche-Mentzen, Antje; Keramikerin, Bildhauerin, Bronzen, Malerin; *1943 Kiel; ebenda 1957 Stipendium für Malerei bei Werner Rieger; 1961-63 Ballettstudium in München; seit 1962 leitet sie eine der ältesten Kindermalschulen Deutschlands in München/Solln, Buchauerstraße 12; 1963-69 Gesangsstudium an der Musikhochschule München; 1970 Keramikkurse; 1972 Volontärzeit in der Keramikwerkstatt M.Wehner, München; 1973 eigene Werkstatt in München, erste keramische Skulpturen, 1982 erste großformatige Bronzen; Atelier in Hafendorf/Simssee; auch in Venedig tätig; Mitglied im Künstlerkreis Münchner Süden;
“Ausbildungen in der Malerei, dem Gesang, dem klassischen Ballett und später in der Keramik verleihen ihr Kompetenz sowohl in den bildenden wie in den darstellenden Künsten. Lebendigkeit, Lernfähigkeit und Offenheit für alles Neue geben dem künstlerischen Profil von Antje Tesche-Mentzen seine Vielseitigkeit. Es ist ihr gelungen, eine ganz individuelle Kunst zu entwickeln, in der die verschiedenen Aspekte ihres Werdegangs sich zu einer symbiotischen Einheit zusammenschließen, welche die herkömmlichen Gattungsgrenzen nahezu aufhebt. Den bisher höchsten Grad künstlerischer Ganzheitlichkeit erreicht Antje Tesche-Mentzen in ihrem bildhauerischen Zyklus zu Opern von Richard Strauss, den dieser Band dokumentiert. In diesen Arbeiten hat sich die Summe ihrer bisherigen Entwicklung niedergeschlagen: Die Sängerin und Musikerin erkennt man nicht allein an der Wahl ihres Stoffes aus der Welt der Oper, sondern noch mehr an dem Gespür für die Besonderheiten des Musikdramas und die psychologische Menschendarstellung auf der Bühne. ... Professor Rudolf Seitz von der Akademie der bildenden Künste in München hat die in der Werkstatt und der Gießerei arbeitende Bildhauerin geschildert: ›Wer etwas versteht von großen Plastiken, der weiß, daß das eben die Kunst von Antje Tesche-Mentzen ist, vergessen zu lassen, daß sie Gewicht haben, in sich statische Probleme bergen, daß knochenharte Arbeit dahintersteckt, bis sie aufgebaut sind, bis sie gebrannt, glasiert, wieder gebrannt sind in Öfen, die dafür nicht entwickelt wurden. Man muß sie sich vorstellen, wenn sie mit Arbeitskleidung und Atemmaske den Bronzeguß aus dem Schamotteblock schlägt, die Gußkanäle absägt, schleift, feilt, poliert und patiniert. Alles das härteste Arbeit. Sie leistet sie und läßt sie uns vergessen.‹ ... Es ist fast unmöglich, das Werk von Antje Tesche-Mentzen irgendwelchen zeitgenössischen Strömungen zuzuweisen. Ihre Arbeiten gleichen nur sich selbst; mit anderen kann man sie nicht verwechseln. Ihr Stil ist so markant, daß auch ungeübte Betrachter ihn sofort wiedererkennen. Sie hat nichts zu schaffen mit gewissen postmodernen Bildhauern und Malern, die wieder auf antike beziehungsweise Renaissancekunst zurückgreifen und sich durch problematische Glätte und schöne Linien auszeichnen. Vom anderen Extrem ist sie genauso weit entfernt, ihre Kunst ist nicht darauf aus, den Gegenstand, vor allem die menschliche Gestalt, im Prozeß der Auflösung und Zerstörung darzustellen. Die Werke Antje Tesche-Mentzens haften nicht an der Vergangenheit, wollen nichts wissen von pessimistischer Spielerei mit dem Untergang. Ihre Kunst erzählt von Wachstum, Verwandlung und Leben.” (Tesche-Mentzen, Peter Stein);
Ausstellung: 1989, Garmisch, Skulpturen, Frauengestalten aus Opern von Richard Strauss: “Bei Richard Wagner kann man die komponierten Regieanweisungen hören – wenn man hören kann. Bei Richard Strauss sieht man Figuren und Figurationen, und Antje Tesche-Mentzen hat sie gesehen.” (Tesche-Mentzen, August Everding);
Werke: München, kath. Akademie, Mosaikboden; Gemälde, 1980 “Venezia la Notte” (Abbildung Ruef 18.4.2002); Bücher: Kunst von Kindern, München, 2002 (mit Herlinde Koelbl); Skizzenbuch Toskana, München, 2000; Literatur: GPT 10.6.1989 (Abbildungen), Tesche-Mentzen (Porträts);

Teuscher, Kurt; Maler, Graphiker, Landschaften, Schriftzeichenkonstruktionen, Gebrauchsgraphiker; *25.5.1921 Radonitz/Sudetenland/CR; 1937-39 Studium an der Fernkunstschule Charlottenburg; 1948 aus französischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt; 1949-51 an der Werkkunstschule Wiesbaden bei Haffenrichter und Boehland; 1952-54 an der Kunstschule Alsterdamm Hamburg; 1954-81 als Graphikdesigner tätig; seit 1982 freischaffender Maler und Graphiker in Weilheim, Rosenstraße 39; lebt jetzt in Pentling/Regensburg, Am Thiergarten 5; in München von der Galerie von Abercron vertreten; Mitglied im KBG;
“›Es ist das Licht des Südens, das mich in der Farbgebung meiner geometrischen Abstraktionen beeinflußt‹, erklärte Kurt Teuscher seine ungegenständlichen Temperabilder und Aquarelle im Weilheimer Stadtmuseum. Intensiv, fast grell sind ihre Farben. So schwebt gelb ein Quadrat über seinem grünen Schatten. Helle und dunkle grüne, Rechtecke. Keine Perspektive. Senkrechte Linien rhythmisieren das Bild: Konstruktivismus ›klassischer‹ Prägung.” (Weilheimer Tagblatt);
“Kurt Teuscher nun interessiert sich als Schriftgraphiker ausschließlich für die Formgestalt der einzelnen Schrifttypen. Um diese möglichst klar demonstrieren zu können, löst er die einzelnen Lettern aus dem Verband der Wörter heraus, und baut mit ihnen ein Bild auf. Damit werden sie zu reinen Formzeichen und wir nehmen nun ausschließlich ihre gestalterische und somit ästhetische Qualität wahr.” (1990, »R.Härtl);
viele Ausstellungen im In- und Ausland; Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen; Ausstellungen: 1990, Weilheimer Stadtmuseum; 1995, Kurhaus Garmisch; Literatur: KBG, GPT 22.12.1988, Weilheimer Tagblatt März 1990 (Porträt), KB 2.8.1991 (Porträt), Berufsverband (Porträt);

Teutsch, Walter (Prof., Walther); Maler, Illustrator, Graphiker, Bühnenbildner, Landschaften, Tiere, Porträts, Stilleben, religiöse Motive, Figürliches; *25.5.1883 Kronstadt/Siebenbürgen – †27.1.1964 München, Römerstraße 21; seit den 1920er Jahren in Murnau, Bahnhofstraße 21 im “Riedl-Haus”, später bei der Familie Nikolaus Finsterwalder in Seehausen tätig; erst Bankbeamter; seit 1903 Studium in München an der Malschule Debschitz/Obrist, ein Jahr an der Malschule Heymann und dann an der ABK bei H.v.Habermann; 1912-14 in Trient; seit 1923 Lehrer und 1927-39 ordentlicher Prof. an der KGS München; während der Nazizeit wurden seine Bilder aus den öffentlichen Ausstellungen entfernt, 1939 erhielt er absolutes Lehrverbot; 1946-52 Prof. für Malerei und Komposition an der ABK München; Mitglied in der Neuen Gruppe, in der Neuen Secession, im RK und im Deutschen Werkbund;
“Ich werde manchmal geneckt, daß ich kein Bild ohne ein Rindvieh drauf malen könne. Wirklich haben mich diese Tiere immer gefreut, sie sind nicht nur nützlich, sondern auch schön. Ich lobe mir den Ochsen, er scheint mir das beste und geduldigste unter den unvernünftigen Geschöpfen. Mancher Ochs ist mir lieber als mancher Mensch. Was zieht er nicht alles für Lasten, und was hat er wenig Dank und Freuden in seinem Leben. Früh verbietet man ihm das Familienleben, unverdrossen muß mein Lieblingstier arbeiten, ohne je störrig zu werden. Widersetzlichkeit oder gar Angriffslust kennt der Ochse nicht, und bleibt er wirklich mal im Geschirr stehen, so nur aus einem Grunde: daß seine Kräfte absolut erschöpft sind. Und zum Beschluß seines Lebens liefert er noch einen guten Braten. Er verdient einen besseren Namen, als er trägt! Aber Scherz beiseite, mich reizte als Maler stets die krafterfüllte Form, der Gleichklang der Körper etwa einer Herde, die Pracht des Felles, die geruhsame Wirkung in der Landschaft oder in der Verbindung mit den Menschen, - In Süddeutschland, in Murnau, fand ich die Heimat in vielen Dingen wieder, in den hohen Bergen, in den Menschen, in der Tierwelt, in den Pflanzen und Bäumen.” (W.Teutsch in Feuchtmayr1);
“Seine Arbeitsweise ist planhaft gründlich. Erst entstehen viele kleine Skizzen. In diesen wird alles ausgiebig durchexerziert: die Raumgliederung, die kompositorischen Bewegungen und das Formale. Peinlich genau wird die endgültige Fassung auf die Leinwand übertragen. Und dann geht das Malen in einer seltsamen Schnelligkeit vor sich: ein großes Bild entsteht in knapp einem Tag. Allerdings wird es dann weggelegt, um später einige Korrekturen oder Übermalungen zu erfahren. Das kann sogar nach 10 oder 15 Jahren noch geschehen. Die Malerei von Teutsch weist auf kein Vorbild zurück. Er hat seine persönliche Farbigkeit aus den bevorzugten Tönen von Grau, Grün, Violett und Braunrot entwickelt, er hat seine eigene, scheinbar absichtslose Art formaler Einfachheit und vor allem seine eigene Welt der Bildmotive, in denen immer wieder die Neigung zur romantischen Idylle durchdringt." (Die Kunst, T.Trepte);
“Hauptsächl. Landschaften u. Figürliches. Pflegt neuerdings s. Bilder aus dem Grau herauszuarbeiten unter weiterer Verwendung von höchstens 3 Farbtönen. Sonderausst. 1933 in d. Städt. Gal. München, 1957 in d. Dtsch. Gesellsch. f. christl. Kst ebd.” (Vo);
Ausstellungen: 1922, Murnau; seit 1910 in München, 1927 im Münchner Glaspalast; 1943, Wien; 1963, München, Lenbachhaus; 1983/84, München, Königsbau der Residenz;
Werke, Gemälde: Schloßmuseum Murnau; 1919 “Das Hörnle” (Abbildung SM) und in München, Städtische Galerie im Lenbachhaus “Kühe an der Tränke”; 1929 “Viehschwemme” entstanden am Ufer des Staffelsees in der Seehauser Bucht (Abbildung Feuchtmayr1); “Der Dingler-Garten auf dem Eichholz” (Besitz »Prof. Dr. M.Dingler); um 1953 “Gabriele Münter” (Ausstellung in München im Haus der Kunst, Abbildung in Die Kunst 1953);
Literatur: ThB, Vo, Junge (Abbildung), BMM, Dr1930, IHK, Ruf2, Die Kunst 1953/56 (Abbildungen), Salmen1; Schloßmuseum2, Schuster1, Breuer (Selbstbildnis), SM, Wichmann1, Schweers, Gebhart1, Feuchtmayr1, Hruschka3;

Textor, Julie (Julia); Malerin, Landschaften; *19.4.1848 Ellwangen – †26.2.1898 Stuttgart; lebte abwechselnd ebenda und in Partenkirchen, Hindenburgstraße 34 (früher Bahnhofstraße 282a, Villa Textor); Schülerin von A.Benz in Ellwangen, 1885-89 in Stuttgart bei Grünenwald und »Kappis, 1889-94 in München und Dachau bei Fink, Buttersack und Hägele; Werke: Partenkirchen, alter Alpenhof, 3 Gebirgslandschaften; Literatur: ThB, A1912/22 (posthum?), Dr1921;

Thamm, Walter; Maler, Graphiker, Landschaften; *3.6.1885 Berlin; in Leipzig tätig; Schüler von E.Orlik und E.Doepler; Ausstellung: 1932, Leipzig (Katalog); Werke, Gemälde: “Garmisch mit Wettersteingebirge” und “Mittenwald mit Wetterstein” (Antiquariat Benkert); “Mittenwald im Winter” (Ne, 10.12.1986); Literatur: ThB, Pe;

Thannhuber, Peppo (Josef); Buchbindermeister, Drucker; *3.3.1948 Tann; 1972 Meisterprüfung an der Akademie für das Graphische Gewerbe in München; seit 1984 in Hechendorf/Murnau (Telephon 0 88 41/ 4 01 92) tätig;
“Er ist einer der letzten seiner Zunft. Und auch das nur, weil ihn die Leidenschaft nicht losläßt. Der Buchbinder Peppo Thannhuber unterhält seine Werkstatt auf der Tenne des Gasthofs ›Hoagarten‹ in Hechendorf nicht, um sich und seine Lieben zu ernähren, sondern um sich einen ganz persönlichen Luxus zu gönnen. Denn leben, das sagt der Thannhuber ganz nüchtern, kann einer heute vom Buchbinden nicht mehr. Sein Stand, einst einer der angesehensten, ist heute nur mehr eine nostalgische Erinnerung – ein Stück Museum, genau wie Thannhubers Werkstatt.” (GPT);
Literatur: GPT 23.4.1999 (Porträts);

Theis, Heinz (Heinrich); Maler, Graphiker, Freskant, Landschaften, Tiere, Blumen, Porträts, religiöse Motive, Figürliches, Impressionist, Werkkünstler; *1.9.1894 Holz/Saarland – †25.10.1966 Garmisch; um 1930 in München tätig; T. lebte seit 1934 in Garmisch-Partenkirchen, Promenadestraße 14 und Bahnhofstraße 47 (Chamonixstraße 13); Studium an der KGS Trier, dann 1916 an der ABK München bei C.v.Marr, 1920-22 einer der letzten Schüler von H.v.Zügel; Mitglied der MKG, im RK und im »Werdenfelser Künstlerbund;
“Theis begegnet uns in Landschaft, Akt, religiösen Figurenbildern, Porträts und Tierbildern. Hat er das klare Sehen und bestimmte Formen bei v.Marr gelernt, so gab er bei Zügel der Form die lebendige, sonnige Farbe. Mit seinem Lehrer besuchte der junge Künstler die Natur verschiedener Gegenden in der Pfalz und am Rhein und zeigte eine erstaunliche Vielseitigkeit seiner künstlerischen Fähigkeiten. ›Theis malt kräftige Wirkungen hin‹, lautet eine Kritik, ›und er verliebt sich nicht bloß in Pferd und Reiter, auch in den sonnigen Frühlingshimmel, der mit Glanz über den weiten Feldern liegt. Sein Ochsengespann wirkt fabelhaft in der Kraft der Bewegung.‹ ... Ebenso ist Theis besonders eifrig tätig in Gebrauchsgraphik und angewandter Kunst.” (Karl);
Ausstellungen, Garmisch: “... erfreut noch einmal die gediegene Farbkultur einstiger Münchner Schule, etwa in dem imposanten Motiv seiner leuchtenden Zugspitze oder der impressionistischen, an Tiermaler Zügel erinnernden Gruppe der heimkehrenden Kühe vor dem Wetterstein.” (GPT 3.6.1967, »H.Schott);
Werke: Gemälde “Winterlandschaft Rießersee mit Waxenstein”, “Lengental-Alpe” und “St.Anton Partenkirchen” (MGP); Literatur: BMM, ThB, Vo, DCK 1918/19, Karl (Abbildung), Dr1930 (hier als ”Stuben- und Dekorationsmaler” bezeichnet), MAGP, A1937-53, GPT 3.6.1967/ 18.6.1969, Scheibmayr2;

Thielemann, Lotte; Weberin; Grainau, Loisachstraße 31; Literatur: A1953;

Thielemann, Paul; Maler; Grainau, Loisachstraße 31; Literatur: A1953;

Thiersch, Friedrich von (Ritter, Prof.); Architekt, Zeichner, Aquarellist, Bildhauer, Grabmäler; *18.4.1852 Marburg/Lahn – †23.12.1921 München (Waldfriedhof, selbst geschaffenes Grabmal); Neffe von »L.T.; “Ursprüngliche Absicht, Maler zu werden, auf des Vaters Wunsch aufgegeben. Bezog Herbst 1868 die Stuttgarter Polytechn. Schule . ... Daneben Zeichenstudien an der Kunstschule bei Neher.” (ThB, H.V.); zeichnerisch für W.Lübke, Gnauth, W.Spemann und C.Klimsch tätig (brachte ihm den späteren Ehrentitel ein: ›Meister aller Architekturzeichnung‹); 1874 Eintritt in ein Frankfurter Baugeschäft; 1877/78 Studienreise nach Italien; 1879 in München zum Prof. ernannt, später geadelt; 1881 erste, 1884 zweite Orientreise; v.T. wohnte zeitweise in Oberammergau, Haus Nr. 107;
“Alles in allem ein echter Repräsentant der Wilhelminischen Ära. ... Durchaus Kind seiner eklektisch gerichteten Zeit, besaß T. ein erstaunliches Aneignungsvermögen, das die verschiedensten Stilarten virtuos zu meistern verstand.” (??);
“Thiersch hat seinen ungeheuren Formenreichtum auf den Studienreisen nach Italien, Griechenland und in den Orient kennen gelernt. Seine Zeichnungen belegen, dass er sich um jedes Detail bemühte: um die Programme der Wandmalereien und Reliefs, die Ästhetik der Ornamente wie um die Gestaltung des Mobilars." (Münchner Merkur);

Werke: Um 1899 im Auftrag von Freiherr Theodor von Cramer-Klett, dem Stifter des wiedergegründeten Klosters Ettal, Pläne für Ausbauten im Kloster Ettal; München: 1887-97, Justizpalast, Maximilians-, Cornelius- und Reichenbachbrücke und viele weitere Bauten; 1907, Wiesbaden Kurhaus;
Veröffentlichung: BR Alpha 6.11.2000 ZDF 19.7.2002 (Porträt); ORF2 22.7.2002 (Porträt); Bayerisches Fernsehen 27.7.2002/ 18.1.2003 (Porträt, Film von B.Graf); 3SAT 26.7.2002 (Porträt); Literatur: ThB, Heilmeyer2, Hollweck (Abbildungen), Bögle, Alckens, Zull2, Münchner Merkur 17.1.2003; Friedrich von Thiersch, Die Baugeschichte des Klosters Ettal, Festrede, München, 1899/1900;

Thiersch, Ludwig (Prof.); Maler, Historiendarstellungen, Genre, Bildhauer; *12.4.1825 – †10.5.1909 München (Grab im alten Südlichen Friedhof); Onkel von F.v.T.; 1850 in Rom Bekanntschaft mit »A.Böcklin; 1852 Prof. in Athen; Werke: Um 1875 für König »Ludwig II., Gemälde in Schloß Linderhof; Literatur: ThB, Hufnagel, Praxmarer/Adam;

Thöny, Eduard (Prof.); Zeichner, Maler; *9.2.1866 Brixen – †26.7.1950 Holzhausen/Ammersee; Sohn eines Tiroler Bildhauers; in München erster Zeichenunterricht bei Oscar Graef; gegen den Widerstand der Familie, ermuntert von »F.v.Defregger, begann T. ein neunjähriges Studium der Malerei an der ABK München bei G.v.Hackl, L.v.Löfftz und F.v.Defregger; 1890/91 in Paris Schüler von E.Détaille; von September 1896-1944 Zeichner für den Simplicissimus;
“Sein Name wurde – insbesondere zwischen 1896 und 1913 – zum Markenzeichen für eine ebenso treffsichere wie im Kern doch liebenswürdige Gesellschaftskarikatur des wilhelminischen Deutschlands: Verknöchertes Aristokratentum, Klerus, Militär und Beamtentum, Korpsstudenten und ostelbische Junker, aber auch einfache Leute und Angehörige gesellschaftlicher Randgruppen hat E. Thöny lebensnah festgehalten.” (BMM, Rainer Beck);
seit 1908 in Holzhausen tätig; Mitglied der MKG und im RK; »Goethe-Medaille; Ausstellungen: 1937/38, München, Haus der Kunst;
Werke: Bremen Kunsthalle, Hannover W.Busch-Museum, München Städtische Galerie im Lenbachhaus und Neue Pinakothek; “The pilgrims of Oberammergau” (MKG) und viele weitere Karikaturen über Oberammergau; »M.Dingler;
Literatur: ThB, Vo, Dr1930, Scholz 3/1941, Breuer, 100 Jahre MKG, Schweers, Reitmeier, BMM, WK 1950, Heck, Simplicissimus, Schuster1, Archiv für Bildende Kunst (Porträt), Zoller2; Kokotten Bauern und Soldaten gezeichnet von E.T., Einführung von H.Reimann, Hannover, 1957; Mg: Ligiert E.Th.;

Thoma, Hans (Prof.); Maler, Graphiker, Landschaften, bäuerliche Genre, Porträts, Religiöses; *2.10.1839 Bernau/Schwarzwald – †7.11.1924 Karlsruhe; 1854 Lithographenlehre, 1859-65 Studium an der ABK Karlsruhe bei J.W.Schirmer und 1867 in Düsseldorf; 1868 in Paris; 1870/73 und 1875/76 in München; 1899-1919 in Karlsruhe Direktor der Kunsthalle und Prof. an der Akademie; viele Graphiken für die “Jugend”; Mitglied der MKG; Freundschaft mit »E.Steppes;
T. über seine Münchner Zeit: “Wenn ein Maler nun gar nach der allgemeinen Meinung des Kunstvereinspublikums, wie es damals war, offenbar ›unverkäufliche Bilder‹ malte, so kam ihm das schon fast bedenklich vor, und gerade die, welche am wenigsten daran denken konnten, etwas zu kaufen, schrien am ärgsten. Von den anderen Kritiken will ich nichts weiter sagen; eine in einem Lokalblatt fing an: ›Meister Klex hat wieder ausgestellt‹. Ein paar Ausnahmen gab es freilich auch damals schon, die ernsthaftere Erwägungen anstellten. Einmal bekam ich ein anonymes Sonett zugeschickt, etwa dahin lautend, meine Frechheit sei groß, daß ich es wage, mein Machwerk goldumrahmt vor das Publikum zu bringen, mit dem Schlußreim: ›Streich Kästen an und Schrein, – Doch das Malen, das laß sein‹." (Wolf2);
“Seine Kunst ist von Anfang an im wesentlichen zeichnerisch orientiert; seine Zeichnungen, Aquarelle u. Lithogr. gehören darum auch mit zu dem schönsten Ausschnitt seines Werkes; ihr Studium ist unerläßlich für das Verständnis des Meisters.” (ThB, H.Vollmer);
letzte große Ausstellung: 1989, Freiburg i.Br.;
Werke: In vielen Museen; um 1900, Algraphie “St. Anton in Partenkirchen”;
Literatur: ThB, Boetticher, Bénézit, Müller/Singer, Busse, Wolf2, Hanfstaengl, Pelka, Scholz 10/1939 (Abbildungen, Porträt), Schloßmuseum2, Heck, Langer, Ruhmer1/2, Wietek, Jugend, Wichmann1, Heise, Schweers, Uhde-Bernays, Wiederspahn, Zoller2, Backes, Klinge, Ruhmer3, Schuster1, Mülfarth, Buderer (Abbildungen); Henry Thode, H.T., Stuttgart/Leipzig, 1909; H.T., Im Herbste des Lebens, Gesammelte Erinnerungsblätter, München, 1909;

Thomas, Leo; Maler, Graphiker, Glasmaler, Landschaften; *10.2.1876 London – †28.8.1950 München, Theresienstraße 65; Lehre als Glaser; Studium an der ABK München bei K.Raupp und »W.v.Diez; 1904 gewann T. den Grand Prize der Weltausstellung in Louisiana; Mitglied im Ausstellungs-Verband Münchner Künstler und im RK; Ausstellungen: Münchner Glaspalast; Werke: Gemälde “Blick auf die Ammergauer Berge”, “Birken am Staffelsee” (München, Städtische Galerie im Lenbachhaus) und “Staffelsee mit Inseln”; Literatur: BMM, Dr1930, IHK, Heyn;

Thumm, Barbara; Handweberin; Mittenwald, Innsbrucker Straße 20; Literatur: A1953;

Thurn, Martina von (Dipl.-Ing. FH); Architektin; Partenkirchen, Partnachstraße 51; Werk: Partenkirchen, Meilerhütte, Umbauten; Literatur: Architektenliste;

Thusbaß, Josefa; Missions-Dominikanerin, Photographin; Kloster Schlehdorf, Kirchstraße 9 (josefa.thusbass@gmx.de); “Im Alter von 10 Jahren half mir ein Fotograf in unserem Dorf, mit einer Kinderkamera mein erstes Bild abzulichten. Die Bildinformation dieses durch Streulicht beeinträchtigten Fotos war mehr zu erahnen als zu sehen. Aber dieses Bild liegt heute noch in meiner Schublade, denn es war die Initialzündung für eine bis jetzt mehr als 40-jährige Leidenschaft. Vieles habe ich seit dieser Zeit ausprobiert. Nach Schwarzweiß kam Farbe, dann entstanden zu damals noch ungewöhnlicher Zeit Dias, auch im Mittelformat habe ich mich versucht. Viele Nächte meines Lebens blieben in der Dunkelkammer und schließlich bin ich jetzt dabei, die Vorzüge der Digitalfotografie zu erproben. ... Niemals mehr hat mich, seit jenem ersten Foto, die Faszination ›Bild‹ verlassen. Bilder sind für mich nicht die Wiedergabe der äußeren Realität, sie sind der Spiegel der inneren Wirklichkeit.” (www.schlehdorf.org/Fotogalerie_j.htm); www;

Tiborsky, Tatjana; Malerin; *Rußland; lebt in Murnau; Literatur: GPT 20.3.2002 (Porträt);

Tiedemann, Anneliese; Malerin; Partenkirchen; Mitglied des »Kunst Seminars Werdenfels; Gemeinschaftsausstellung: 1986 Murnau;

Tiedjen, Willy (Carl Friedrich Martin Wilhelm); Maler, Landschaften, Tiere, Enten, Marine, Impressionist; *22.1.1881 Hamburg – †16.1.1950 München, Kurfürstenplatz 8; Besuch der Gewerbeschule; Studium an der KGS Hamburg und 1901-03 an der Akademie München; später auch an der Malerschule Heinrich von Zügel; 1918/19 im “Freikorps Werdenfels”; 1942-49 lebte T. in Garmisch-Partenkirchen; seit 1912 Mitglied der MKG, seit 1923 im Münchner Kunstverein und im RK;
“Früh zeigte sich seine Begabung, doch bestand Vater Tiedjen auf eine handwerkliche Ausbildung als Lackierer. Nach harten vier Gesellenjahren und dem Besuch der Kunstgewerbeschule, entdeckte ihn der Direktor der Hamburger Kunsthalle. Nun begann seine Karriere: Stipendium für den Besuch der Münchner Akademie, Unterricht bei Heinrich Zügel und schließlich Reisen durch Deutschland und die Schweiz.” (GPT);
Ausstellungen: 1912-17 im Münchner Glaspalast; 2000, Garmisch, Galerie Pritschow, Gedächtnisausstellung zum 50. Todestag; Werke: Museen Hamburg und Rosenheim; 1916, Gemälde “Winterlandschaft bei Mittenwald” (München, Städtische Galerie im Lenbachhaus); 1924, Gemälde “Skijöring in Garmisch” und “Ziegen am Eckbauer” (MGP); Literatur: BMM, ThB, Vo, Dr1930, IHK, Hanfstaengl, MAGP, Ostler1, Schweers, GPT 1.9.1992 (Abbildungen); KB 6.10.2000;

Tilsner, Kurt K.; Aquarellist, Landschaften; Strub/Berchtesgaden; in München, Jutastraße 12, tätig; Mitglied der MKG; Ausstellung: 1936 Murnau; März/Mai 1987, München, Haus der Kunst, Katalog mit Abbildung; Werk: Aquarell “Im Karwendel”; Literatur: Murnauer Tagblatt 8./10./11.2.1936, Ruf2, 100 Jahre MKG (Abbildung), Pe;

Tobiaschu, Pirmin (Frater OSB, Tobiachu); Holzschnitzer; *21.4.1669 Hengersberg – †1743 Niederaltaich; Laienbruder ebenda; Werk: 1725, Ettal, Chorgestühl in der Hauskapelle (ehemals in der Chorkapelle Niederaltaich, 1901 für Ettal angekauft); Literatur: ThB, Schnell, Koch1/2; G.Stadtmüller/Bonifaz Pfister OSB, Geschichte der Abtei Niederaltaich, 741-1971, Augsburg, 1971, 2. Auflage, Grafenau, 1986 (S. 235, 239, 264, 349, 422);

Toepffer, Johanna; Malerin, Graphikerin; *28.11.1881 Brandenburg; erster Zeichenunterricht bei L.Dettmann in Schwerin;
“... kam 1901 nach München in die Schule des Künstlerinnenvereins, in die Zeichenklassen für Kopf und Akt von Angelo Jank und Max Feldbauer [im gleichen Jahr wie »G.Münter], später in die Malklasse von Heinrich Knirr, malte Landschaften bei Adolph Hoelzel und Richard Kaiser und lernte die Technik der Lithographie bei Moritz Heymann. Den Abschluß ihres Studiums bildeten die Korrekturen von Paul Chabas in Paris. ... Johanna Toepffer bevorzugt nicht einzelne Fächer der Malerei, sondern ist auf allen Gebieten tätig: Landschaft (1915-28 jeden Sommer in Mittenwald und Seefeld in Tirol), Architektur, Interieur, Figürliches, Porträts, Blumen und Stilleben, dazwischen auch Kopieren nach alten und neueren Meistern, sowie Restaurieren. Ihr Können ist gleich gut in Oel, Aquarell, Pastell und Zeichnen, gab selbst viel Unterricht im Landschaftsmalen und –zeichnen.” (Karl);
Mitglied im RK; Literatur: ThB, Dr1930, Karl;

Tornquist, Ellen; Malerin, Aquarellistin, Lithographin, Holzschneiderin, Landschaften, Berge, Porträts; *24.6. (5.) 1871 Hamburg; um 1900 Studium an der Schule des Künstlerinnen-Vereins München bei L.Schmid-Reutte und C.Landenberger; T. lebte seit 1906 in Meran, um 1930 und 1942 in Eschenlohe, seit 1942 in Graz; Mitglied des RK;
Werke: Um 1910, Gemälde “Alpspitze"; Buch: Auf Goethes Pfaden in Weimar, mit 21 Zeichnungen von E.T., Furche-Verlag, Berlin, 1919; Literatur: ThB, Jansa, Dr1930, Pe;

Traub, Gustav; Maler, Graphiker, Landschaften; *23.2.1885 Lahr/Baden; in München, Elisabethstraße 29, tätig; Mitglied in der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, im RK und im Bund zeichnender Künstler Münchens (Schriftführer); Werke: München, Staatliche Graphische Sammlung; Gemälde “Staffelsee”; Literatur: ThB, Vo, Dr1930, IHK, Pe, BMM;

Trentini, Wolfgang von; Maler, Aquarellist, Graphiker, Landschaften, Stilleben; Partenkirchen, Hauptstraße 42; Gründungsmitglied des »Werdenfelser Künstlerbundes;
“Seine in lichten Farben gehaltenen Aquarelle geben Impressionen aus südlichen Ländern in einer vereinfachenden malerischen Sprache wieder, die die Formen von Landschaft und Häusern in eine flächengebundene Darstellungsweise übersetzt, ohne ins Plakative zu verfallen (›Abend in Korfu‹).” (GPT 1980, »R.Härtl);
Ausstellungen: 1980/81, Garmisch; Werk: Panorama mit Plan von Garmisch-Partenkirchen im A1953; Literatur: A1953, GPT 26.6.1980;

Trettau, Emmi; Bildhauerin; Garmisch-Partenkirchen, Martinswinkelstraße 25; Literatur: A1953;

Trockel, Rosemarie; Bildhauerin, Zeichnerin, Aktionen, Installationen, Videos; *13.11.1952 Schwerte; 1974-78 Studium der Malerei an der Werkkunstschule Köln; lebt in Köln, lehrt an der ABK Düsseldorf;
“Sie formt Vasen aus Ton, baut Plastiken aus Holz und Siebdrucken oder läßt Bilder mit Parolen, Werbe- und Polit-Signets stricken. Viele ihrer Arbeiten haben einen erotischen Unterton, andere setzen sich ironisch mit der Geschichte auseinander.” (Art);
Ausstellungen: Viele im In- und Ausland; 1997 Documenta Kassel, 1999 Biennale Venedig; 2000 – kunst auf der zugspitze –: “Für ihre Ausstellung auf dem Zugspitzgipfel hat Rosemarie Trockel drei Bestandteile in drei verschiedenen Medien vorbereitet, eine meditative, bewegliche Wandskulptur, einen Film auf Video und eine in Schaumstoff gegossene Skulptur. Als Titel des Ganzen wählte sie den Begriff Fernweh.(Pressemitteilung kunst auf der zugspitze);
“Jedes dieser drei Werke steht in einer anderen Beziehung zum Ausstellungsort und dem von ihm angeregten Thema Fernweh. Die Figur von Miss Wanderlust, die in die Ferne schaut, tritt erzählerisch auf. Die ›wandernden Quadrate‹ des Videos Patti sind wohl eher sinnbildlich zu verstehen, während Beyond the Valley of the Dolls trotz seines zu vielerlei Querverbindungen einladenden Titels in erster Linie ein unmittelbares Erlebnis von Licht und Beweglichkeit vermittelt, das es seinem besonderen Ort in der extremen Helligkeit hoch über allen anderen Bergen verdankt.” (Katalog kunst auf der zugspitze, Dr.L.Grisebach);
Literatur: Art 1984/2, WK, Gorenflo, Pressemitteilung kunst auf der zugspitze 2000, Katalog kunst auf der zugspitze 2000, GPT 4.7.2000 (Porträt, Abbildung), KB 14.7.2000 (Abbildung); R.Trockel – Skulpturen, Videos, Zeichnungen, Ausstellungskatalog Lenbachhaus, München, 2000;

Tucek, Karl; Maler, Radierer, Landschaften, Stilleben, Blumen; *12.10.1889 – †31.12.1952 Wien; Studium an der ABK Wien bei S.L`Allemand, F.Rumpler und F.Schmutzer; Mitglied der Vereinigung “Wiener Heimatkunst”, im Österreichischen Künstlerbund und im Zentralverband bildender Künstler Österreichs; Werk: Radierung auf Seide “Garmischer Frühlingstraße”; Literatur: ThB, Dr1930, Pe;

Tübke, Werner; Maler, Aquarellist, Zeichner, Lithograph, Porträts, Architektur, Gebirge, Geschichte, christliche Kunst; *30.7.1929 Schönebeck/Elbe; in Leipzig tätig; malt seit der Kindheit und wollte immer nur Maler werden; erster Unterricht bei dem Magdeburger Maler Karl Friedrich; 1947 neun Monate in Magdeburg in Haft, als unschuldig entlassen; 1948 als überzeugter Sozialist Eintritt in die SED; seit 1948 Studium an der Meisterschule des Deutschen Handwerks in Berlin, dann 4 Semester an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig (ebenda später über 20 Jahre Lehrer) und 3 Jahre Kunsterziehung und Psychologie an der Universität Greifswald; seit 1971 Studienreisen nach Italien, vor allem nach Rom; von de Chirico beeinflußt; Kritiker sagen, T. sei ein Vertreter des “manierierten Historismus”;
Ausstellungen: 1956 Leipzig; 1957, Sonderausstellung, Altenburg; Werke: Bad Frankenhausen/Thüringen “Bauernkriegs-Panorama” (nach 11 Jahren Arbeit 1989 eröffnet, 14 Meter hoch, 123 Meter lang, 3000 Figuren); Galerie Dresden; um 1995, Aquarelle von Garmisch-Partenkirchen (von seiner Ferienwohnung am Mohrenplatz aus gemalt); Sammlung J.Kümmerle, Partenkirchen;
Veröffentlichung: MDR Fernsehen 1999; Literatur: Vo, Schweers, Gorenflo, Pe; Experten: Dr. Günter Meissner und Brigitte Tübke (WVZ);

Turek, Hans; Maler, Graphiker, Linolschneider, Photograph; *1938 Herten/Westfalen; lebt und arbeitet sei 1979 in Huglfing, Seeleite 11b; 1958 Nachwuchspreis der Stadt Gelsenkirchen; 1959-64 Studium für freie und angewandte Malerei an der Folkwangschule für Gestaltung Essen bei P.Schardt (Meisterschüler, Diplom); 1962 Folkwangleistungspreis; 1964-68 Assistent bei H.Schardt, Direktor der Folkwangschule für Gestaltung; 1968-74 Studium an der ABK München, Meisterschüler bei J.Oberberger (Diplom); 1974-76 Assistent bei Prof. Dr. A.Goerger, Präsident der ABK München; seit 1976 freischaffend; Dozent an der VHS; Mitglied in “Der Kreis” und im KBG;
“Ein Einzelgänger in der Ausstellung bleibt Hans Turek mit seiner großformatigen abstrakten informellen Wachskreidezeichnung ›Ohne Titel‹, die eine Figur aus Knäuel ineinander verwobener, dynamisch erregter Strichlagen formt.” (GPT 7.1.1985, »R.Härtl);
“Ausgehend von einem mehrfarbigen, die Fläche vergitternden Linienraster, das als Formgerüst und Anregung seiner bildnerischen Phantasie zugleich dient, bedeckt Turek die Bildgründe mit linearen Strukturen, die das Spontan-Handschriftliche betonen. Während des Arbeitsprozesses entstehen Bandformen, die ins Dreidimensionale umkippen. Dadurch verleiht er seinen Figurationen eine illusionistische Räumlichkeit, die noch durch starke Hell-Dunkel-Kontraste unterstrichen wird: Lichtbündel durchzucken dunkle, kosmische Tiefenräume und ihr elektrisierender Rhythmus versetzt die gesamte Bildfläche in vibrierende Bewegung voller innerer Spannung und Dynamik, die Physisches und Psychisches gleichermaßen einschließt.” (GPT 7.3.1985, »R.Härtl);
Ausstellungen: Bad Säckingen, Düsseldorf, Freising, Fürstenfeldbruck, Kurhaus Garmisch, Gelsenkirchen, Gräfelfing, Schloß Grafenaschau, Harlaching, München, Murnau, Nürnberg, Rosenheim, Straubing, Tokyo, Weilheim (Stadtmuseum); Literatur: KBG, Berufsverband (Porträt), GPT 7.1.1985/ 7.3.1985/ 19.1.1987/ 7.8.1997, Weilheimer Tagblatt 28.8.1989 (Porträt);

Üblhör, Johann (Georg, Üblher, Übelher, Übelherr, Ybelher, Uebelhör, Übelhör, Üblherr); Bildhauer, Stukkateur, “gypsator”; *21.4.1700 Wessobrunn – †27.4.1763 Steinbach/Memmingen; 1741 heiratete er eine Tochter von »Joseph Schmuzer; 1744 als “Hofstukkator” des Kemptener Fürstabtes genannt;
“Ü. ist der neben den Brüdern Zimmermann und »Feichtmayr bedeutendste Stuckkünstler der Wessobr. Gruppe im mittleren 18. Jahrh. Seine Ausbildung fand er im Kreis der höfischen Münchner Dekorationskunst um Cuvilliés d.Ä. durch seinen Landsmann »Joh.B.Zimmermann. ... Die in Dießen (Chörchen!), Kempten, Amorbach u. Ettal vertretene Stuckornamentik gehört der aufgelöstesten Phantasierichtung der süddeutschen Rocaille an. ... Zwischen 1748 u. 1752 (Vollendung des Hauptkuppelfreskos) Ettal ..., Benediktiner-Abteik.: Stuckausstattung des Hauptraumes, zus. mit Jos.Schmuzer u. [als Mitarbeiter] »Franz Schäffler. Ü.s Anteil vor allem wohl im Untergeschoß [die Stuckengel an der Orgeltribüne].” (ThB, N.Lieb);
Werke, Stukkaturen: 1752/53, Ettal, Basilika, Hauptteil der Obergeschoßdekoration, die Kapitelle und die Figuralplastik (nach Lieb, 1992), Zusammenarbeit mit »F.X.Schmuzer, vermutlich Gesamtkonzept von »Joseph Schmuzer; ab 1721, Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus (alte Zuschreibung, eher J.B.Zimmermann?); Literatur: ThB, Ho, Schnell, Koch1/2, Festschrift, Fischer, De, Lieb, Bauer3, Buck, DBK/301 (Abbildung);

Uhlich, Fritz (Hermann Paul); Maler, Aquarellist, Graphiker, Landschaften, Porträts; *25.8.1893 Dresden – †27.(26.?)12.1973 Partenkirchen; lebte seit 1925 in Partenkirchen, Jahnstraße 8, von 1940-63 im “alten Haus” in der Ludwigstraße 8 und zuletzt in der Schönbergstraße; Studium an der königlichen und staatlichen KGS Dresden;
“Klare Entwürfe und Ausführungen, in denen die künstlerische Grafik ein mehr an Stimmungen transportierte, als dies heute Farbbilder zu tun vermögen. Uhlich stammte aus Dresden. Auf einer Studienrundreise besuchte er auch Partenkirchen. Im Bauerntheater lernte er die bekannte Darstellerin Wally Aigner kennen, heiratete sie 1927 und blieb in Partenkirchen.” (Adam/Jocher);
2000, Retrospektive mit »E.Henel, Kurhaus Garmisch; Werke: Fremdenverkehrsplakate für Garmisch-Partenkirchen; Entwurf für Olympiaplakette 1936; Gemälde “Floriansplatz Partenkirchen” und Aquarell “Murnauer Moos” (MGP); Schützenscheiben in der Schützengesellschaft Murnau; 1938, Nazi-Propaganda-Zeichnung (Abbildung GPT 31.12.1938);
Literatur: MAGP, A1937-53 (mit Panoramen), Informationsbroschüre, Olympischer Winter, Gampe1, Adam/Jocher; Mg: Ligiert UF;

Ullrich, Curt (Kurt); Maler, Radierer, Lithograph, Landschaften, Porträts, Figürliches, Stilleben; *19.1.1873 Schkeuditz/Leipzig – †7.6.1946 Garmisch-Partenkirchen; Studium 1895-97 bei Max Thedy in Weimar, dann 1898-1901 an der ABK München bei G.v.Hackl, L.v.Löfftz; ab 1904 Anleitung durch H.v.Habermann; Mitglied in der Münchener Secession, im Verein für Originalradierung München, im Deutschen Künstler-Bund Weimar und im RK; Ausstellungen: 1900-30 im Münchner Glaspalast;
Werke: Hannover, Sprengel Museum; München, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Armeemuseum; Literatur: ThB, BMM (Selbstporträt), Dr1930, Karl (Abbildungen), IHK, Schweers;

Umbach, Jonas; Maler, Zeichner, Radierer, Zeichner für den Kupferstich; * um 1624 – †28.4.1693 Augsburg; U. erhielt 1654 in Augsburg den Handwerksschein; Kenntnis der niederländischen und italienischen Kunst; er soll bischöflicher Kammermaler gewesen sein; Porträtstich, datiert 1652, von Melchior Küssel;
“Man hat von ihm Landschaften mit Hirtenscenen, und nicht nur Gemälde, sondern auch Zeichnungen und geätzte Blätter.” (Campe, 1833);
“Seine zahlreichen rad. u. gezeichn. Landschaften – er bevorzugt Felsgegenden – sind voller Stimmung. Die sorgfältige Komposition, die von Lorrain herzuleiten ist, wird geschickt durch Zufälligkeiten verdeckt, so daß der Eindruck einfacher Ausschnitte aus einer wirklichen Landschaft hervorgerufen wird. Seine religiösen Darstellgn. sind oft sehr ›gefühlsselig‹.” (ThB, F.Thöne);
Werke: In vielen Museen; 1659, Ettal, Basilika, Gemälde für den Katharinenaltar (wahrscheinlich 1744 verbrannt); 1687, Kappel bei Unterammergau, Filialkirche Hl. Blut, Hochaltargemälde “Christi Brust von der Lanze durchbohrt”; Literatur: Dischinger1, ThB, Nagler, Campe, Schnell, Ho, Bauer1, Wü1, De, Thon (Abbildungen);

Unhoch, Korbinian (Unhof, Corbinian); Galanterieschreiner, Furnierer, Uhrgehäuse, Spiegel, Rahmen; *1758 – †1830 Oberammergau; 1829/30 als Lieferant für »Georg Lang sel. Erben verzeichnet; 1816 nannte ihn das Intelligenz-Blatt einen der “vorzüglicheren Künstler, welche nach besserem Geschmacke arbeiten”; Werk: Museum Oberammergau, Kreuzessockel, datiert 1795; Literatur: Zull1, Gröber (als Corbinian Unhof, Tischler), Intelligenz-Blatt;

Unhoch, Michael (“Lexenmichl”); Bildhauer, Kruzifixe und Heiligenstatuen; *1754 – †1841 Oberammergau; Vater von »Johann Nepomuk U.; 1830-39 als Lieferant für »Georg Lang sel. Erben mit einem lebensgroßen Kopf, Armen und Händen eines Ölbergchristus verzeichnet; fertigte noch in seinem 80. Lebensjahr Kruzifixe und Großplastiken für diesen Verlag; 1816 nannte ihn das Intelligenz-Blatt einen der “vorzüglicheren Künstler, welche nach besserem Geschmacke arbeiten”; Literatur: Zull1, Gröber, Intelligenz-Blatt;

Unhoch, Nikolaus (Johann); Frühmeßbenefiziat, kurfürstlicher Schulinspektor; *1762 – †1832 Oberammergau; um 1802/03 Gründer der Oberammergauer Zeichenschule;
aus dem Brief des kurfürstlichen Galerieinspektors »Johann Georg Dillis vom 9.5.1803: “Eine Zeichnungsanstalt in einem Ort, welcher gegen alle Welttheile mit Schnitzwerk und Gemälde ihre Handel treibt, verdient um so mehr die größte Aufmerksamkeit, als die Unternehmer selbst einsehen, und wünschen, daß ihr Geschmack in den Producten verbeßert werden müßte, wen er mit dem Geiste der Zeit in Conkurenz komen soll.” (Zull1);
Werke: 1814/15 Plan (Lithographie noch erhalten), Modell und “Bau-Direktion” der damaligen Passionsbühne: “Diese Arbeit dauerte bis Pfingsten, wo ich alle Tage Morgens 6 Uhr auf dem Theater stehen musste, um die Leute anzuordnen. Die vielen Verdrüsse und Chikanen, die mir da gemacht wurden, will ich nicht erwähnen, jedoch ich wollte mein einmal gegebenes Wort der guten Sache wegen nicht brechen. Am Ende wurde ich für alle meine Mühe mit 3 Karolin bezahlt, horresco referens. Obschon ich die ganze Gefahr auf mich genommen und für alles gut zu stehen versprochen habe. Indessen haben mehrere Theaterkenner von München und Augspurg das Theater sehr gelobt, obschon die Ammergauer nicht sehr damit zufrieden waren.” (Diemer);
Plan und Bauleitung des Schulhauses; “Auch das im Jahre 1817 abgebrannte Frühmesshaus hatte er wieder aufgebaut und überwarf sich wegen des Eigentumsrechtes mit der Gemeinde, so dass er sich nach Garmisch versetzen liess und sein Wunsch in Ammergau zu sterben nicht in Erfüllung ging. Er beschloss seine Tage 1833 in Garmisch als Beneficiat des Nikasikirchleins [??].” (Diemer); Literatur: Zull1, Wü1, GPT, Diemer, Feldigl, Dischinger1, Gröber, Huber (Porträt), Rädlinger;

Unruh, Curt von (Kurt); Maler, Landschaften, Buchillustrator; *1894 Hannover; in Regenpeilstein/Oberpfalz tätig, 1958 hier letztmals erwähnt; Studium in Frankfurt/M. bei Babberger, dann in München, Leipzig, Berlin und Rom; “seit 1920 malt und zeichnet er in expressiven Bildern vom benachbarten Mittenwald aus unentwegt die vor ihm gewaltig aufragende Gipfelgruppe des Karwendelmassivs ...”(Corinth, Seite 52); Literatur: Vo, Corinth;

Unterthiner, Margit; Bildhauerin; in Graswang tätig; 1982-85 Lehre an der Schnitzschule Oberammergau, 1985 Gesellenprüfung mit Auszeichnung Bayerischer Staatspreis; Ausstellungen: 2001, Ettal; 2002, Oberammergau, Skulpturenweg “Schafherde”; Literatur: GPT 31.7.1985/ 8.1./15.11.2001/ 29.6.2002 (Porträt), Saal;

Urbach, Marlies; Objekte;
“Durch den Effekt der unendlichen Spiegelung nimmt Marlies Urbach (die ebenfalls zum ersten Mal im ›Kreis‹ ausstellt) mit einem Objektkasten ›Eulenspiegel‹ beim Wort – obendrein mit genauer Gebrauchsanweisung für den Betrachter.” (GPT 1987, »R.Härtl);
Gemeinschaftsausstellung: 1987, Garmisch; Literatur: GPT 9.6.1987;

Urbanisch, Hans; Dekorationsmaler; †26.5.1915 München; “”Häufig von »Em. u. »Gabr. v. Seidl u. von »Friedr. v. Thiersch beschäftigt.” (ThB); Werk: Um 1906, Murnau, Zacherlbräu (Haus Nr. 70, Untermarkt 6) nach dem Entwurf von E.v.Seidl, später wurde von »L.Klempt die alte Bemalung wieder hergestellt; Literatur: ThB, Salmen1, Zull2 (Abbildung), Hruschka3;

Utschneider, Monika; Malerin, Landschaften, Stilleben; Bad Bayersoien; Mitglied der “Kreativen Gruppe”, einer Künstler-Vereinigung des Pfaffenwinkels; Ausstellung: 2001, Bad Bayersoien; Literatur: GPT 24.9.2001/ 10.10.2001 (Porträt);

Utzschneider, Josef von (Joseph); Techniker, Volkswirtschaftler; *1763 Rieden/Staffelsee – †1840 München (Grab im alten Südlichen Friedhof); »M.A.Bayrlacher; Bürger von Seehausen und 1818 zum 2. Bürgermeister von München gewählt; 1836/39 stiftete er auf der Insel Wörth im Staffelsee die Kapelle; war auch Verwalter des Gestüts Schwaiganger; “Auf seine Vorschläge geht die erste bayerische Landesvermessung ebenso wie die Gründung der bayerischen Forstschulen zurück.” (Haas-Gebhard);
U. hatte 1805-44 in Benediktbeuern einen Betrieb mit Schule für Glasveredelung mit Glasschleiferei und Glasmalerei: “Als Keimzelle der europäischen optischen Industrie gilt die optische Glashütte in Benediktbeuern. Auf Veranlassung von »Goethe wurde wertvolles Know-how nach Jena transferiert und dort schließlich von Zeiss umgesetzt. ... Um den Absatz an Tafelglas zu fördern, versuchte Utzschneider mit größtem Elan ein nochmaliges Aufblühen der Hinterglasmalerei herbeizuzwingen. Zu diesem Zwecke richtete er einerseits eine Hinterglasmalschule in seinem Münchner Betriebsgebäude am Schwabinger Tor ein. In dem gleichen Bauwerk befand sich auch seine Brauerei. Außerdem betrieb Utzschneider in seinem Heimatort Seehausen am Staffelsee eine Manufaktur für Hinterglasgemälde.” (Krätz2);
“Es wird angenommen, daß von Utzschneiders Bemühungen in den Zeitraum von 1810 bis 1820 fielen. In seinem Münchner Betriebsgebäude errichtete er u.a. eine Hinterglasmalschule und in seinem Heimatort Seehausen eine ›Manufaktur für Hinterglasgemälde‹.” (Dütsch3);
Werke: Seehausener Katasterkarten im Heimatmuseum Seehausen;
Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 16.6.2001/ 1.3.2003; Literatur: Baumann, Krempelhuber, Adam, Geschichte2, Pelka, Miller, Hufnagel, Alckens, Scheibmayr1, GPT 20.6.2000, Krätz2 (ausführliche Biographie, Porträt), Haas-Gebhard, Krätz1, Dütsch3;

 

Valfasoner, Martin (Valtasoner); Bildhauer; *Nassereith/Tirol; Werke: Um 1795, Garmisch, neue Pfarrkirche St. Martin: Johann-Nepomuk-Altar, Figuren; 1796, Nikolausaltar “Papst Gregor der Große” und “hl.Hieronymus” für 54 fl; »Joseph Glaz; Literatur: ThB, Bogenrieder2, De, Schnell;

Vandermeulen, Christine; Malerin, Autodidaktin; *Sylt; seit 1978 in Garmisch-Partenkirchen tätig; Ausstellung: 2002 Garmisch; Literatur: GPT 14.5.2002 (Porträt, Abbildung);

Vecsei, Ladislaus (Lady); technischer Zeichner, Graphiker, Maler; *19.3.1910 Ungarn – †29.7.1986 Murnau; gab Malunterricht; Mitglied der Murnauer Schäfflertänzer; Literatur: Murnauer Schäfflerchronik (Titelbild), Holiday 12/2000;

Veit, Luise; Hinterglasmalerin; Mittenwald;

Verhelst, Aegid d.Ä. (Verelst, Ägidius, Ägid, Egid); Hofbildhauer, Stukkateur; *13.12.1696 Antwerpen – †19.4.1749 Augsburg;
“Vater des »Folg. u. der Alois, Ignaz u. »Placidus. Ausgebildet zunächst in Antwerpen, dann vielleicht in Paris bei s. Landsmann »Willem de Groff. Kam durch diesen 1718 (Hauttmann) in den Kreis der wittelsbach. Hofkünstler nach München, wo er 1724 als Hofbildh. des Herzogs Theodor Joh. v. Bayern, Fürstbischofs v. Freising, erscheint. Heiratete 19.11.1724 in München ... »Maria Benedicta Hagn aus Geisenfeld, die auch als Wachsbossiererin nach ›Modellen‹ ihres Gatten arbeitete. Seit 1738 Bürger in Augsburg, wo er bei s. Tode als Fürststift-Kemptenscher Hofbildh., auf dem Bildnisstich von J.J.Haid auch als Fürstbischöfl. Augsburgischer ›Statuarius‹ betitelt ist. Wichtige Gestalt der süddeutschen Kunstgeschichte des 18. Jh.s. ... Die Zusammenarbeit der Söhne u. Mutschelles mit Verhelst und ihre Fortführung der Werkstatt ist ein Hauptbeispiel für den kollektiven Betrieb der süddeutschen Rokokoplastik. ... In den 20er Jahren tätig für die Klosterkirche Ettal (laut Stetten 10 Jahre) ...” (ThB, N.Lieb);
1723 siedelte V. vorübergehend nach Ettal über, auch 1732/33 und 1735 ist er in Ettal als anwesend bezeugt;
Werke: Ettal, Basilika St. Maria aufgenommen in den Himmel: 1723-26(?) Mitarbeit mit Groff am Hochaltar, Choraltar (geweiht 15.9.1726), “Theater”-Altar mit plastischer Darstellung der Himmelfahrt Mariä (1744 verbrannt); 1726-29 Marmorstatuen der 12 Apostel an der Fassade (unter Mitarbeit seiner Werkstatt), 1723 “Umfassung” (dekorativ-plastische Gestaltung) von “4 heiligen Leibern” (1744 verbrannt), um 1730, Sakristei, 2 Wandbrunnen mit Puttengruppen aus Bleiguß;
um 1802/03 bekam die Oberammergauer Zeichenschule aus den Ettaler Klosterbeständen zwei lebensgroße Statuen, Maria und Johannes, geschenkt, “die nach »Dillis´ Einschätzung ‹keinen entscheidenden Kunstwerth haben, dem anfänger in der Bildhauerkunst aber doch zu einigen Unterricht dienen› könnten.” (Zull1); 1955 wurden die Figuren an die Pfarrei Trostberg verkauft, wo sie heute mit neuer Fassung in der Pfarrkirche stehen;
Murnau, St. Nikolaus, Seitenstatuen “St. Benno” und “St. Ulrich” (Zuschreibungen, die Figuren sollen ursprünglich zum Ettaler Hochaltar gehört haben, der 1744 zum größten Teil abbrannte);
Literatur: Dagmar Dietrich, Aegid Verhelst, Weißenhorn, 1986; ThB, Koch1/2, Ho, De, Sauermost, Schedler-Simet1, Zull1, Wü2, Valentin, Bauer4, Lieb, DBK/259 (Abbildung), Zull2;

Verhelst, Egid d.J. (Verelst); Kupferstecher, Porträts; *25.8.1733 Ettal (Taufbuch des Klosters Ettal) – †1818 München;
“Schüler s. Schwagers Joh. Rud. Störchlin in Augsburg, weitergebildet in Stuttgart u. bei Joh. Gg. Wille in Paris. 1765 von Kurf. Karl Theodor als Lehrer an die neugegründete Kunstakad. in Mannheim berufen. Wurde ›der eigentliche Begründer der Kupferstechkunst grösseren Styls in Mannheim‹ (Oeser). Blieb auch nach der Übersiedelung des Hofes nach München in Mannheim ansässig, bis ein 1802 ausgegebener kurf. Erlaß ihn als Hofkünstler zwang, s. Wohnort nach München zu verlegen; doch hat er in dieser Münchner Zeit nur noch wenig geschaffen.” (ThB);
Literatur: ThB, Nagler;

Verhelst, Maria (Benedicta, *Hagn); Wachsbossiererin; *Geisenfeld?; 1759 letzte Erwähnung; Heirat mit »Ae.Verhelst; in Ettal tätig; V. arbeitete als Wachsbossiererin nach ›Modellen‹ ihres Gatten; Literatur: ThB;

Verhelst, Placidus (Verelst, Ferels); Bildhauer, Holzschnitzer, Modelleur, Ornamentist, Stukkateur, Kupferstecher; *9.4.1727 Ettal – †1778? St. Petersburg?;
“Schüler u. Mitarbeiter s. Vaters, nach dessen Tod er die Werkstatt in Augsburg zus. mit s. Bruder Ignaz weiterführt. 1758 hat er den Titel eines ›Hochfürstl. Stift Kemptischen Hofstatuarius‹, 1762 den eines Fürstbischöfl. Augsburg. Hofbildh. (›sculptor Aulicus‹).” (ThB, N.Lieb); später Auswanderung nach Rußland; Literatur: ThB;

Vinotti, Riccardo (Richard); Bildhauer, Torsi; *1965 Brixen/Südtirol; in Oberammergau aufgewachsen; ebenda, Kleppergasse 16, tätig; 1981-84 an der Schnitzschule Oberammergau bei »H.Schwaighofer, seit 1984 freischaffend; 1988-92 Studium an der ABK München bei Paolozzi und Rineking; seit 1994 Zusammenarbeit mit Szenenbildner J.Feldmeier bei Film und Fernsehen im Bereich Bühnenbau; 1999-2000, Zusammenarbeit mit Bühnenbildner »S.Hageneier im Bereich Skulptur für die Installation “14 Stations” von »R.Wilson; jetzt in Oberammergau, Peiting und München tätig; seit 1998 Mitglied im KBG;
“Aus alten, gefundenen Holzstücken fügt Richard Vinotti sein Objekt ›Gitarrist‹ zusammen, das bei aller Rohheit der handwerklichen Verarbeitung ausgewogen wirkt.” (GPT 1988, »R.Härtl);
Ausstellungen: Augsburg, Friedberg; seit 1988, Kurhaus Garmisch; München, Murnau, Oberammergau; Werk: 1993-97 “Männlicher Torso” weißer Carrara (Abbildung Lang); Literatur: GPT 31.5.1988/ 7.8.1997/ 6.6./15.7.2000, KBG, Lang, Buchwieser2;

Vögele, Franz; Kunstschmied, klassische Formen; Vater von »M.V.; Werkstatt in Seehausen, Am Fügsee 42; Literatur: GPT 31.12.1993;

Vögele, Markus; Kunstschmiedemeister; *1965; Seehausen; Sohn von »A.Sponnier und »F.Vögele, Neffe von »P.Vögele;
›Die Familie Vögele stammt ursprünglich aus Eichstätt‹, erzählt der 27jährige, ›bereits im Mittelalter waren meine Vorfahren als Schmiede tätig. Mein Urgroßvater ist um die Jahrhundertwende auf der Walz hierher gekommen und hat in einen Seehauser Bauernhof eingeheiratet.‹ ... Seine Ausbildung erhielt er im elterlichen Betrieb – mit dem Ergebnis einer hervorragenden Gesellenprüfung, bei der er als Innungssieger abschloß. Eine Fülle von neuen Erfahrungen erwartete ihn bei dem Südtiroler Kunstschmied Franz Messner in Klobenstein. ›In diesem Dreivierteljahr habe ich vor allem gelernt, mit Bronze zu arbeiten.‹” (GPT 1993);
1993 Meisterprüfung, als bester von 28 Absolventen;
Ausstellung:
2002 Seehausen; Literatur: GPT 31.12.1993 (Porträt, Abbildungen)/ 21.3.2000;

Vögele, Peter; Bildhauer, Kunstschmied; *13.3.1949 Seehausen; lebt ebenda, Dorfstraße 7; Werkstatt in Seehausen, Am Fügsee 42; 1965-71 Ausbildung und Arbeit als Kunstschmied; 1971-72 Studium an der Schnitzschule Oberammergau, 1972-78 ABK München bei G.Brenninger, 1976-78 Meisterschüler, Abschluß mit Diplom; Mitglied des Murnauer Kunstkreises “Das Quadrat”, in “Der Kreis”, seit 1995 im KBG und in der NMK;
P.Vögele: “Über das Schmieden bin ich zur Bildhauerei gekommen, ein Teil meiner Skulpturen ist daher auch aus Eisen. Ein besonderes Erlebnis dabei ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Material, oft auch an der Grenze der physischen Belastbarkeit. Auch wenn ich in anderen Werkstoffen arbeite, ist das Material für mich das Grunderlebnis. Rhythmus, Architektur und Symbolik sind die Komponenten auf dem Weg von der Idee zur Plastik.” (Ki);
“Seine Objekte beziehen aus dem Wechselspiel zwischen ›leerem‹ Raum und plastischen Volumen ihre Spannung: die dynamisch in den Raum ausgreifenden, konvex und konkav gekrümmten Formen erinnern an organische Naturgebilde (›Notenbaum‹) und -prozesse, wie vom Wasser ausgehöhlte Steine und schmelzenden Firnschnee (›Echo‹ 1977). Peter Vögele sucht während des Arbeitens die intensive, bis die Grenze der physischen Belastbarkeit gehende Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Eisen, der der formenden Hand starken Widerstand entgegensetzt. Seine Objekte entstehen so in einem Schaffensprozeß, bei dem sich künstlerische Intuition und bewußt kontrollierter Umgang mit dem glühenden Metall die Waage halten.” (GPT 1986, »R.Härtl);
Ausstellungen: Friedrichshafen, Garmisch-Partenkirchen, Kronach, Lindau, München, Murnau, Nürnberg, Weilheim, Würzburg, USA; 2000, Murnauer Skulpturentage (Katalog); Wanderausstellung Amerika und Kanada; Werke: Grainau, Friedhof, “Kreuz” (Martin Resch); Murnau, Untermarkt, vor dem Griesbräu “Rottbrunnen” und vor dem Angerbräu “Wasser Art”; Murnau, Friedhof, 1994 “Strahlenkreuz” (Jansen) und 1996 “Kreuz” (Kiehn); 1995, Murnauer Moos, nahe dem Steinbruchsee, Gedenkstein für Dr. Ingeborg Haeckel und »Prof. Max Dingler (Abbildung GPT 26.4.1995); Penzberg “Denkmal für den Kohlebergbau”; Oberammergau, 1980, alter Friedhof, “Kreuz” (Schuster); 1993, neuer Friedhof, “Kreuz” (Metzele); 1980, Schlehdorf, Friedhof, “Kreuz” (Ruder);
Literatur: Ki, Berufsverband (Porträt), KBG, GPT 17.1.1977 (Abbildung)/ 18.7.1981/ 23.10.1981 (Abbildung)/ 24.1.1986 (Abbildung)/ 31.12.1993/ 26.4.1995/ 21.3.2000 (Porträt)/ 9.12.2000 (Abbildung)/ 18.3.2002 (Porträt), KB 2.2.2001;

Vögele, Xaver; Kunstschmied; Seehausen; Werke: Seehausen, Friedhof, Kreuze (Math. Hohenleitner) und 1956 (Josef Rasch);

Völker, Marc; Bildhauer, freie Arbeiten in Stahl, Holz, Glas, Auftragsarbeiten: Möbel, Objekte, Figuren; *1964 Weilheim; lebt in Uffing, Hechenrainerstraße 6, Ausstellungsraum in Murnau, Grüngasse 6; 1987-88 Praktikum bei »H.Elflein; 1989 Gründung von “Stahl Total” mit Schlossermeister »S.Kupfer; Ausstellungen: München, Weilheim; 2000, Murnauer Skulpturentage (Katalog);

Völkl, Joseph; Friseur, Maler, naiv, Figürliches, Landschaften; †24.8.1982; in Garmisch-Partenkirchen tätig; Mitglied in “Der Kreis” und im Verein Bayerischer Krippenfreunde; Ausstellungen: Seit 1975, Garmisch:
“Sein großes Format ›Weltmeisterschaft 74‹ kann man durch die köstliche Schilderung der fahnenschwenkenden, jubelnden, bunten Zuschauermassen und der dramatischen Ereignisse auf dem grünen Rasen nur als malerischen ›Knüller‹ bezeichnen. Die prickelnde Atmosphäre konnte kaum unmittelbarer und lebensechter eingefangen werden!” (GPT, »R.Härtl); Literatur: GPT 11.2.1975 (Abbildung), DBK/242;

Vörkel, Gerhard; Maler, Holzschnitzer, Autodidakt; Garmisch-Partenkirchen, Burgrain; Ausstellung, 1989, Burgrain, ausgestellte Werke, Gemälde: “Eibsee” und “Alte Kirche mit Kramer”; Schnitzwerke: “Madonna” und “Zwei Engel”; Literatur: Burgrain;

Vogel, Lukas (R.); Maler, Landschaften, Berge; *1959 Zofingen/Aargau; ebenda tätig; 1980 Abschluß einer Augenoptikerlehre;
“Lukas Vogel fühlt sich der Tradition verpflichtet, er malt seine Landschaftsgemälde in klassisch-realistischer Art, dies jedoch ohne mit der objektiven Fotografie konkurrieren zu wollen. Vogel geht hier noch weiter, indem er auf das Wesentliche reduziert, ohne für den Betrachter erkennbar werden zu lassen, dass etwas fehlen würde.” (Prospekt);
Ausstellungen: Viele in der Schweiz; Garmisch-Partenkirchen, Galerie Jaud; Werke: Motive aus dem Wettersteingebirge; Literatur: GPT, Prospekt der Galerie Jaud;

Vogel, Maria; Photographin; Garmisch, Griesstraße 3; Literatur: A1953;

Vogel, Wolfgang (Dipl.-Ing.); Innenarchitekt, Aquarellist; *7.9.1937 Partenkirchen; lebt ebenda Hölzlweg 23; 1958-62 Studium an der ABK München bei J.Hillerbrand und P.Nestler, zuletzt Meisterschüler; seit 1969 Fachlehrer an der Fachakademie für Schreiner in Partenkirchen; Mitglied in der Werdenfelser Künstlergilde; Ausstellung: 1987, Garmisch; Literatur: Hartmann, Heyelmann, Architektenliste, GPT 10.1.1987;

Vogeler, Heinrich (Johann, Vogeler-Worpswede); Maler, Graphiker, Architekt, Bühnenbildner, Illustrator, Dichter; * 12.12.1872 Bremen – †14.6.1942 bei Karaganda (UdSSR, Kasachstan, verhungert); Studium an der ABK Düsseldorf; seit 1894 in der Künstlerkolonie Worpswede; seit 1899 Mitarbeiter der Zeitschrift “Die Insel“;
1907 mit seiner Frau Urlaub in Partenkirchen;
“Aber auch seine bei Kriegsbeginn noch vorhandene, religiös verklärte Sehnsucht nach einer neuen Ordnung ... bestimmte Vogeler, im Alter von fast 42 Jahren am 1. September 1914 in Oldenburg als Kriegsfreiwilliger den Dienst aufzunehmen. Zunächst wurde er dort im Reiten unterwiesen, dann im Dezember 1914 für das ›2. Schneeschuhbatallion‹ ausgewählt und zur Ausbildung nach München und nach Partenkirchen [Januar 1915] geschickt ... in Partenkirchen kam es zu einer letzten, seltsamen Begegnung mit seinem ehemaligen Freund Rilke ...” (Bresler);
“Das zweite Schneeschuhbataillon wurde nach Partenkirchen abtransportiert. Wir mußten Skijöring lernen mit der Kavallerie. Nun bestand unser Bataillon nicht nur aus geübten Schneeschuhläufern, sondern auch aus jenen fatalen Elementen, die. die Regimenter abzustoßen suchten. Das wurde beim Militär so gemacht, daß der Feldwebel einfach befahl: Morgen in der Schreibstube melden! Du kannst Schneeschuhlaufen. Ich hatte aber meine Freude daran, wie schnell gerade diese Burschen, die noch nie auf den Brettern gestanden hatten, lernten, die Balance ihres Körpers zur Auswirkung kommen zu lassen. Wenn ich vom Exerzieren frei war, besuchte ich einige Plätze, wo ich mit Martha vor Jahren gewesen war. Da gewahrte ich einmal vor einem Hotel einen Schlitten, in dem eine in Pelz gehüllte rothaarige Frau saß. Am Schlitten stand Rainer Maria Rilke. Freudig ging ich auf ihn zu und wollte ihm die Hand reichen. Er aber wandte sich kalt ab und stieg ein. Der Schlitten sauste ab. Offenbar wirkte ich in meinem Feldgrau wie ein Gespenst auf ihn, hatte er doch mit dazu beigetragen, daß mein Leben und meine Arbeit in engen Schranken blieb, in denen auch er mit der Romantik seiner eigenen Träume sich bewegte. Jetzt mag er gefühlt haben, daß ich diese Schranken gesprengt hatte. Bittere Enttäuschung für ihn. Mag auch sein, daß er in mir einen Kriegspatrioten sah. Ich war nicht einmal mehr enttäuscht, als ich den Schlitten in der Ferne der Straße entschwinden sah. Aber in dem Blick, der an einem vorbeisieht, hatte ich plötzlich einen Zug entdeckt, der den Charakter des Menschen von einer neuen Seite zeigt, seine Wesenheit plastischer macht.” (Heinrich Vogeler, Erinnerungen);
1923-24 und 1926-27 Reisen in die Sowjetunion; Mitarbeit im Zentralvorstand der RHD (Rote Hilfe Deutschlands), Mitbegründer der ARBKD; 1931 Übersiedlung in die UdSSR, dort tätig im Komitee für Standardisierung der Bauwirtschaft, Arbeit als Bühnenbildner, publizistische Tätigkeit für Emigrantenzeitungen; 1941, nach dem Einmarsch der deutschen Armee, nach Kasachstan verbannt;
“In Heinrich Vogeler begegnen wir einer faszinierenden Künstlerpersönlichkeit, deren Entwicklung und Schicksal exemplarisch für die Ideale und gescheiterten Hoffnungen im ersten Drittel dieses Jahrhunderts stehen können. Sein Lebensweg führt den Sohn aus großbürgerlichem Haus in die Selbstinszenierung als Märchenprinz, läßt ihn zum romantischen Sozialreformer und dann zum überzeugten Kommunisten werden und endet schließlich mit dem tragischen Hungertod in der kasachischen Steppe. ... Es war bezeichnenderweise Joseph Beuys, der in seinen letzten Lebensjahren in Heinrich Vogeler einen Seelenverwandten erkannte. Ihm schien hier sein ›erweiterter Kunstbegriff‹ bereits vorweggenommen, der zwischen künstlerischer Arbeit und praktischem gesellschaftlichen Handeln nicht trennt.(Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen, Ausstellungskatalog, 1997);
Ausstellungen: 1997, Bietigheim-Bissingen; 1998, Museum Künstlerkolonie Worpswede, Barkenhoff-Stiftung “Heinrich Vogeler und der Jugendstil” (Katalog im Dumont-Verlag); Werke: Worpswede, Archiv;
Literatur: ThB, Vo, Dr1930, Schweers, Reclams, Gorenflo, Heck, Killy, Antonowa (Abbildungen); S.Bresler, H.V., rororo-Monographie, Hamburg, 1996; H.V., Erinnerungen,
herausgegeben von Erich Weinert, Berlin, 1952; Rief, H.-H., Heinrich Vogeler, Das graphische Werk, Lilienthal, 1983; Arntz, Werkverzeichnis der Druckgraphik; Mg: Ligiert HVW;

Vogl, Josef; Maler, Landschaften; *1913; †1986 Eschenlohe; auch in Ohlstadt, Weichs 3, tätig; Werk: “Moos mit Gebirge” (Sammlung KSK); Literatur: A1953/58;

Vogler, Kurt; Maler, Landschaften; *10.10.1893 Hamburg; Schüler von H.Bachmann in Düsseldorf und J.Moos an der KGS in Luzern; in Leipzig und viele Jahre in Unterammergau tätig; Ausstellung: 1938, Leipzig; Literatur: Vo;

Vogt, Karl; Bildhauer; *Memmingen – †Bad Bayersoien; Studium an der ABK München; in Partenkirchen, Sonnenbergstraße 7 (früher St.-Antonstraße 194), tätig; 1905-1935 (1916-1918 im Krieg) Lehrer für Schnitzen, Modellieren und Fassen an der Schnitzschule Partenkirchen; Werke: 1913/14 Entwurf für die neue Fassadenbemalung der alten Schnitzschule Partenkirchen und 1913/14 Schneeplastiken für das Wintersportfest in Garmisch-Partenkirchen; Literatur: Rock, Heyelmann, A1912;

Vogt, Klaus; Kunsthandwerker, Bildhauer, Installationen, auch Holzspielzeug, Schnürlkasperl, Photograph; *1950 Oberammergau; seit 1985 ebenda, Ettaler Straße 18 (St.-Gregor-Weg 56), Werkstatt für Holzspielzeug mit »K.Braun und »M.Wagner; 1986-89 Spurensuche mit »Prof. Nikolaus Lang in Australien;
“Mit Klaus Vogts gedankenschweren, allgemein menschliche und zeittypische Fragen thematisierenden Installationen fand endlich auch der erweiterte Kunstbegriff der ›privaten Mythologien‹ Einzug in die Jahresausstellungen des Künstlerbundes.” (KBG, »R.Härtl); Mitglied im KBG und im »St. Lukasverein; 2002 Kandidat der SPD zum Kreistag Garmisch-Partenkirchen; Ausstellungen: Europaweit, New York, Tokio; 1998, Garmisch-Partenkirchen, Burgrain; 2000, Oberammergau; Werke: 2000 “Debris: Bruchstücke, Trümmer z.B. nach Katastrophen wie Wirbelstürmen oder Erdbeben”, “Schnürlkasperl” (Abbildungen Lang); Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 1997/ 26.11.2000; Literatur: KBG, GPT 16.6./20.6.2000/ 1.2.2002, Lang, Buchwieser2;

Vogt, Paul; Keramikmeister; *18.3.1912 Naumburg/Queis – †29.5.1998 Pang/Rosenheim; hatte ebenda Keramikwerkstatt; 1966-83 Leiter der Kocheler Keramik (»E.Groeber); Nachfolgerin war seine Tochter »J.Feindor; Literatur: Kellner;

Vogt-Vilseck, Max; Maler, Landschaften; *1902 Landshut; in Gauting tätig; “Kam erst 1942 zur Malerei und bildete sich im wesentlichen autodidaktisch unter der freundschaftlichen Anleitung und Förderung von »Professor Paul Hey. Sein großer Erfolg beruht vor allem auf der hervorragenden Solidität seiner malerischen Technik und seiner liebevollen Verbundenheit mit der Natur.” (Hanfstaengl); Werke Gemälde: “Loisachtal mit Blick auf die Zugspitze”, “Blick vom Wank auf die Zugspitze im Wettersteinmassiv” und “Heuernte am Staffelsee” (Abbildungen Hanfstaengl, GPT); Literatur: Hanfstaengl, GPT 17.5.2001 (Abbildung);

Voja, Bernd; Maler, Aquarellist, CamaÏeu Blau und Purpur (einfarbig-gegenständlich), sowie mehrfarbig, in Öl und Aquarell, Tuschebilder (Japanpinsel) und Tuschezeichnungen, Landschaften, Meeresbilder, Blumen, Tiere, Stilleben; *16.10.1956 München; Jurastudium, für eine Versicherungsgesellschaft tätig; Heirat mit »Manuela V.; lebte in München und Uffing; seit 1999 Atelier in Partenkirchen, Paul-List- Straße 5 (BMVoja@t-online.de); Schüler von Johann Anton Marxmüller (Graphisches Zeichnen und Materialkunde), im übrigen Autodidakt; seit 1985 Mitglied im Ebersberger Kunstverein;
“Die intensive Auseinandersetzung mit der europäischen, asiatischen und der byzantinischen Kunst prägten nicht nur das Empfinden, sondern gleichzeitig das eigene künstlerische Schaffen. Von der abstrakten Malerei kommend, erfolgte bald die Hinwendung zur gegenständlichen Darstellung.” (Voja);
1975-2001 über sechzig Ausstellungen, seit 1992 ständige Präsentation im Heimatmuseum von Uffing am Staffelsee; Einzelausstellungen: Athen, Ebersberg, Bad Homburg, Herrsching, München, Ottobrunn, Uffing, Würzburg u.a.;
Werke: Heimatmuseum Uffing; Allianz Versicherung AG, München; Deutsche Bank AG, München; GWV-AVUS GmbH (ARAG-Konzern); Literatur: GPT 11./12.11.2000, Murnauer Tagblatt 31.7./1.8.1999, KB 6.08.1999, Süddeutsche Zeitung/Ebersberg 23.05.1986; Mg: Ligiert BV;

Voja, Manuela (*Hartl); Handbuchbinderin, Zeichnerin, Cartoons, Tiere, Äffchen; *2.7.1970 München; 1985-88 in der Universitätsbuchbinderei München tätig; Heirat mit »Bernd V.; seit 1999 Atelier in Partenkirchen, Paul-List-Straße 5 (Telephon 0 88 21/75 28 57); Atelierausstellungen in Partenkirchen; Werke: Im Eigenverlag; seit 13.2.2003 in Forum Magazin fürs Allgäu, Außerfern und Werdenfelser Land; Mg: Ligiert Vj;

Vokac, Edwin; Maler; Mitglied im »Werdenfelser Künstlerbund; Ausstellung: 1973, Garmisch; Literatur: GPT 5.3.1973;

Volbrecht, Kurt; Maler, Photograph, Landschaften; Uffing; Ausstellung: 2002 Uffing; Literatur: GPT 5.7.2002 (Abbildung);

Volland, Max; Bildhauer, Drechsler und Schreinermeister; “Werkstätte für Raumgestaltung, Stil- und moderne Möbel – Schnitzereien – Drechslerarbeiten, Tischler-, Bildhauer-, Drechslermeister, Mitglied der Reichskulturkammer, Voranschläge – Skizzen unverbindlich, Gute Bauernmöbel, gebrannt, sandgeblasen und bemalt.” (A1937); Garmisch-Partenkirchen, Promenadestraße 7, Windschäufelnstraße 13 und Bahnhofstraße 83, Wohnung Alleestraße 17 (27); Werk: 1924, Partenkirchen, evangelische Johanneskirche, Altar (Entwurf von »G.Bestelmeyer); Literatur: A1927-53, Sudholt (Anton Jocher);

Vollmar, Fritz; Pflanzenkundler, Photograph; Werke: “Das Murnauer Moos”, München, 1941 (Mitautor und viele Photos, »M.Dingler);

Volpini, Joseph (Vulpini, Giuseppe, Joh. Joseph, Wolpini D. Magistris); Bildhauer, Steinmetz, Marmorierer, Stukkateur; 1711 erstmals erwähnt; †15.11.1729 München;
“Ausgebildet in der oberital. Marmorsteinmetzkunst, aber auch in Modellierkunst u. Stukkatur. Zunächst nachweisbar tätig an den Höfen von Ansbach u. Würzburg; dann in München, wo ihn Kurf. Max Emanuel zum Hofbildh. (Werkstätte in Neudeck vor München) bestellte.” (ThB, N.Lieb);
Werk: Um 1725 Ettal, Kloster Haupttreppenhaus, Reliefbüste des Kurfürsten Max Emanuel; Literatur: ThB, Nagler, Valentin, Koch1/2;

Voltz, Johann Friedrich (Prof.); Maler, Aquarellist, Zeichner, Radierer, Landschaften, Tiere, Kühe, Pferde; *31.10.1817 Nördlingen – †25.6.1886 München (Grab im alten Südlichen Friedhof); erste Studien bei seinem Vater, dem Maler und Kupferstecher Johann Michael Voltz; mit 14 Jahren konnte er schon seinen Vater mit vollwertigen Arbeiten unterstützen und mit 17 Jahren 12 Blätter Radierungen vorlegen so daß er 1834 an der ABK München aufgenommen wurde; blieb aber hier nicht lange und bildete sich autodidaktisch weiter; ab 1835 unternahm er in den jeweiligen Sommern viele Malreisen rund um München, dann in den Bergen von Bayern, Tirol und Salzburg;
1835 wanderte V. mit seinem Malerfreund »Jörg Förster zum ersten Mal nach Werdenfels und Tirol: “Wochen hat Friedrich Voltz auf den Almen verbracht und manchen Gipfel bestiegen. Bei schlechtem Wetter hat es durch die Schindeldächer geregnet, und die Künstler mußten um ihre Arbeiten fürchten.” (Hamberger); Freundschaften mit »Carl Spitzweg und »Eduard Schleich d.Ä.; Studienreisen mit Schleich, 1841 durchs Inntal und 1871 nach Italien; Auswahl seiner Studienreisen: 1835, Kochelsee, Walchensee, Garmisch, Innsbruck; 1840, Kochelsee, Weilheim; 1849, 1868, 1870/72 und 1874 Kochelsee;
1867 erhielt V. von König »Ludwig II. den bayerischen Verdienstorden und den Professorentitel verliehen; V. wurde auch zum Ehrenmitglied der ABK München und zum “Wirklichen Mitglied” der Akademien Berlin (1869) und Wien (1870) ernannt;
Werke, Zeichnungen (im Familienbesitz der Voltz): 26.8.1835 in Partenkirchen “Simon Resch, der erste Besteiger der Zugspitze [Ostgipfel] am 16.8.1823, zum zweiten Mal am 17.8.1834 mit Johann L[i]evert und seinem Sohn.” (Hamberger); 26.7.1840 “Der Kochelsee”, Juli 1842 “Kreutzalm am Kreutzeck”, 11.8.1849 “Almidyll oberhalb des Walchensees”, 8.8.1861 “Bei Schlehdorf”, Museum Dresden; Gemälde: “Kochelsee mit Blick auf Jochberg” (Ne 1983); 1850 “Viehherde an der Benediktenwand” (109 x 243 cm, Ne 1983);
Literatur: Hamberger, BMM, ThB, Boetticher, Miller, Hufnagel, Wi, Wichmann1, Schweers, Oldenbourg, Uhde-Bernays, WK 1940, Bühler, Heck, Well, Aigner, Schmid1/2, Pe, Ruhmer1; Mg: V.I.; F.V.;

Voltz, Ludwig (Gustav Louis); Maler, Zeichner, Illustrator, Tiere, Landschaften; *28.4.1825 Augsburg – †26.12.1911 München; Bruder von »Johann Friedrich V.; 1850/51 Studium an der ABK München; “Malte für die Fürsten Thurn u. Taxis u. von Wallerstein viele Pferdebildnisse, ferner zahlr. Jagdbilder u. Landschaften mit Gemsen, Hirschen, Rehen, Füchsen, Ebern, Federwild, Hunden. Seine Bilder ›gingen kistenweise nach Amerika‹.” (ThB); Mitglied der MKG; Werk: Vor 1850, Bleistiftzeichnung “Ansicht der alten Garmischer Pfarrkirche St. Martin von Südosten” (Partenkirchen, WFM; Abbildung Grafschaft); Literatur: BMM, Boetticher, Wi, ThB, Grafschaft (L.Koch), Schweers, Heck;

Volwahsen, Dorothee; Bildhauerin, Graphikdesignerin; *1933; lebt in Murnau, Hermannswies 4; 1952-56 Studium freie und angewandte Graphik in Bielefeld, Fachhochschule für Gestaltung; 1956-88 Schülerin und Mitarbeiterin ihres späteren Ehemannes »H.Volwahsen; 1991 Studium an der Sommerakademie Salzburg bei Josef Zenzmaier; Ausstellung: 2000, Murnauer Skulpturentage (Katalog);

Volwahsen, Herbert (Prof., Ernst); Bildhauer, Holz, Stein und Bronze; *11.10.1906 Schellendorf/Schlesien – †23.3.1988 Uffing (Grab in Murnau); 1922-25 Studium an der Holzschnitzschule in Bad Warmbrunn/Riesengebirge, 1925-31 bei Albiker und Born an der Akademie Dresden; lebte ebenda bis 1953;
“1946 organisierte er die ›1. Deutsche Kunstausstellung Dresden‹ in Zusammenarbeit mit Karl Hofer, Will Grohmann, Joseph Hegenbarth und Max Pechstein, in der die vom Nationalsozialismus verfemte Kunst erstmalig wieder gezeigt wurde. 1952 Kunstpreis der Stadt Köln. 1953 Übersiedlung in die Bundesrepublik. ... 1956 bis 1964 Leiter der Fachgruppe Plastik an der Werkkunstschule in Bielefeld. 1964 bis 1972 Professor an der Fachhochschule in Dortmund. ... Ob in Bronze oder Stein, im Monumentalen oder der kleinen Dimension verbindet Volwahsen formale Geschlossenheit und Großlinigkeit mit geistigem Ausdruck, was, wie wir meinen, heute nicht selbstverständlich ist. Am figuralen Werk Volwahsens erkennen wir die Abstraktion in ihrer eigentlichen Sinnbedeutung. Im Verzicht auf das realistische Detail transfiguriert er die menschliche Erscheinung zur reinen Form. Die ausgewogene und entspannte Ruhe, die uns aus den meisten Arbeiten entgegenströmt, resultiert aus starker Spannung und Konzentration.” (Ki, Dr.E.Schremmer);
Mitglied der MKG und der Künstlergilde Esslingen; Ausstellungen: Viele im In- und Ausland; seit 1942, München, Haus der Kunst; Werke: Museen Bielefeld, Dresden, Erfurt, Halle/Saale, Köln, Mannheim und Regensburg;
Literatur: Vo, DCK 1936/37, Scholz 10/1942, Deutscher Künstlerbund, A1973, Schloßmuseum2, Scheibmayr2, Wichmann1, Die Kunst 52/1953/54, Ki, Hruschka3;

Volz, Wilhelm; Maler, Illustrator, Radierer, Lithograph, Historiendarstellungen, Genre; *8.12.1855 Karlsruhe – †7.7.1901 München; 1875-82 und 1886 Studium an der Kunstschule in Karlsruhe; 1882-83 in Paris bei Jules J. Lefebvre (Lefèvre) und Boulanger; seit 1886 meist in München; beeinflußt von Burne-Jones; Mitbegründer der Secession; Freundeskreis Walther Siegfried in Partenkirchen; Werk: Um 1896, Partenkirchen, Villa Walther Siegfried, Mosaikbild “Adam und Eva”; Literatur: BMM, Boetticher, ThB, Heise (Abbildung), Siegfried1/2, Jugend, Wichmann1; Mg: Ligiert WV;

Vordermayer, Rupert; Maler, Zeichner, Genre; *23.6.1843 Holzkirchen – †20.6.1884 München; seit 1864 in München tätig; um 1880 Zeichenlehrer an der Schnitzschule Partenkirchen; Werke: Um 1875 zusammen mit »Michael Sachs Vorzeichnungen für die Holzstiche “Der Rassenkeller in Partenkirchen” (Abbildung Rock) und “Transport der Kreuzigungsgruppe über den Ettaler Berg”; Literatur: Rock, ThB, WS (andere Lebensdaten), Heyelmann, Mohr3 (H.W.Klinner);

 

Waagen, Adalbert; Maler, Landschaften, Hochgebirge; *30.3.1833 München – †15.4.1898 Berchtesgaden; 1855 wurde er Schüler von Albert Zimmermann in München und ging mit ihm 1859 nach Mailand; 1860 in München; 1868 Atelier in Berchtesgaden; 1891 königlicher Prof.; Mitglied der MKG; Werke: Museen München und Würzburg; Gemälde “Murnauer Moos”; “Im Loisachtal” (Abbildung Hanfstaengl); Literatur: BMM, Boetticher, Wege, ThB, Hanfstaengl, Schweers, Uhde-Bernays;

Wach, Hugo (Prof. Dr., Carl Corn); Maler, Landschaften, Architekt; *4.4.1872 Tübingen – †31.7.1939 Murnau, Hagener Straße 263a; “Schüler d. Techn. Hochschule München u. Gerald Horsley`s in London. Selbständig seit 1910. 1919/35 Prof. an d. Techn. Hochsch. in Berlin-Charlottenburg.” (ThB);
“Er hat die Architektur Venedigs künstlerisch gesehen und zeichnerisch vollendet wiedergegeben.” (Grabinschrift in Murnau);
Ausstellung: 1922, Murnau; Werke: Murnau Schloßmuseum, Zeichnungen und Materialien; Literatur: ThB, Salmen1, Gebhart1, Scheibmayr2, Zeitler, SM, MAM, Hruschka3;

Wachter, Lieselotte von; Photographin; Gründungsmitglied des »Kofel-Kamera-Clubs; Literatur: GPT 20.4.2000;

Wackerle, Franz; Maler, Autodidakt; *13.10.1922 Partenkirchen; in Garmisch-Partenkirchen, Burgrain tätig; “Franz Wackerles ›Alpspitze‹ verbindet liebevolle zeichnerische Detailschilderung, z.B. der Wetterfichten, mit stark romantisierenden Stimmungswerten.” (GPT 1975, »R.Härtl);
Mitglied im »Werdenfelser Künstlerbund;
Ausstellungen: Garmisch; 1989, Burgrain, ausgestellte Werke: “Drei Zinnen”, “Wamberg im Vorfrühling” und “Alpspitze vom Kreuzeck”; Literatur: Burgrain, GPT 11.1.1975;

Wackerle, Josef II (“zum Schlamp”); Baumeister, Bautechniker; *18.12.1849 – †8.12.1915 Partenkirchen; ebenda, Ludwigstraße 47 (heute Werdenfels-Museum) tätig; Vater von »Joseph W.; Werke, Partenkirchen: 1894, Münchner Straße 5 “Villa Josef Wackerle”; 1894, Ludwigstraße 27 “Haus »Baudrexl”, Hausumbau im Stil des Historismus; 1891, Krankenhaus, “dessen Entwurf für ein dreigeschossiges Gebäude als ungeeignet verworfen wurde” (Ostler2); 1908, Mittenwalder Straße 16, Landhaus mit Halbwalm, Fachwerkgiebel und –kniestock (auch fälschlich J.W. jun. zugeschrieben); Literatur: A1912, A1937, Ostler2, BLD;

Wackerle, Joseph (Prof., Josef, “zum Schlamp”); Bildhauer, vor allem in Holz und Stein, Maler, Kunstgewerbe-Entwurfzeichner, Krippenschnitzer, Keramiker, Zeichner, Aquarellist, Landschaften, Architektur; *15.5.1880 Partenkirchen, Ludwigstraße 47 (heute Werdenfels-Museum) – †2.3.1959 Partenkirchen, St. Anton 2; ...

Wackerle-Braun, Margareta (*Braun); Weberin; *1945 Garmisch-Partenkirchen; Tochter von »E.Braun-Tellander und »H.Braun; Studium an der KGS Basel und an der Konstindustriskolan Göteborg (Textil); seit 1970 Webatelier in Garmisch-Partenkirchen; seit 1971 Mitglied der GEDOK und später in “Der Kreis”;
“Der Webtechnik gewann sie ganz neue Verfahren und künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten ab. Eine Erfindung der Künstlerin sind z.B. die ›Raumteiler‹; reliefartige Webereien, die nicht an die Wand, sondern mitten im Zimmer an die Decke gehängt werden: Dadurch gliedern und teilen sie Innenräume auch mit reizvollen räumlichen Strukturen. ... Der interessierte Kunstfreund wird von dem ungewöhnlichen Gefühl der Weberin für fein differenzierte Farbwerte ebenso fasziniert sein wie von ihrer Fähigkeit, abstrakte Flächenformen harmonisch auszubalancieren.” (GPT 1975, »R.Härtl);
B. “... hat das malerische Talent ihrer Mutter Eva – sie zeigt ein visionäres ›Rapsfeld‹ – geerbt und ›malt‹ ihre Webarbeiten äußerst geschmackvoll, diesmal als ›Kompositionen in Blau‹.” (GPT 1971, »H.Schott);
Ausstellungen: Mit der GEDOK; seit 1971, Garmisch; Literatur: GPT 24.6.1971/ 15.11.1975 (Abbildung);

Waderé, Heinrich (Prof., Wadere); Bildhauer, Medailleur; *2.7.1865 Kolmar/Elsaß – †27.2.1950 München; Lehre in einer Schnitzerwerkstätte, dann Studium an der ABK München bei »Syrius Eberle; seit 1900 Prof. für figurale Bildhauerei an der Akademie für angewandte Kunst München; enge Verbindung zur Schnitzschule Oberammergau;
“Über seine Kunstauffassung schrieb er einem Schüler folgende Worte ins Stammbuch: ›Schaffe jeder, so gut er kann, bleibe er sich treu, gebe er das, was er geben muß, seine Seele in seinem Werk, und er wird nicht umsonst gelebt haben.‹” (Breuer, 1937); Ausstellungen: Seit 1900 im Münchner Glaspalast;
Werke: Viele Denkmäler in München, so 1913, Prinzregentenplatz, Denkmal “Richard Wagner"; Literatur: ThB, Vo, Doering, Heilmeyer2 (Abbildungen), Schnell, Reclams, Heck, Feldigl, Breuer (Porträt), Alckens, Zull2;

Wäger, Jette; Malerin; Garmisch; Mitglied des »Kunst Seminars Werdenfels; Gemeinschaftsausstellung: 1986 Murnau;

Wagenbauer, Max Joseph (Wagenbaur, Josef); Maler, Zeichner, Aquarellist, Lithograph (seit 1800, einer der ersten), Landschaften, Tiere; *28.7.1774 (1775, Aigner) Öxing/Grafing – †12.5.1829 München (Grab im alten Südlichen Friedhof); Studium an der Zeichenschule bei »J.J.Dorner d.Ä. und bei J.C.v.Mannlich in München; W. erhielt seit 1801 die kurfürstliche Künstlerpension; 1802 zum Hof- und Kabinettszeichner, 1815 zum Inspektor der Königlichen Gemäldegalerie ernannt; 1814 Studienreise durch Oberbayern;
“... Landschafts- und Thiermaler, ein ausgezeichneter, größtentheils in der Schule der Natur gebildeter Künstler. In seinen Arbeiten, worin die Thiermalerei meist mit der Landschaftsmalerei verbunden ist, vereinigt sich richtige Zeichnung und ungezwungene Zusammenstellung mit klarer, fleißiger, dennoch freier Behandlung und naturgetreuer Färbung.”
(Campe, 1833);
“Die gleichzeitige Kunst kennt nichts, was ihnen an innerster Wahrheit des Landschaftscharakters, der geologischen Gliederung und persönlicher Stimmung, an Lichtklarheit und Duftigkeit der Farbe gleichkommt. Hier ist er der erste vollendete Heimatschilderer.”
(ThB, P.F.Schmidt);
Werke, Gemälde: 1810 “Vieh auf der Weide”, im Hintergrund Seehausen und “Weideplatz in der Nähe des Riegsees bei Murnau” (München, Bayerische Staatsgemälde-Sammlungen);
Aquarelle (München, Staatliche Graphische Sammlung): “Ansicht von Murnau von Südosten” (Abbildung Gebhart2 und Wi), “Blaue Gumpe im Reintal”, “Blick über das Loisachtal bei Garmisch-Partenkirchen” (Abbildung Ruhmer2), “Ettal”, “Riegsee bei Murnau” und “Ruine Werdenfels”;
“Das älteste Exponat bei Pritschow, ein 1806 datierter, in kühlen Blau- und Grautönen aquarellierter, die Lichtwirkungen sachlich protokollierender ›Blick auf Garmisch‹ ... gehört zu den größten Kostbarkeiten der Ausstellung.” (GPT 1987, »R.Härtl);
Literatur: Campe, Nagler, ThB, Boetticher, BMM, Wolf2 (Abbildung), Wi, Wege, Gebhart1/2, Hanfstaengl, Ho Tafel III (Ettal), Ruhmer2, Reclams, Hufnagel, Roth (Abbildungen), Rattelmüller2, Schweers, Lankheit1, Oldenbourg, Uhde-Bernays, Bögle, Ludwig, Aigner, Bühler, Spichtinger, GPT 11.12.1987; Jahrbuch des Historischen Vereins Murnau, Murnau, 1989 (Abbildung), forcheida November 1992/ April 1997; Barbara Heine, M.J. Wagenbauer, (WVZ mit vielen Abbildungen), Oberbayerisches Archiv 95. Band, München, 1972;

Wagmüller, Michael (Prof.); Bildhauer, Porträtbüsten, Genremaler; *14.4.1839 Karthaus-Prüll/Regensburg – †26.12.1881 München (Alter Nördlicher Friedhof, eigenes Grabmal); Werkstattausbildung als Steinmetz bei A.Sickinger; “[seit 1855] Schüler der Münchner Akad. (M.v.Widnmann). Seit 1860 selbständig. Betätigte sich zeitweilig aus Mangel an bildhauer. Aufträgen als Genremaler. Zwischen 1868 u. 1874 wiederholt in London, wo er in der Roy. Acad. ausstellte.” (ThB);
“Er war durchaus nicht der Naturbursche und Naturalist, wie er öfter im Gegensatz zu den in der Tradition Beharrenden geschildert wird. Zweifellos hat er auch mit feinem Gefühl bei seinen dekorativen Arbeiten für die Schlösser »Ludwigs II. an die Münchner Tradition des Barocks angeknüpft und wohl auch die bekannten Figuren von »[J.B.]Straub in der Hauptpost gut studiert. Bei alldem erscheint er als ein frisches, ungebrochenes Talent, einhergehend auf seiner eigenen Spur und das seiner Art Gemäße aus der Natur herausholend. Wie Begas, der ebenfalls von der Malerei herkam, gelang ihm das Beste im Bildnis. Jahrelang, 1868-73, als Bildnisplastiker in England tätig brachte er es hierin zu einer Virtuosität der malerischen Darstellung, wie ähnlich nur noch Houdon oder Carpeaux. ... Was er dann im Auftrag Ludwigs II. für Linderhof und Herrenchiemsee schuf, eine Menge dekorativer Figuren von ausgesprochen barocker Haltung und einer flüchtigen naturalistischen Modellierung und Formgebung, zeigt nur die Schwächen der ganzen Art und Arbeitsweise und bedeutet ganz und gar keinen Fortschritt gegenüber dem klassizistischen Werkstattbetrieb, sondern steht im Gegenteil oft dahinter zurück.” (Heilmeyer2, 1931);
“Eines Tages nämlich betrat »Effner das Atelier des Bildhauers Wagmüller und überbrachte den königlichen Auftrag an denselben, für eine der Gartenanlagen einige Statuetten zu modellieren. Als Wagmüller sich nicht sofort in die gemachten Angaben zu finden wusste, öffnete der Abgesandte des Königs seinen Ueberrock und zeigte den auf seiner weissen Weste von der Hand des Königs aufgezeichneten Plan. Dem in heiteres Gelächter ausbrechenden Künstler erzählte Effner, dass er soeben von einer Audienz beim König komme; auch er habe nicht sofort die Idee des Königs zu erfassen vermocht, da habe der König ein Stück schwarze Kreide ergriffen und lachend den ganzen Plan auf Effners Weste gezeichnet, damit dieser die Sache ja nicht vergesse." (Praxmarer/Adam);
Freundschaft mit »R.v.Seitz;
Werke, Zinkgußgruppen: Um 1876, für König Ludwig II. im Garten von Schloß Linderhof “Neptungruppe”, “Flora mit Putten”, “Amor mit Delphinen” und Figur des “Nixenbrunnens”; Literatur: ThB, Miller, Heilmeyer2 (Porträt, Abbildungen), Petzet, De, Hojer1, Praxmarer/Adam;

Wagner, Carl (Karl); Maler, Aquarellist, Radierer, Landschaften, Berge; *19.10.1796 Rossdorf/Rhön – †10.2.1867 Meiningen; 1817-20 Studium an der ABK Dresden; 1822-25 Studienreise nach Italien; nach seiner Rückkehr in Meiningen Hofmaler und Galerieinspektor; jährliche Studienreisen nach Tirol, Belgien, Nordfrankreich und in die Schweiz; Werke, Aquarelle: “Farchant” (Abbildungen Siegfried2, Brandner) und “Wettersteinwand” (Abbildung Roth); Museen Berlin, Dresden, Köln, Meiningen, Zittau; Literatur: ThB, Nagler, Roth, Siegfried2, Schweers, Brandner, forcheida November 1992/ April 1997;

Wagner, Christian (Alois); Holzbildhauer, Faßmaler, handgeschnitzte Kruzifixe, Grabkreuze, Feldkreuze, Krippen; *9.8.1934 Oberammergau; lebt ebenda Ettaler Straße 21; 1956 Gesellenprüfung, 1962 Meisterprüfung an der Luisenschule in München; »St. Lukasverein; Ausstellungsbeteiligungen: Bamberg, Bonn, München, Oberammergau, Rennes, Triest und Verona; 1982, WFM; Werke: München Jagd- und Fischereimuseum verschiedene Arbeiten und St. Lukaskirche Innenausstattung, OHM, Rothenburg o.T. Puppenmuseum, Tambach; Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 2000/12.9.2001; Literatur: KHW, Werdenfelser Krippenfreunde, Rehm, Buchwieser2, Berufsverband (Porträt), GPT 25.6.1985/ 15.7.1986, DBK/314 (Abbildung);

Wagner, Florian; Photograph; *27.1.1967 Garmisch; Sohn von »Martin W.; in Oberammergau, Obere Rottstraße 9, tätig;
Gemeinschaftsausstellung: 1994, Oberammergau: “Mit stimmungsvollen Landschaftsfotos und ›Actionsbildern‹, faszinierenden Momentaufnahmen rasender Bewegungsabläufe ...” (KB, »R.Härtl); Literatur: KB 24.8.1994;

Wagner, Gerhard; Holzbildhauer, Hinterglasmaler, Rußbilder; *1940 Oberammergau, Ettaler Straße 21; Bruder von »Christian W.; Ausstellung: 1996, Oberammergau; Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 2000/12.9.2001; Literatur: Buchwieser2, GPT 13.3.1996;

Wagner, Ludwig; Dekorationsmaler; Garmisch-Partenkirchen; Werke: 1888/89 dekorative Malereien für die alte Schnitzschule Partenkirchen (Entwürfe von »Ferdinand Barth); Literatur: Heyelmann;

Wagner, Markus; Holzbildhauer, auch Schnürlkasperl; *1959 Oberammergau; Lehre an der Schnitzschule Oberammergau; seit 1985 ebenda, Ettaler Straße 18, Werkstatt für Holzspielzeug mit »K.Braun und »K.Vogt; »St. Lukasverein; Ausstellungen: Europaweit, New York, Tokio; 2000, Oberammergau; Werk:Schnürlkasperl” (Abbildung Lang); Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 1997/ 26.11.2000; Literatur: Lang, Buchwieser2, Saal;

Wagner, Martin; Bildhauer; *11.2.1938 Oberammergau; ebenda, Obere Rottstraße 9, tätig; 2.6.1962 Heirat mit Elfrieda Jacob; 1970/80/84 Judas, 1990 Kaiphas und 2000 Annas bei den Passionsspielen; Literatur: Schneiderhan (Porträt), GPT 3.5.2000, Buchwieser2, Rädlinger (Porträt);

Wagner, Paul (Hermann); Maler, Genre, Freskant; *1.1.1852 Rothenburg/Schlesien – †2.6.1937 Kochel; seit 1897 in Kochel tätig; Lehre der Glasmalerei; 1875 Studium in München, Akademieklasse bei L.v.Löfftz; später bis 1881 Schüler von W.v.Lindenschmit d.J.; Ausstellungen: München, Glaspalast; Werk: München, Isartor, Wandgemälde; Literatur: BMM, Boetticher, ThB, Scheibmayr2, Wietek;

Wagner, Rainer; Freskant, Faßmaler; *1945 Oberammergau; Bruder von »Christian W.; Werke, Fresken: 1975, Bad Bayersoien, Dorfstraße 49 “Trachtenpaar”; Oberammergau, Ettaler Straße 21; Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 2000/12.9.2001;

Wagner-Deines, Johann; Maler, Lithograph, Landschaften, Tiere (Kühe); *1803 Hanau – †12.4.1880 München; seit 1824 Studium an der ABK München; seit etwa 1840 in Untersendling/München tätig; “Unternahm wiederholt Studienreisen nach Holland u. Tirol. Malte meist Tierstücke in Gebirgslandschaft, auch holl. Marinen.” (ThB); Werke: Museen Braunschweig, München, Riga; Aquarell “St. Anton in Partenkirchen”; Literatur: ThB, Nagler, Boetticher; www;

Walch, Armin (Dipl.-Ing.); Architekt; Reutte/Tirol, Kög 22 (http://www.walch.co.at/architekturbuero/); staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker, Design - Planung - Bauleitung; Mitglied der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten; Werk: 2002, Garmisch, Kreuzeckbahn, Talstation (Abbildungen GPT und Forum); Literatur: GPT 14.11.2002; Forum Magazin fürs Allgäu, Außerfern und Werdenfelser Land 13.2.2003;

Walch, Paul Johann; Maler, Landschaften, Blumen, Tiere, Figürliches; *2.3.1881 – †1958 Leutstetten/Starnberger See; Studium an der ABK München bei v.Löfftz und N.Gysis; Mitglied im RK; Ausstellung: 1950, Duisburg; Werk, Gemälde: “Loisachtal mit Wettersteingebirge”; Literatur: Vo, BMM, Dr1930, Reitmeier, Schmid1/2; Mg: F.J.W.;

Walden, Nell (*Roslund, verehelichte Heimann, verehelichte Urech, Nelly, Anna Charlotta); Musikerin, Malerin (Öl und Tempera), Hinterglasmalerin, Glasmosaik-Entwurfzeichnerin, Sgraffito-Entwurfzeichnerin, Schriftstellerin, Journalistin; *29.12.1887 Karlskrona/Schweden – †21.10.1975 Bern; abgeschlossenes Musikstudium (Organistin); in Berlin Malstudien an der Kunstschule des “Sturm”; 1912-24 Ehe mit Herwarth Walden (*1878 – †1941, Verleger und Galerist, berühmt für seine 1910-32 erschienene Expressionisten-Zeitschrift “Der Sturm”; Walden eröffnete 1912 in Berlin die lange Reihe seiner Kunstausstellungen mit Werken des »Blauen Reiters; 1. Ehe mit »E.Lasker-Schüler; Literatur: Killy, Encarta);
“Nell Walden ... war von der ›wunderbare[n] Sammlung von Alt-Heiligen-Bildern (Hinterglasmalerei)‹, die sie im Frühsommer 1914 in Murnau mit ihrem Mann ... Walden, gesehen hatte, so angetan, daß sie selbst mit der Hinterglasmalerei begann. Sie war ›Schülerin‹ von »Gabriele Münter, die ein Lehrangebot für die im September 1916 neu eröffnete ›Sturm‹-Kunstschule in Berlin erhielt und dort einen ›Kursus in Hinterglasmalerei‹ gab. Nell Walden zeigte in ihrer ersten Ausstellung im ›Sturm‹, im April 1917, 30 eigene Hinterglasbilder. Damit gaben die ›Blauen Reiter die Fackel an den STURM weiter‹ - wie Lankheit es 1962 anläßlich der bisher einzigen Ausstellung ›Hinterglasmalerei im XX. Jahrhundert‹ formulierte.” (Dütsch3);

seit 1933 in der Schweiz, Bad Schinznach/Aargau, tätig; Mitglied im RK;
Ausstellungen: 1917, Berlin; 1958, Bern; Werke: Berlin, Märkisches Museum; Stockholm, Nationalmuseum; Bücher: Der Sturm, Erinnerungsbuch an H.Walden, Baden Baden, 1954;
Herwarth Walden, Ein Lebensbild, Berlin, 1963; Literatur: Vo IV und V, Hildebrandt (Abbildung), Dr1930, Pe, Sikart, Killy, Schuster2, Antonowa, Dütsch3;

Waldhauser, Theodor; Maler, Landschaften, Berge; *3.6.1911 Unter-Teschau/Böhmerwald – †14.1.2000 Oberammergau, Leupoldstraße 22; Staatsexamen für Kunsterziehung und darstellende Geometrie in Prag; bis 1975 Lehrtätigkeit in Oberammergau; seit 1956 Mitglied im KBG;
“Seine künstlerische Entwicklung führte Waldhauser demnach vom tonigen Realismus seiner Frühzeit zu einer immer farbigeren und malerisch aufgelockerten Landschafts-Interpretation, die man am treffendsten mit ›Naturlyrismus‹ bezeichnet; jener so typisch deutschen, emotionsgetragenen Einstellung zur Schöpfung.” (GPT 1976, »R.Härtl, Abbildung);
“Theodor Waldhauser liebt in seinen oberbairischen Landschaften und Ansichten italienischer Fischerdörfer eine helle und warme Farbigkeit: Seine Kompositionen strahlen Heiterkeit, Vitalität und Freude am Dekorativen aus.” (GPT 1973, »R.Härtl);
Ausstellungen: Garmisch-Partenkirchen, Ingolstadt, Murnau, Oberammergau, Passau, Regensburg; Literatur: KBG, GPT 26.1.1967/ 18.6.1969/ 15.6.1973/ 22.7.1976/ 10.1.1980 (Abbildung)/ 5.3.1985/ 7.3.1985/ 22.12.1988, KB 13.8.2002 (Abbildung), Buchwieser2;

Walser, Maria (Anna); Federblumenmacherin; Murnau; “... möglicherweise die Ehefrau des Krämers Matthias Walser (†5.9.1761) oder ihre Tochter (*14.9.1753). 1782 werden genannt: Erd- und Silberdraht Blumen-Herstellung, Handel, auch mit Ramen, Glasbildern ›schon gegen die 10 Jahr‹.” (Hruschka3, B.Salmen); Literatur: Hruschka3;

Waltenberger, Andreas; Hinterglasmaler; *1906 – †1990 Seehausen; Ausstellungen: Seit 1967 jährlich in Murnau, Begründer der Hinterglasmaler-Ausstellungen: “Schon im August 1968 zeigten sie in der Murnauer Lesehalle 150 eigene Werke. Dieses Ereignis war die Geburtsstunde der seitdem jährlich fast ununterbrochen stattfindenden Hinterglasbilder-Ausstellungen. Gezeigt wurden sie bis 1976 in der Lesehalle, von 1977 bis 1991 im Kurgästehaus, und seit 1994 wird im Katholischen Pfarrsaal ausgestellt. Eigene Gästebücher führen die Murnauer Hinterglasmaler seit 1971.” (Dütsch3);
1969, München, Stadtmuseum (Katalog);
Werke: Murnau, Untermarkt 27, Karg; Literatur: Weilheimer Tagblatt 10.8.1968, Dütsch3;

Walther, Dorothee; Ausstellung: 2000 Murnau; Literatur: GPT 9.5.2000 (Abbildung);

Walther, Karl (Friedrich); Maler, Landschaften, Werdenfelser Land, Architektur, Porträts, Stilleben, Impressionist; *19.8.1905 Zeitz – †1981 München; bis 1940 in Leipzig, seit 1941 in München und in Seeshaupt tätig; Studium an der ABK Leipzig bei H.Dörffel und F.Rentsch; 1932 Dürerpreis;
›... sein fechterisch geführter Pinselstrich erzeugt eine ganz und gar typische Klangfarbe, die seiner anderen Begabung, der Musikalität, entspringt, und die seine Bilder zu gelungenen Kompositionen frei von Akademiekunst gedeihen läßt.‹ [Dr. Bernhard Hauser] ... Außer bei Porträts, zu denen er gewöhnlich ein paar Studien zeichnete, machte Walther keine Vorskizzen für seine Ölbilder. Mit großen Linien entwarf er den Bildgegenstand mit dem Zeichenstift auf die Leinwand, ehe er seine Symphonie meist in verhaltenen Farben darauf komponierte. Walthers Farbpalette begann in jungen Jahren mit überwiegend erdigen Farbtönen, im fortgeschrittenen Alter ging er zu ausgesprochen freundlichem, leuchtendem Kolorit über. In den Mittelpunkt seines Schaffens hat der Künstler von Anfang an das Städtebild gestellt. ... Bezeichnend für Walthers Städtebilder ist die Verbindung von absoluter Sachlichkeit und künstlerisch beschwingter Auffassung, die sicherlich Ursache für die starke Wirkung ist, die auf den Betrachter ausstrahlt. Max Liebermann nannte Walthers Stil ›Linearen Impressionismus‹.” (GPT »W.Kaiser);
Ausstellung:
1989, München, Galerie Rauhut; Werke: Museen Altenburg, Chemnitz, Duisburg, Leipzig, München, Pittsburgh/USA, Stettin, Würzburg und Wuppertal; “Frühlingstraße in Garmisch” (Abbildung GPT); Literatur: ThB, Vo, Schweers, Pe, Gorenflo, GPT 14.2.1989 (Abbildung);

Walther-Weissmann, Elfie (Elfriede); Keramikerin, Töpfermeisterin und freischaffende Künstlerin; *22.12.1947 Weilheim; lebt in Murnau, Jochbergweg 3 (früher Johannisstraße 14); 1963-66 Lehre bei »W.Kagel, Partenkirchen; 1967-68 bei Margarethe Weber-Junkert, Tübingen; 1969 bei St. Peter-Keramik in Graz; 1971-73 an der Staatlichen Fachschule für Keramik in Landshut, 1973 Meisterprüfung; 1973-81 in Murnau Leitung der Töpferei; seit 1981 in Grafenaschau, Ohlstadt und Murnau selbständig; seit 1996 gemeinsame Arbeiten mit »Graham Courtenay; langjährige Seminarleiterin im Bereich alternativer Heilweisen, Meditation und Spiritualität; Ausstellung: 1976, WFM; 2000, Murnauer Skulpturentage (Katalog); Literatur: Volkskundliche Ausstellung, A1973, Kunstsammlungen 1980/84 (Abbildungen); Signatur: Walther;

Wanisch, Alexander; *1955 Garmisch-Partenkirchen; Sohn von »Viktor W.; seit Januar 2001 Direktor an der Fachschule für Holzbildhauer und Fachakademie für Holzgestaltung in Partenkirchen; “Zuletzt war er in verantwortlicher Position bei der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung. Bezirkstagspräsident Jungwirth lobte ihn als erfolgreichen Marketingmanager.” (GPT); Literatur: GPT 13.1.2001;

Wanisch, Rudolf (Dipl.-Ing., Rolf); Architekt; *19.11.1912; †19.7.1988 Oberau, Werdenfelser Straße 17; Literatur: Architektenliste, A1953;

Wanisch, Viktor; Architekt, Kreisbaumeister; *31.10.1914 Riedenburg – †19.6.1997 Farchant, Bahnhofstraße 6 (Werdenfelser Straße 17);
“Nach dem Besuch des Gymnasiums in Straubing praktizierte er bei Ingolstädter Baufirmen und war anschließend bei Lenz und Co., München, tätig. 1939 legte er an der Höheren Technischen Lehranstalt für Hoch- und Tiefbau in München die Abschlußprüfung (Fachrichtung Hochbau) ab, trat anschließend beim Garmisch-Partenkirchner Architekturbüro »[Arthur sen.] Holzheimer ein, um bald zum Wehrdienst einberufen zu werden. Nach Kriegsende ging Wanisch am 1. September 1947 zum Landratsamt, wurde dort zunächst Bautechniker, dann Kreisbau-Inspektor. Seit 1. Oktober 1964 ist Viktor Wanisch Technischer Amtmann beim Landratsamt.” (GPT »W.Kaiser);
seit 1970
Kreisbaumeister; Literatur: Architektenliste, A1939-58, GPT 11.7.1970 (Porträt);

Warnberger, Simon (Warenberger); Maler, Zeichner, Radierer, Lithograph, Landschaften; *1769 Pullach/München – †1847 München; Ausbildung zum Graphiker und Zeichner an der ABK München bei J.G.Winter; nach 1800 Ausbildung zum Maler; 1806 Studienreise nach Italien; 1810 königlicher Hofmaler; 1824 Mitglied der ABK München; Freundschaft mit der Familie »v.Dillis; “... anfänglich Kupferstecher, dann Landschaftsmaler. Die bayer. Gebirgsgegenden liefern vorzugsweise den Stoff für seine Bilder.” (Campe, 1833); Werke, Gemälde: 1811 “Der Staffelsee” (königlicher Auftrag für Schloß Nymphenburg), 1832 “Isartal südlich von München mit Blick auf die Zugspitze” (Regensburg, Thurn und Taxis), “Kloster Schlehdorf” (erstmals veröffentlicht bei Wege); Aquarelle: “Burgruine Werdenfels von Westen” (Abbildung Spichtinger) und “Gegend bei Schwaiganger bei Murnau” (München, Staatliche Graphische Sammlung); Federlithographie: 1809 “Aussicht auf dem Kochelsee” (Winkler 903/28); Literatur: Campe, Nagler, ThB, Wolf2 (Abbildungen), Valentin (Abbildung), BMM, Wege, Wi, Oldenbourg, Gebhart1/2, Roth, Rattelmüller2, Schweers, Aigner, Spichtinger;

Watter, Joseph; Maler, Illustrator, Genre, Märchen, Sagen, Entwürfe für Porzellan und Glasmalereien, Dekorateur und Entwerfer für Kostüme; *18.10.1838 Regensburg – †18.8.1913 München; Sohn eines Porzellanmalers; Studium an der KGS München; seit 1859 ABK München bei A.v.Ramberg und P.v.Foltz; in den 1860er Jahren Mitarbeiter der “Fliegenden Blätter”; für König »Ludwig II. in den Schlössern Linderhof und Herrenchiemsee tätig; Werke, Lunettenbilder in Schloß Linderhof im Audienzzimmer: “Souper Ludwigs XV. in Versailles”, “Versailles” (in Zusammenarbeit mit »C.Jank) und “Empfang der türkischen Gesandtschaft” (in Zusammenarbeit mit »F.Knab); Literatur: BMM, Kobell, Boetticher, ThB, Schweers, Petzet, Hojer1, Praxmarer/Adam;

Weber, Barbara; Keramikerin; Murnauer Töpferei, Johannisstraße 14; Literatur: GPT 8.12.2000;

Weber, Evarist (Adam Maria Josef); Maler, Graphiker, Illustrator, Kunstgewerbler, Landschaften, Berge, Figürliches, Blumen; *27.11.1887 Aachen – †25.11.1968 Dießen;
“Schüler der Düsseldorfer Akad., die er 1910 verließ. Lebt in Garmisch-Partenkirchen. Malte anfänglich Landschaften im impressionist. Stil. Dann Festigung der Form unter dem Einfluß von Cézanne.” (ThB, 1942);
1919-24 in Partenkirchen, Römerstraße 19 (168), um 1930 in München, um 1961 in Ebenhausen/München tätig; Mitglied im RK; Ausstellung: 1953, Aachen; Werke 1920: Holzschnitt “St. Anton”; Gemälde “Dreitorspitze” und “Alpspitze”; Literatur: ThB, Vo, Dr1930; Der Cicerone, 13. Jg. (1921) Heft 15/16, ab Seite 419 (Abbildungen); Mg: W;

Weber, Marie (Philips-Weber); Malerin, Genre, Porträts, Landschaften; Schülerin von W.v.Lindenschmit d.J. und H.Stelzner; vor 1942 in München, Rom und Ammerland letzte Erwähnung; Ausstellungen: Seit 1873 in München; Werk: Um 1920, Gemälde “Am Kainzenbad mit Waxensteinen” (im Antiquariat Benkert); Literatur: ThB, Boetticher, Dr1930;

Weber, Paul (Gottlieb Daniel); Maler, Zeichner, Landschaften, Tiere; *19.1.1823 Darmstadt – †12.10.1916 München; erste Ausbildung in Darmstadt bei August Lucas; 1842-44 Studium am Städel`schen Kunstinstitut in Frankfurt bei J.Becker; 1844-48 an der ABK München, 1846/47 Orientreise im Gefolge des Prinzen Luitpold von Bayern, 1848 Schüler von Dyckmans in Antwerpen; 1849-1861 in Philadelphia/Pennsylvania/USA; 1861-71 in Darmstadt; Studienreisen in die Schweiz, nach Belgien, Frankreich, Schottland und England; 1864 Studienaufenthalt in Paris; seit 1872 in München; Mitglied der MKG; Freundschaft mit »A.Lier, A.Braith und H.v.Zügel;
“Gehört zu den frühsten Vertretern des paysage intime in Deutschland u. zu den bedeutendsten Namen der Altmünchener Landschaftsmalerei.” (ThB);
“In seiner Frühzeit der Münchner Spätromantik folgend, setzt er sich bei einem Studienaufenthalt 1864 in Paris intensiv mit der Landschaftskunst der Schule von Barbizon auseinander, die seine Seh- und Malweise spürbar änderte und ihn schließlich zu einem fast schon impressionistisch orientierten wichtigen Vertreter des ›Paysage intime‹ in München machte.” (Ruhmer1);
Werke: In vielen Museen; 2 Aquarelle “Ammerlandschaften” (München, Karl und Faber, 8.6.1993); Gemälde “Die junge Isar” (Dörling, Hamburg, 30.11.1995); Literatur: BMM, ThB, Busse, Boetticher, Schober, Schweers, Heck, Wi, Well, Wollmann, Aigner, Ruhmer1;

Weber, Robert; Maler, Landschaften, Harz, Berge, Zugspitzgebiet; *26.11.1830 Quedlinburg – †12.7.1890 München; Studium der Rechtswissenschaften; Studienreisen; 1859 in Wernigerode/Harz; nach 1868 Schüler von O.Frölicher und »J.A.Stäbli in München; hier seit 1884 fester Wohnsitz; Werke: Fürstliche Gemälde-Sammlung Donaueschingen; 1889, Gemälde “Waxenstein und Loisach” (Abbildung BMM); Literatur: BMM, ThB;

Weber-Hartl, Otto; Bildhauer, Akte, Porträts; * um 1900; um 1956 in Bad Homburg tätig; letzte Erwähnung vor 1961; Lehrer an der ABK München; Ausstellungen: 1950, München, Haus der Kunst: “Das fein empfundene Frauenbildnis Weber-Hartls hat etwas von der Anmut einer Nofretete. Vom gleichen Künstler stammt auch der Charakterkopf Helds.” (Die Kunst); Werk: 9.9.1949 “Totenmaske von Richard Strauss” (in Garmisch abgenommen); Literatur: Vo, Die Kunst 1950/452, Der Holz- und Steinbildhauer 1951/53;

Websky, Wolfgang von; Maler, Illustrator; *29.9.1895 Berlin – †1992 Wangen/Allgäu; in Murnau tätig; Studium an der staatlichen Akademie für Kunst- und Kunstgewerbe Breslau und an der ABK Berlin; 1924 Studienaufenthalt in Italien; 1925 bei Wilhelm Uhde in Paris; seit 1930 in Schlesien; 1934 bis zum Zweiten Weltkrieg Vorsitzender des Künstlerbundes Schlesien in Breslau; seit 1945 in Wangen/Allgäu tätig; Ausstellungen: 1957, Solingen, Klingen-Museum und Museum Goslar; Literatur: Vo, Dr1930, SM, Hruschka3;

Wehmeier, Stefan; Maler, Graphiker, informelle Kompositionen; *1955 Köln; lebt in Windach; 1973-76 Lehre als Kunstschmied in München; 1979 Bühnenbildhospitanz am Theater Bremen; 1980-83 Studium an der Akademie für das Graphische Gewerbe München; 1983-85 als Graphikdesigner tätig; 1986 freischaffender Maler, Graphiker und Journalist in München; 1991-94 Vorsitzender der Kulturwerkstatt im Kloster Fürstenfeld; 1997 Leitung der Radierwerkstatt ebenda; viele Ausstellungen im In- und Ausland, 1996, Kurhaus Garmisch; Werke: Fürstenfeldbruck, Kreissparkasse; Öffentliche Ankäufe: Dillingen, Eichenau, Kapfenberg/Österreich, München: Bayerischer Genossenschaftsverband, Kreissparkasse, Siemens AG; Münster, Literatur: KBG, GPT 7.8.1997/ 5.4.2000;

Wehrle, Charly (Karl); Zeichner, Radierer, Photograph, Berge, Musiker, Schriftsteller, Hüttenwirt; *7.10.1949 Wangen/Allgäu; lebt in Ohlstadt (www.charly-wehrle.de) und Leutkirch; seit 1986 im Sommer Hüttenwirt in der Reintalangerhütte;
Ausstellungen: Garmisch-Partenkirchen; 2000, München, Alpines Museum, ebenda 2001, Diavortrag über seine Nepalreise: “Dem 51-jährigen gelang eine Himalaja-Premiere, die den Eintrag ins ›Guinnes Buch der Rekorde‹ verdient: Der Bayer absolvierte mit sechs Kollegen seiner Band Cafe Schober die höchste Konzerttournee der Musikgeschichte. Bis auf knapp 4000 Meter Höhe schleppte die urige Truppe Tenorhorn, Kontrabass, Hackbrett, diverse Gitarren und Akkordeon." (Focus 29.1.2001);
Werke Bücher: “Wände-Grate-Dome”, Köngen, 1997; “Franz Fischer - Hüttenwirt und Original”, Köngen, 1998; “Bergsteiger ohne Maske”, “Mit Hackbrett und Kontrabass – Musiktrekking zum Dach der Welt", 2000, Panico-Alpin-Verlag; “Das Reintal – Der alte Weg zur Zugspitze", 2002;
Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen, Filme von Gerhard Bauer “Der alte Weg zur Zugspitze" und “Die Zugspitze"; SAT 1 12.1.2001; Literatur: GPT 3.12.1998 (Porträt)/ 30.11.2000 (Porträt)/ 25.1.2001 (Porträt)/ 30.10.2002 (Porträt), KB 6.12.2000, Zak, Focus 29.1.2001 (Porträt);

Weidlich, Luis; Maler, Aquarellist, Landschaften, Stilleben; *1916 Augsburg; lebt ebenda, Mörikestraße 8; 1933-36 Studium an der Kunstschule Augsburg; 1937 an der ABK München bei »O.Gulbransson; seit 1945 freischaffend in Augsburg; Mitglied im KBG;
“Die Perlen unter den Landschaftsbildern sind sicher die Winterlandschaften. Meisterlich gehandhabte Weißaussparungen vereinigen sich mit einer Palette schönster Farben: Man meint, die Schwere der klaren kalten Luft zu spüren, das Ruhen der Natur, alles was ›darüberliegt‹ wird mitvermittelt.” (Augsburger Allgemeine, Anita Engelhardt);
“In Luis Weidlichs farblich äußerst delikaten, handwerklich virtuosen Aquarellen verbindet sich das Element Wasser kongenial mit dem Licht (›Canale Grande‹) allein schon durch seine ›Naß in Naß‹-Malerei bevorzugenden Technik.” (GPT 1988); Einzelausstellungen: Augsburg, Landsberg, Lindau, München, Neuburg; Literatur: KBG, Augsburger Allgemeine 10.11.1987 (Abbildung), GPT 22.12.1988/ 25.11.2002 (Abbildung);

Weigert, Brigitte; Aquarellistin, Landschaften ; München; war zeitweise im Werdenfelser Land, Werke von hier; Mitglied der MKG; Ausstellung: März/Mai 1987, München, Haus der Kunst, Katalog mit Abbildung;

Weigl, Josef; Kunstschlosser; Ettal und Oberau; Werke, Kreuze: 1980, Oberammergau, neuer Friedhof (Woehl); Ettal, Friedhof (Jos. Weigl);

Weigle, Richard; Architekt BDA; *25.8.1884 Stuttgart; vor 1942 in Hammersbach/Grainau und Stuttgart letztmals erwähnt; Studium an der Technischen Hochschule Stuttgart bei T.Fischer und Halmhuber; Studienreisen nach Italien, England, Belgien, Holland und Frankreich; assoziiert mit »W.Klatte;
Werke: Gemeinsam viele Bauten in Baden-Württemberg: “Ihre Bauten zeichnen sich durch stattliche Wirkung u. vornehme Schlichtheit aus.” (ThB); Buch: Moderne Bauschreinerarbeiten, Ravensburg, 1913; Literatur: ThB, Dr1930;

Weinhart, Johann; Bildhauer, Holz, Stein, Bronze, Aluminium, Gießer; *1925 Morzg/Salzburg; in Biberwier/Tirol, Sonnbichl 19, tätig (Telephon 00 43(0)56 73/ 39 69); 1940-43 Tischlerlehre, nach 1945 Lehre an der Bundesfachschule für Holz- und Steinbearbeitung in Hallein; 1 Jahr Schüler von »F.Behn in Ehrwald; Mitglied der Salzburger Berufsvereinigung österreichischer Künstler und der Bergwacht;
“Dieser Mensch Weinhart ist ein eher wortkarger Philosoph, der seine Botschaft über seine Finger in Holz schnitzt, in Stein haut oder in Bronze gießt. Seine Skulpturen, seine Reliefs überzeugen durch formale Perfektion. Dieser Mann hat die Form des Geistes, also einer Idee, gebändigt und bringt sie uns dar. ... Johann Weinhart ist ein begnadeter Mensch. In Europa gibt es ganz wenige Künstler, die ihre Bronzen selbst gießen. Hier, unter uns lebt er, der wie einst Fritz Wotruba in die Seele des Steins, der Bronze oder des Holzes eingedrungen ist. Weinhart, der uns unter den einfachsten Umständen, man könnte sie auch als abenteuerlich oder archaisch bezeichnen, einen Spiegel der Umwelt und manchmal auch des Ichs vorhält." (Prospekt, Hanni und Klaus Wolff)
Ausstellungen: 1949, Ehrwald mit F.Behn; 1979/1988, Salzburg; 1988, Innsbruck; 1989, Freiburg/i.Br. und Georgien; 1990, Ukraine; 2000, Ehrwald, Grainau; Werk: Grainau, Pfarrkirche, außen über dem Priestergrab, Holzskulptur “überlebensgroßer Christus”; Literatur: Grenzenlos, GPT 15.3.2000 (Abbildung); Prospekt, Hanni und Klaus Wolff (Porträts, Abbildungen);

Weinzierl, Annemarie; Malerin, Bildhauerin, “Schützenscheiben”, “Telegrafenmasten zu Totempfählen”; *Chiemgau; lebt in Ohlstadt, Greutweg 13; Studien in Dekoration und Plakatmalerei; Ausstellungen: In- und Ausland; 2000, Murnauer Skulpturentage (Katalog);

Weise, Alexander (Alex); Maler, Landschaften, Berge; *5.3.1883 Odessa – †29.11.1960 München; Studium an der ABK München bei A.Jank; 7 Monate Studien in Paris bei Jean-Paul Laurens; Mitglied der MKG und im RK; Ausstellungen: 1929 im Münchner Glaspalast, 1938/40 Haus der Kunst; Werke, Gemälde: “Mondnacht beim Eckbauer” (Abbildung BMM) und “Dreitorspitze” (Residenzmuseum München); Literatur: BMM, ThB, Vo, Dr1930, IHK, Pe;

Weise, Anso; Maler, Landschaften, Berge; *29.4.1895 Ilmenau/Thüringen – †22.3.1986 Ohlstadt; viele Jahre in Grainau, Griesener Straße 16, tätig; Studium an den ABK München und Bozen, hier Meisterschüler von A.Egger-Lienz; Mitglied im »Werdenfelser Künstlerbund; Werke: Gemälde “Eibsee”, “Jungfrau v. d. Scheidegg”, “Walchensee m. Karwendel”, “Im Zugspitzdorf Grainau”, (Sammlung KSK); ”Burg Werdenfels” (Abbildung Spichtinger); Literatur: Spichtinger, A1953, GPT 10.1.1974;

Welzenbacher, Lois (Prof., Alois); Architekt; *20.1.1889 München – †13.8.1955 Absam; 1912-14 Studium an der Technischen Hochschule München bei Th.Fischer, »O.Bieber und »F.v.Thiersch; seit 1918 Atelier in Innsbruck; seit 1929 Stadtbaudirektor in Plauen; 1930-45 in München und Halle tätig; leitete seit 1947 eine Meisterklasse an der ABK Wien; Werke: 1937, Obergrainau, Landhaus (Abbildung Proksch); Haus in Partenkirchen, Leitenfeldstraße; Literatur: ThB, Vo; DCK 1916/17, 1921/22, 1924/25, Proksch;

Welzmüller, Rudolf (Braun-Welzmiller); akademischer Bildhauer; um 1930 in München, Nymphenburger Straße 32, um 1937 Karlstraße 49, tätig;
Werke: 1930, an der alten Ettaler Bergstraße bei Oberau, 14 Reliefs der Kreuzwegstationen, weiß gefaßt, Entwurf, ausgeführt von Anton Schmid; Franz Wiedenmann und Anton Pausenberger; Literatur: Dr1930, IHK, Dussler;

Wendel, Alma; Keramikerin; Oberammergau, Ettaler Straße 25; Literatur: A1953;

Wendel, Victor (J.); Maler, Zeichner, Photograph; *4.10.1909 Magdeburg – † Januar 1996 Unterammergau, Alletseestraße 9; 1927-28 Studium an der KGS Magdeburg, 1928-33 an der staatlichen Akademie für Kunst- und Kunstgewerbe Breslau (1932 geschlossen) und an der ABK Berlin, pädagogische Seminare in Leipzig und Magdeburg, staatlicher Abschluß: Malerei, Zeichnen, Kunstgeschichte, Werklehre, Pädagogik; Mitglied im BBK; Dozent an der VHS; Ausstellungen: Seit 1946, Murnau, Stuttgart, Mainz, Köln, Füssen, Regensburg, Marktoberdorf, Düsseldorf, Lindau, Bregenz, Zürich, Reutte; Literatur: Berufsverband (Porträt);

Wendland, Horst; Karikaturist für das GPT; Literatur: GPT;

Wendt, Adolf (Dr.); Maler, Graphiker, Radierer, Autodidakt; *10.10.1871 Schwerin; in München und in Garmisch, Olympiastraße 16, tätig; Mitglied im RK; Literatur: ThB, Dr1930, A1953;

Wenglein, Josef; Maler, Landschaften; *5.10.1845 München – †18.1.1919 Bad Tölz; auch im Murnauer Raum tätig; 1866-70 Studium an der ABK München bei »J.G.Steffan, 1870-73 in der Malschule von »A.Lier; 1883 Professor und 1886 Ehrenmitglied der ABK München; Werke: Museen Biberach, Frankfurt/M., Kaiserslautern, Leipzig, München, Münster und Wuppertal; Literatur: ThB, Boetticher, Bénézit, Müller/Singer, Wolf2 (Abbildung), Uhde-Bernays, Busse, Goldstein, Ruhmer1, Wi, BMM, Schweers, Gassen, Aigner, Heck, Hruschka3;

Wening, Michael; Kupferstecher; *11.7.1645 Nürnberg – †18.4.1718 München; “Seit 1666 in München tätig, wo er 1669 zum Hofkupferstecher des Kurf. Ferd. Maria ernannt wurde u. 27.1.1671 heiratete. Stach Bildnisse, Heiligen- u. Schlachtendarstellgn u. Veduten (4 bänd. Werk: Historico-topographica Descriptio Bavariae, 1701/26, mit Ansichten bayer. Städte, Märkte u. Schlösser).” (ThB); Werke, 1701, Kupferstiche: “Closter Ettal”; “Marckh Murnau”: “Der bekannte Stich von Michael Wening zeigt das Aussehen der gotischen Nikolauskirche um 1710. Von dieser Kirche ist nur noch der untere Teil des Glockenturmes erhalten. Der spitzbogige Zugang zum Glockenturm und die alten Fundamente beweisen die gotische Herkunft." (Bauer3, Abbildung);
“In der Beschreibung zu Wenings bekanntem Stich von Murnau heißt es 1701: ›Die Burger- unnd Baurschafft ernähret sich meistens mit der Hand-Arbeit unnd Holtzschlag wie auch mit dem Viehzügl, dann wegen nechstgelegnen Hochgebürgs unnd kalter Landung ist der Orthen ein schlechter Feldbau unnd bestehet die meiste Nutzung im Heu unnd Graimmet, wiewol es in diser Gegend auch vil morastigen Boden hat worauff fast nur die Strähe für das Vieh wachset.‹” (Hruschka3, Abbildung, Vorlage 1697 gezeichnet);
Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 1995/ 22.2.2003 (Porträt); Literatur: ThB, Nagler, WS, Gebhart2, Valentin (Abbildungen), Bauer3, Radke, SM, Hruschka2/3;

Wentzel, Ruth von; Malerin; Partenkirchen, Stuibenweg 8; Literatur: A1953;

Wenz, Adolf; Fabrikant, Kommerzienrat; Großvater von »H.Obermaier-Wenz; seit 1892 Referent für das Wettersteingebiet des D.u.Ö.A.V. Sektion München; Werk: 1893, Planung der Höllentalhütte; Planung ab 1894, Eröffnung am 19.9.1897, Zugspitze, Münchner Haus, für die Alpenvereinssektion München; 1898, Meteorologischer Turm auf der Zugspitze; Literatur: Alpenvereinssection (Abbildungen aller Bauten), KB 28.4.2000;

Wenzel, Helga; Malerin, Schützenscheiben; Bad Bayersoien, Eckweg 24;

Wenzel, Maria; Keramikmalerin; *28.12.1922; seit 1938 bei der Kocheler Keramik tätig (»E.Groeber); Literatur: Kellner;

Werefkin, Marianne von (eingedeutscht, Marianna Vladimirowna Verevkina); Malerin, Landschaften, Berge, Figuren, Schriftstellerin; *11.9.1860 (1867 nach eigener Angabe) Tula/Rußland – †6.2.1938 Ascona; 1888 schwerer Jagdunfall bei dem sich v.W. ihre rechte Hand verkrüppelte; seit etwa 1895 platonische Freundschaft mit »Alexej Jawlensky; seit 1896 in München; Studium an der “Mal- und Zeichnenschule Anton Azbè”; etwa 1897-1902 wegen v.Ws. Förderung von A.Jawlensky keine Maltätigkeit; 1905-14 zeitweise in Murnau: “Während sich zu der vergleichsweise großen Zahl von Werken ihrer Künstlerfreunde deutlich weniger bekannte Gemälde Werefkins unmittelbar auf diese ersten Aufenthalte in Murnau beziehen lassen – aufgrund fehlender Dokumente ist nicht zu erschließen, was verlorengegangen ist oder ob sie nur relativ wenige ihrer zahlreichen Skizzen in Gemälden ausgeführt hat –, sprechen eine Reihe von Skizzenbüchern von den frischen Eindrücken, die sie hier seit 1907 erfuhr. Die einzelnen Entwürfe zeigen Motive des Ortes, kleine Figurenstudien der ländlichen Bewohner und von Tieren, Volksfeste und Biergärten, kirchliche Anlässe und immer wieder Wiesen, Felder und Landschaftspanoramen mit der Silhouette der gestaffelten Berge am Alpennordrand. So beschreibt sie in flächigen, kraftvollen, konturierten Formen die Bergmassive des Wettersteingebirges und der Vorberge – Jochberg und Heimgarten, Hörnle und Aufacker –, typische Häuser Murnaus und die charakteristischen beiden Großbauten des Ortes, das Schloß und die Pfarrkirche (die in den folgenden Jahren in den Werken »Kandinskys und »Münters eine große Rolle spielen werden) sowie die nahegelegenen Dörfer und das ländliche Umfeld. In diesen Entwürfen spiegelt sich der ländlich-kleinstädtische Charakter Murnaus, vermischt mit einer im Sommer auch herrschenden elegant-lockeren Atmosphäre, wie sie die zahlreichen ›Sommerfrischler‹ einbrachten. Gerade die Skizzen verraten ihren aufmerksamen Blick während ihrer Murnauer Aufenthalte zwischen 1907 und 1910." (Salmen4, B.Salmen);
im Sommer 1908 gemeinsamer Arbeitsaufenthalt mit G.Münter, A.Jawlensky und W.Kandinsky in Murnau, Gasthof “Griesbräu”; “Wir hatten ... in hehren Worten der Welt verkündet, dass wir der künstlerischen Überzeugung wegen uns zusammengetan hatten, jeder Virtuosität fern, nur das Seelische der Kunst schätzend, jedem der diesen Weg einschlug, die Hand reichend." (Salmen4, v.Werefkin);
1908/09 Mitbegründerin der “Neuen Künstler-Vereinigung München”; am 4.2.1911 mit Jawlensky und Erbslöh Besuch bei »F.Marc und »H.Macke in Sindelsdorf; 1912 in der Ausstellung “Der »Blaue Reiter” vertreten;
“Vorläuferin des Expressionismus. Ihre Kunst trägt das Gepräge des Mystisch-Traumhaften, Unwirklichen, das durch eine bizarre Koloristik verstärkt wird.” (ThB);
“Den ›russischen Rembrandt‹ nannte man die Russin schon in ihrer Jugend. Später, in München, war sie der geistige Mittelpunkt eines Künstlerkreises, der unter dem Namen ›Der Blaue Reiter‹ weltberühmt wurde. Maler wie Kandinsky und »Franz Marc haben ausgesprochen, was sie ihr verdanken. »Paul Klee hat sie verehrt, ein Bild von ihr hing in seiner Wohnung.” (Sello);
“Was
Werefkin anbetrifft, so wurden historische Fakten auf den Kopf gestellt. Denn ohne sie hätte die Entwicklung der modernen Malerei, zumindest in München vor dem Ersten Weltkrieg, einen anderen Verlauf genommen. Diese Frau entwickelte fast übermenschliche Energien, um eine vorwiegend männliche Künstlergemeinschaft vor sich her – in den Expressionismus und in die Abstrakte Kunst – zu treiben. ... In Theorie und Praxis nahm sie vorweg, worauf diese Jahre später aufbauen sollten. Schon Zeitgenossen schrieben dieser Frau eine Führerrolle innerhalb des ›Blauen Reiter‹ zu. In dieser Hinsicht ist ein Brief der Dichterin »Else Lasker-Schüler (1876-1945) von 1913 aufschlußreich, in dem sie ihre Freundin Werefkin als die ›blaue Reiterreiterin‹ (Kat. 12) beschrieb. Mit poetischen Worten brachte sie zum Ausdruck, was auch andere Zeitgenossen meinten und dachten, nämlich daß es Werefkin war, die in dieser Künstlergemeinschaft die Zügel in der Hand hatte. ... Der Wandel von Kandinskys – und auch Münters – Malstil kann nur auf den Einfluß des fortschrittlicher denkenden und malenden Paares Werefkin und Jawlensky zurückgeführt werden. ... Es war Else Lasker-Schüler, die Werefkins neue Malerei mit Dichterworten zutreffend kommentierte: ›Marianne spielt mit den Farben Rußlands Malen, Grün, Hellgrün, Rosa, Weiß, und namentlich der Kobaltblau sind ihr treue Spielgefährten.‹" (Salmen4, B.Fäthke);
v.W. lebte seit 1918 in Ascona; v.W. wurde von den Nazis als “entartet” diffamiert;
“Ich glaube, daß hinter der Vergänglichkeit der Welt und der veränderlichen Formen die unveränderliche Welt der Wahrheit liegt, eine Welt der Versöhnung, zu der ich mich mit meiner ganzen Seele hingezogen fühle. Das ist es, was ich fühle und glaube und was mein künstlerisches Wesen, mein Ich als Maler ausmacht. ... Es geht nicht um Realismus, es geht um Ehrlichkeit. Das Kunstwerk muß ehrlich sein, muß manchmal naiv ehrlich, öfters gewollt, bewußt ehrlich sein. Diese Ehrlichkeit führt zur Auflehnung gegen die Tradition, gegen die Schule; sie macht den Künstler so streng bei der Wahl seiner Ausdrucksmittel ... Das Raffinement in der Kunst ist die nächstliegende und subtilste Anpassung einer gewollten, erfundenen Form an einen Eindruck, an ein tief empfundenes Gefühl. ... Alle meine Gefühle, alle meine Eindrücke sind in diese Sprache aus Linien und Farben ebenso leicht übersetzt wie ein anderer Mensch sie in Sprache übersetzt. Mein Grundgefühl, mein tief empfundener Glaube haben eine symbolische Grundsprache mit Hilfe von Linien und Farben entwickelt. Die Dualität meines Ichs drückt sich durch die Dualität der Symbole aus: die Konstruktion auf einer geometrischen Form, die auf der Fläche festgehalten wird: Ellipse, Dreieck, Kreis usw., und die Linien, die diese Form bilden, entfernen sich von ihr als gedehnte, wiederkehrende Wellen und scheinen ihrerseits alle diese Grundformen hinter sich zu ziehen. Das selbe geschieht mit den Farben: große schwere ›gedämpfte‹ Farbmassen, und in ihnen und außerhalb von ihnen, leuchtende Flecken, die der Bewegung der Linien folgen. Alles Übrige, sozusagen die materiellste, reellste Form meiner Bilder ist nichts anderes als die Folge meiner Liebe für das Leben, für seine Formen. Es ist das Glück des Auges und nicht der Seele des Künstlers." (v.W. in Salmen4, M.Folini);
Ausstellungen: 1958 und 1980 Wiesbaden; 1988-90 Ascona, München u.a.; 1999/2000 Bonn; 2002, Schloßmuseum Murnau (Katalog, Salmen4):
“Die mit Leihgaben vor allem aus Ascona, aber auch Köln, München, New York und aus Privatbesitz bestückte Ausstellung ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Würdigung Marianne von Werefkins als Vorreiterin, Anregerin und Vermittlerin der Moderne und ein Ansporn für weitere Forschungen. ... Zwischen spätestens 1905 – wie ein Brief jetzt belegt – und 1910 hielten sich Jawlensky und Werefkin mehrmals in Murnau auf. 1908 erstmals gemeinsam mit Kandinsky und Münter, für die dieser Herbst die revolutionäre Wende von einem van Gogh nahen Impressionismus zu einer flächigen expressiven Farbmalerei bedeutete." (WK 8/2002, I.Fechter); 2003, Ascona;
Werke: In vielen Museen, eigenes Museum in Ascona, Museo comunale d`arte moderna, Fondazione M.v.Werefkin; 1909/10 “Abend in Murnau” (Schloßmuseum Murnau, Abbildung SM); 13 Skizzenbücher im Zusammenhang mit Murnau;
Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 21.7.2002;
Literatur: ThB, Vo, Pe, Hildebrandt, Röthel (Porträt von G.Münter), Die Kunst 1959 (Abbildungen), Encarta, Schloßmuseum2, Wietek, SM, Riess2 (Porträt), Vignau, Lankheit1/2, Wichmann1, Schuster1/2, Schweers, Gollek1, Evers (Porträt von G.Münter), Sello, Antonowa (Abbildung), Jüngling (Porträt), GPT 4.7.2002 (Selbstporträt, Abbildung)/ 2.11.2002 (Abbildung)/ 6.11.2002 (Selbstporträt), KB 10.7.2002 (Selbstporträt, Abbildungen), Hruschka3 (Abbildung), Dütsch3, Salmen4, WK 2/1998/ 8/2002; Bernd Fäthke, M.W., Berlin, 1988 und München, 2001; Mg: M.W.; Experte: Dr. Bernd Fäthke;

Werkmeister, Joseph; Maler; *11.3.1821 Großweil – †8.9.1867 Saratov/Rußland;
“Stud. 1836/39 an der Akad. München unter Clemens Zimmermann u. Jos. Schlottbauer u. wurde 19.12.1841 in die Akad. aufgenommen; ging 1845 auf Empfehlung des Fürsten Öttingen nach Rußland. Bildnisse der Eltern (Jugendarb. vor 1840) in Tölz, Privatbes.; Altarbild: Hl.Georg, in der Kirche Großweil, 1841; Bildnisse des Angerbräu-Bes. Jos. Schöttl in Murnau u.s. Gattin Maria Anna, 1842, i. Bes. v. Andr. Werkmeister, Murnau.” (ThB, Karl Feuchtmayr); Literatur: ThB;

Werner, Anselm (Pater OSB, Otto Raphael); Architekt; *1875 Cannstadt – †1938 Trier; Werk: 1904-1906 Ettal, Umbau und Neugestaltung des Internattraktes; Literatur: Koch1/2;

Werner, Carl (Friedrich Heinrich, Karl); Maler, Aquarellist, Lithograph, Landschaften, Architektur; *4.10.1808 Weimar – †10.1.1894 Leipzig;
“Stud. zuerst bei Hans Veit Schnorr v.Carolsfeld an der Leipziger Akad., seit 1829 Architektur bei Fr.v.Gärtner in München. Ging 1831 zur Malerei über, erlangte nach Einsendung einiger Studien zur Ausst. nach Dresden 1832 das gr. Reisestipendium für Italien. 1832 über Venedig, Bologna, Florenz nach Rom, wo er 1835 zum Katholizismus übertrat u. ... heiratete. ... 1856 kehrte W. nach Deutschland zurück u. ließ sich in Leipzig nieder;” (ThB);
Werk: Gemälde “Inneres der alten Pfarrkirche zu Garmisch”, 1832 vom sächsischen Kunstverein angekauft; Literatur: ThB, Nagler, Boetticher, WS, Uhde-Bernays;

Werner, Marion; Holzbildhauerin, Figuren, auch Krippen; *16.1.1951 Oberammergau; Lehre an der Schnitzschule Oberammergau; seit 1975 in Steingaden, Loristraße 4, tätig; 1972-75 Holzbildhauerschule; Mitglied des KBG, der Schongauer Gruppe, der NMK und seit 1997 des BBK;
“Ihre der naiven Kunst nahestehenden Holzskulpturen, mit denen sie ihre Mitmenschen mit nachsichtigem Humor aufs Korn nimmt, fanden durch eine ihr im Bayerischen Fernsehen gewidmete Sendung weite Beachtung.” (KBG, »Rudolf Härtl);
Ausstellungen: 1983/84 München, 1985 Herrsching, 1986 Den Haag, 1988 Hamburg, 1988 Kempten, 1988/89 Lübeck, Murnau; 2000/01, Garmisch; 2001, Berlin, Frauenmuseum, 3 Werke; Literatur: GPT 7.12.2000/1.2.2001 (Abbildung), KBG, Berufsverband (Porträt), KB 2.2.2001;

Westermann, Franziska (M.); Graphikerin; Murnau, Mühlstraße 31; Literatur: A1973;

Westhoff, Clara (Rilke-Westhoff); Bildhauerin, Malerin, Zeichnerin, Landschaften, Porträts, Stilleben; *21.11.1878 Bremen – †9.3.1954 Fischerhude;
“Mit 17 Jahren besuchte sie eine private Malschule in München. 1898 wurde sie Bildhauer-Schülerin bei Fritz Mackensen in Worpswede, 1899 bei Max Klinger und Carl Seffner in Leipzig, 1900 bei Rodin in Paris. Sie heiratete 1901 den Dichter Rainer Maria Rilke. 1919 übersiedelte sie mit Tochter Ruth nach Fischerhude, ... Sie war eine Pionierin der weiblichen Bildhauerei in Deutschland und nicht nur die Frau des Dichters. In ihren Werken werden entscheidende Wesenszüge zeitlos betont, konventionell zeitgebundenes wird skizzenhaft negiert.” (http://www.washausen.de/fischerhude/deutsch/fhneu94.htm);
“1902 wegen materieller Schwierigkeiten Auflösung des Westerweder Haushalts und Aufenthalt in Paris. Stipendium für Italien: 1903-04 Rom. 1904 Atelier in Vogelers Barkenhof, Worpswede. 1905 Aufenthalt zusammen mit Rilke bei Rodin in Meudon. 1906 Übersiedlung nach Berlin. 1907 Ägyptenreise. 1907 erneut Korrektur bei Rodin. Besuch bei Maillol. 1911 Studium der Holzschnitzerei in Garmisch-Partenkirchen, Übersiedlung nach München [hier bis 1919].” (Evers);
Freundschaft mit Paula Modersohn-Becker; Werke: Barkenhof, Worpsweder Archiv; Bremen, Kunsthalle; Fischerhude, Museum; Gernsbach, Rilke-Archiv; Hamburg, Kunsthalle; Literatur: ThB, Vo, Dr1930, Pe, Gorenflo, Schweers, Evers, Heck;

Weymar, Bettina; Malerin; Mittenwald, Hochstraße 6; Literatur: A1953;

Widmann, Johanna; Holzbildhauerin; in Egling tätig; seit 2001 Mitglied des KBG; Werk: 2001, Garmisch, Kurpark, Objekt “Triade”, März 2002 durch Wandalen zerstört; Literatur: KB 20.3.2002, GPT 14.5.2002;

Widnmann, Max; Radierer, Graphiker, Landschaften, Berge, Porträts; *28.2.1886 München – †1963 Dachau; Studium an der Städtischen Malschule in München; 1914-22 als Kirchenmaler tätig; um 1930 in Seeshaupt, ab 1935 in Dachau, um 1950 in Garmisch, Loisachstraße tätig; Mitglied im RK; Werke: München, Städtische Galerie im Lenbachhaus; Literatur: ThB, BMM, Dr1930, Reitmeier;

Wiegand, Hermann; Faßmaler, Karikaturist; *1941 Oberammergau; Werk, Buch: “Da ander Passio” mit Karikaturen über die Passionsspiele Oberammergau 2000, Text von Walter Lang; Literatur: GPT 19.10.2000;

Wiegerling, Erwin (E.LIN); Restaurator, Kirchenmaler, Freskant, Maler, Aquarellist, Eingerichte, Objektkästen;
Restaurierwerkstätten: Gemälde- und Skulpturenrestaurierung, Schmiede, Schreinerei, Vergolderei; Hauptsitz in Gaißach (auch München, Mondstraße 6); Atelier am Gardasee;
“Sein Leben war von Widerständen und Hindernissen geprägt, privat wie beruflich. Kindheit und Jugend in Bad Tölz waren bescheiden, später lebte er zeitweise am Rande des Existenzminimums. Er machte eine Malerlehre, übernahm dann den Betrieb seines Meisters, an den viele Verpflichtungen geknüpft waren, kämpfte sich langsam hoch, holte all die Ausbildungen nach, die ihm als Jugendlicher verwehrt worden waren und hat im Lauf der Jahre einen der bedeutendsten Restaurierungsbetriebe Deutschlands geschaffen: ›Die Werkstätten Wiegerling‹. Hier ist unter einem Dach vereint, was zum Erhalt und Wiederherstellen historischer und sakraler Bauwerke notwendig ist: von der Dokumentation über Analyse bis hin zur Gestaltung des kleinsten Details. Neben dem Aufbau seines Betriebes hat sich Erwin Wiegerling schon vor 30 Jahren der Kunst gewidmet und mit kleinen ›Eingerichten‹, Bildern und Objekten begonnen. Heute hat er im ›Forum Lin‹, einer ausgedienten Fabrikhalle gleich neben seiner Firma in Gaißach bei Bad Tölz, endlich den Raum gefunden, um seine mittlerweile großformatigen Arbeiten, Streubilder und Installationen präsentieren zu können. ... In seinen Arbeiten will Erwin Wiegerling dem Betrachter seine tiefen inneren Empfindungen, die Ehrfurcht vor Natur und Materie vor Augen führen. Denn auch in den unbedeutendsten Dingen, wie einem kleinen Zweig, einem Kieselstein oder herbstlichem Schilfgrashalm stecken für ihn Schöpfung, Geist, Harmonie und Liebe." (Klaus Röder);
“Verletzte Holzfiguren, verblichene Heiligenbilder, übermalte Fresken – das sind die Patienten, die von Erwin Wiegerling und seinen Mitarbeitern wie in einem medizinischen Labor behandelt werden. In Gaißach (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) hat der Spezialist einen der bekanntesten Restaurationsbetriebe für sakrale Kunst im süddeutschen Raum gegründet. Seit 30 Jahren arbeitet Wiegerling im Verborgenen auch selbst als bildender Künstler – unter dem Decknamen E.LIN. Er sammelt Gräser und Hölzer aus dem Benediktbeurer Moos und lässt daraus Strukturbilder entstehen.” (Münchner Merkur);
Ausstellung: 2002, Benediktbeuern, Kloster; Werke: Um 2000, Ettal, Abtei- Pfarr- und Wallfahrtskirche Basilika St. Maria aufgenommen in den Himmel, Sakristei, an der Restaurierung beteiligt; 2000/01, Oberau, Pfarrkirche St. Ludwig, Altarbild: “Es stellt in abstrahierender Form die drei nachchristlichen Jahrtausende dar.” (GPT); 1999, Füssen, St. Mang, Marmorkapelle, Pfarraltar, Neugestaltung mit Lichtinstallation; Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen, Film von Klaus Röder, 12.5.2002 (http://www.br-online.de/inhalt/dms/dokument/20sonn12-5-02~1.doc); Literatur: Museum Altomünster, GPT 21.6.2001, KB 22.6.2001 (Abbildung), Münchner Merkur 11.5.2002 (Porträt); Mg: E.LIN;

Wiehen, Helen (, verehelichte Laschinsky, Helen-Louise, Wichen, Helene); Bildstickerin, Holzschneiderin, Malerin, Graphikerin, Landschaften, Porträts, Akte, Freskantin, Kirchenfresken; *9.3.1899 Verden/Aller – †24.5.1969 Partenkirchen, Münchner Straße 56, W. lebte davor in der Mittenwalder Straße 23; Schulbesuch in Dortmund, Kiel und Leipzig, 1917 Abschluß; bis 1922 Studium an der Akademie Leipzig, Schülerin von »Horst-Schulze; Studienaufenthalte: 1923/24 Berlin und München, 1924/25 in Paris an der Akademie Cola Rossi und Julien, in Rom und Florenz; in Münster/Westfalen als Porträtmalerin tätig; seit 1926 in Köln, hier erste große Wandbilder; “Seit 1924 gemeinsame Arbeit mit der Bildhauerin Hildegard Domizlaff. 1927 gemeinsamer Atelier-Hausbau mit Unterstützung der Stadt Köln." (Pohlmann); 1929 erste Stickereien mit christlichen Themen; 1935 Heirat mit Carl Laschinsky; Studienreisen nach Italien, Sizilien und Afrika; Ende 1939 Übersiedlung nach Partenkirchen; 1943 Graphologie-Studium bei Ernst Hoferichter;
... in letzter Zeit hauptsächl. Nadelarbeiten (Paramente f. d. Benediktinerabtei Niederaltaich, Predigtstola f. d. Pfarrk. Wörishofen, Palla f. d. Dominikanerkloster Walberberg; weitere Arbeiten für Münster i.W. u. das Dominikanerkloster in Regensburg). Sonderausst. 1926 im Kstver. Leipzig.” (Vo);
Ihre ›Nadelmalerei‹, meist auf hellem Seidengrund, zeigt in der Tat eine erstaunliche Beherrschung nicht nur der formalen Mittel altchristlicher Darstellung und Symbolik, sondern atmet dabei auch Überzeugungskraft aus eigener Religiosität. Gold- und Seidenfäden, Perlen und vergoldetes Leder als Materialien dienten auch der handwerklichen Meisterschaft der Künstlerin, deren Stickereien oft mosaikartigen Charakter haben und damit auch in ihrer optischen Wirkung sich an den stärksten Werken früherer christlicher Kunst orientieren. Helen Laschinsky hat für die Kirchen beider Konfessionen gearbeitet, auch aus persönlicher ökumenischer Überzeugung. Der Schulschwestern-Konvent St. Irmengard wie auch Kloster St. Anton besitzen wertvolle Paramente aus der Hand dieser hochbegabten Künstlerin." (GPT 1972, »H.Schott);
Im letzten Jahrzehnt ihres Lebens wendete sich die Künstlerin mehr und mehr der abstrakten Kunst zu und schuf auch hier wesentliche Werke mit Nadel und Pinsel. Seit über vier Jahren wußte sie von ihrer schweren Krankheit, die in absehbarer Zeit zum Tode führen mußte. In bewundernswerter Glaubenskraft lebte sie dem Tag ihrer Vollendung entgegen, arbeitete noch künstlerisch bis zuletzt, vor allem an einer gestickten Dornenkrone für die Kirche in Lauben, deren Fertigstellung ihr sehr am Herzen lag, war in der ihr eigenen Güte immer ganz für alle Menschen da, die ihre Hilfe und Freundschaft suchten, diente vor allem ihrem Mann mit hingebender Liebe und Sorge bis zum Tag vor ihrem Tod." (Pohlmann);
Ausstellungen: 1922, Murnau; seitdem viele in Deutschland; 1953, Hindelang; Werke: Museum Münster/W.; 1920, Lithographie “Porträt »Heinrich Rambold”; seit etwa 1940, Partenkirchen, Lyzeum, reichhaltige Meßgewänder;
Literatur: Vo, Dr1930, Gorenflo, Salmen1, Gebhart1, Dütsch1/2, Kürschner, DCK 1928/29/ 1931/32, GPT 24.5.1972 (Porträt, Abbildung); Frater Carl Pohlmann, Nachruf, 1969 (Porträt);

Wieland, Hans Beat (Beatus); Maler, Aquarellist, Landschaften, Schweizer Berge, Figürliches, Akte; *11.6.1867 Gallusberg bei Mörschwil/Schweiz – †23.8.1945 Kriens/Luzern; Besuch der Gewerbeschule in Basel und anschließend der Zeichen- und Modellierschule von »Fritz Schider, seit 1885 in München, erst an der KGS, dann an der Kunstschule von Paul Nauen, dann an der ABK München; Mitglied der Münchener Secession; seit 1918 ständig in der Schweiz; Freundschaft mit »E.Kreidolf: “Nur mit »Balmer stand ich noch im Verkehr und mit Wieland, der mich jeden Winter in Partenkirchen besuchte und für mich durch sein frisches, heiteres Wesen immer eine große Aufmunterung war. Er malte den Tag über Schneelandschaften. Abends saßen wir zusammen beim Pischl, er spielte Gitarre und wußte allerlei lustige Lieder dazu zu singen, war ein teilnehmender Freund, wie Balmer, die beide ihr gutes Zutrauen zu mir nie aufgaben.” (Kreidolf1);
“Entdeckte er in der alpinen Landschaft vorerst zahlreiche malerisch reizvolle Motive, so erstarrte seine Malerei nach und nach in der perfekten, aber gleichförmigen Wiedergabe von Bergketten und -gipfeln, die ihm den einseitigen Ruf eines Alpenmalers einbrachten. Nach seinem Umzug in die Innerschweiz unterstützte er mit der Darstellung des naturverbundenen Bergmenschen vor gewaltiger Alpenkulisse die verbreitete Auffassung von den Schweizern als freies, naturverbundenes Hirtenvolk. Wieland gehörte trotz virtuos beherrschtem Handwerk und künstlerischer Vielseitigkeit – er machte sich auch als Grafiker und Plakatkünstler einen Namen – zu keiner Zeit zu den Vorreitern der Kunst und hielt stets an seinem unkritischen, realistischen Stil fest, in der Gewissheit, einer der populärsten Schweizer Maler zu sein. Schon wenige Jahre nach Wielands Tod geriet seine Kunst jedoch in Vergessenheit.” (Sikart Isabelle Chappuis);
Werke: In alpinen und Schweizer Museen; 1893 mit »M.Z.Diemer Großpanorama für die Weltausstellung in Chicago; Literatur: ThB, Vo, Bénézit, Pe, Zebhauser, Sikart, Kreidolf1;

Wiertz, Jupp; Maler, Graphiker, Werbegraphiker, Plakatkünstler, Zeichner, Plakatkünstler, Buchkünstler; *5.11.1888 Aachen – † Februar 1939 Berlin; Studium an der KGS Berlin; Mitglied im RK und im Vorstand des Bundes deutscher Gebrauchsgraphiker; Werk: 1934, offizielles Plakat für die Jubiläumspassionsspiele in Oberammergau (Abbildung Rädlinger, »H.Keimel); Literatur: ThB, Vo, Dr1930, Rädlinger;

Wiese, Irmengard; Bildhauerin; Oberammergau, Dorfstraße 9; Literatur: A1953;

Wieser, Anton; Bildhauer; *1955 Bad Tölz; 1976-77 Schreinerlehre, 1977-80 Holzbildhauergeselle an der Schnitzschule Oberammergau; 1980 Studium an der ABK München bei H.Ladner; Literatur: 10 Studenten der Bildhauerklasse H.Ladner, Ausstellungskatalog, München, 1984 (Abbildungen);

Wieser, Käthe; Zeichnerin; Mittenwald, Innsbrucker Straße 74; Literatur: A1953;

Wiesner, Inge; Hinterglasmalerin; Mitglied in “Der Kreis”;
“Mit unbekümmerter, naiver Erzählfreude schildert dagegen Inge Wiesner die Rauferei während eines Eishockeyspieles, wobei sie die Technik der Hinterglasmalerei geschickt zu handhaben weiß.” (GPT, »R.Härtl);
Ausstellung: 1976, Garmisch; Literatur: GPT 28.6.1976;

Wiesnet, Gabriele; Kunstgewerblerin; Grainau, Loisachstraße 3; Literatur: A1953;

Wilckens, Marie (Luise); Kleinplastikerin, Porträts, Tiere, Großplastik, Brunnen; *1908 Bremen; 1928/29 Architekturstudium an der Technischen Hochschule München, 1929-35 an der ABK München Meisterschülerin bei Bleeker; Mitglied der Münchener Secession und der GEDOK; Ausstellungen: Im In- und Ausland; 1961, München, Haus der Kunst; Werke: Großplastiken in vielen deutschen Städten; 1976, Murnau, Wohnanlage des Unfallkrankenhauses “Steinbrunnen”; Literatur: Vo, Ki (Werkwürdigung von Gertrud Fussenegger);

Wilckinghof, Ernst; Maler, Landschaften, Porträts; *18.5.1885 Nordkirchen/Westfalen; Studium an der ABK Düsseldorf; um 1925-65 in München, Georgenstraße 105 (Schönfeldstraße 13, Herzog-Rudolf-Straße 24), tätig; Mitglied im RK; Ausstellung: 1929 im Münchner Glaspalast; Werk: Gemälde “St. Anton in Partenkirchen”; Literatur: ThB, Düsseldorfer Maler, Dr1930, IHK, Ruf2; J.Karl, Aus Münchner Künstlerateliers, 1929;

Wilczok, Eva; Kunstgewerblerin; Garmisch, Olympiastraße 24; Literatur: A1953;

Wilk, Josef (Prof.); Maler, Landschaften, Porträts, Blumen; *29.10.1872 Karlsbad – †19.8.1948 Walchsee/Tirol; Studium an der ABK München; dann in Italien; seit etwa 1945 in Walchsee; Ausstellung: 1949, Gedächtnisausstellung in Kufstein; Werk: Gemälde “Kochelsee” (Garmisch, Galerie Pritschow); Literatur: Vo;

Williard, Hans (Anton); Maler, Aquarellist, Zeichner, Lithograph, Landschaften, Architektur; *21.2.1832 – †13.5.1867 Dresden;
“Erlernte bei s. Vater das Zeichnen auf Stein, besuchte 1852 einige Monate die Dresdn. Akad., ging dann nach Leipzig, wo er etwa 4 J. in einer lith. Anstalt arbeitete. Seit 1856 wieder in Dresden, zunächst als Zeichner u. Lithograph, später als Architektur- u. Landschaftsmaler.” (ThB, E.Sigismund);
Werk: Um 1861, Lithographie “Partenkirchen” aus dem Album “Aus dem Bayerischen Hochgebirge” mit 22 Blättern; Literatur: ThB, WS;

Willroider, Ludwig (Prof.); Maler, Landschaften; 11.1.1845 Villach – †22.5.1910 Bernried; auch im Murnauer Raum tätig; Schreinerlehre; Studium an der ABK München; Werke: Nachlass in Villach; Literatur: ThB, Boetticher, Bénézit, Müller/Singer, Busse, Goldstein, Ruhmer1, Uhde-Bernays, BMM, Schweers, Gassen, Aigner, Heck, Hruschka3; Mg: LW;

Wilson, Robert; Maler, Bildhauer, Installationskünstler, Regisseur; *1941 Waco/Texas; Ausstellung: München, Stuck-Villa; Werke: 21.5.-8.10.2000, Oberammergau “14 Stations” – 14 “Kapellen” Licht- und Klanginstallation für Passion; Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen 21.5.2000, ARD 4.8.2002; Literatur: Art, GPT 11.4./ 23.5.2000 (Porträts);

Wimmer, Sophie; Holzschnitzerin; Lehre an der Schnitzschule Oberammergau; Literatur: Merian 11/XVII (Porträt);

Windisch, Josef; Maler, Aquarellist, Radierer, Landschaften, Berge, Blumen; *8.12.1884 Graz – †8.7.1968 München, Eisenhartstraße 29; bis 1906 Studium in Graz an der Landeszeichenakademie bei Schrötter und Diet, an den KGS: 1907 Nürnberg, 1908 Kassel und 1911 Stuttgart; ab 1918 in Dachau tätig; Mitglied im RK, im Süddeutschen Illustratorenbund München und im Kunstverein Dachau; viele Werke aus dem Werdenfelser Land; Ausstellungen: Dachau, Graz, München; Literatur: ThB, Vo, BMM, Dr1930, Ruf2, Reitmeier;

Wink, Christian (Joh. Christian Thomas Winck); Freskant, Maler, Radierer; *19.12.1738 Eichstätt – †6.2.1797 München;
“Lernte bei dem Faßmaler Ant. Scheidler in Eggenfelden. 1 Jahr Geselle Jakob Feichtmayers in Eichstätt, anschließend kurze Zeit in Augsburg u. Freising, dann Gehilfe Joh. Mich. Kaufmanns ... in München, der ihn zur ›Copierung der Fürsten und Personen des durchlauchtigsten Churhauses‹ heranzog. ... 1769 Ernennung zum kurf. Hofmaler. ... Der meistbeschäftigte Münchner Freskant der 2. Hälfte d. 18. Jh.s, obwohl nicht zu den führenden süddeutschen Großmalern der Zeit zählend.” (ThB);
“Er ging vom Schusterhandwerke zur Malerei über, und wurde endlich in München Hofmaler, machte sich bald durch eigene Erfindungen bekannt, welche den Umfang seiner Fähigkeiten wahrnehmen ließen. Er malt jährlich die Decorationen für die Münchner Bühne und versuchte sich auch auf frischem Kalk. Viele Kirchen sind mit seinen Frescogemälden geziert.”
(Campe, 1833);
Werke: Um 1760, Hechendorf, Filialkirche St. Anna “hl.Johann Nepomuk” (Zuschreibung); 1780, Ohlstadt, Pfarrkirche St. Laurentius Gemälde “hl.Antonius” und “hl.Franziskus” (die Gemälde sollen nach der Säkularisation vom Kloster Attel gekommen sein); 1781, Schlehdorf, Pfarrkirche St. Tertulin “hl.Augustin”; Literatur: Campe, ThB, Wü1, De, Oldenbourg, Vignau, Valentin (Abbildung), DCK 1913-15/ 1922/23;

Winkel, Karl; Maler, Zeichner, Landschaften; um 1937 in München, Marsstraße 8, tätig; Werke: Um 1934, Zeichnungen “Blick auf das Wettersteingebirge” und “Eibsee”, als Ansichtskarten erschienen; Literatur: IHK;

Winkle, Christl; Hinterglasmalerin; Murnau; Ausstellungen: Jährlich in Murnau; Literatur: GPT 12.8.2002 (Porträt), Dütsch3;

Winkler, Carl; Architekt (Baurat), Altertumsforscher, Konservator; *1836 Partenkirchen – †21.2.1909 Kolmar; “Architekturstudium in Nürnberg, wandert nach Frankreich aus, nimmt 1859 als Freiwilliger im französ. Genie-Corps am Kriege gegen Italien teil, läßt sich nach dem Feldzug als städt. Architekt in Hagenau i. Elsaß nieder. Übersiedelt 1878 nach Kolmar. Später Kaiserl. Baurat u. Konservator der geschichtl. Denkmäler im Elsaß.” (ThB);
Werke: Bauten im Elsaß; viele Bücher zum Bauwesen; Literatur: ThB, De (Elsaß und Lothringen, 1940);

Winkler, Kay; Malerin; Mitglied im KBG; “Kay Winklers Begabung liegt ebenfalls auf dem Gebiet des Porträt: Ihre zwei Bildnisstudien erinnern durch zeichnerische Klarheit, Formengenauigkeit und die lautere Gesinnung dem Modell gegenüber an die Zeichnungen deutscher Romantiker.” (GPT, »R.Härtl); Ausstellung: 1975, Garmisch; Literatur: GPT 23.6.1975;

Winkler, Werner; Kunstgewerbler; Partenkirchen, Münchner Straße 7; Literatur: A1937;

Winsauer, Eugen (Dr.); Zahnarzt, Maler, Graphiker, Bildhauer; Garmisch; Studium an der ABK München bei A.Jank, A.Schinnerer, »M.Dasio und »R.Klein;
“Noch während der Ausübung seiner zahnärztlichen Praxis bildete er sich bei »Professor Hitzberger zum Holzbildhauer heran. Aus dieser erneuten ›Lehrzeit‹ entwickelte sich – aus geistiger, künstlerischer und menschlicher Wahlverwandtschaft heraus – eine langjährige herzliche Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem Altmeister expressiver Plastik. Schönstes Denkmal dieser Künstlerfreundschaft ist wohl die ausgestellte Porträtbüste Prof. Hitzbergers, die der Bildhauer selbst einmal als das beste von ihm geschaffene Porträt bezeichnete. Es spricht jedoch für die eigenständige künstlerische Persönlichkeit Dr. Winsauers, daß er sich schnell von dem übermächtigen Vorbild Hitzbergers löste und – vor allem in der Graphik – einen eigenständigen, phantasievollen Stil entwickelte.” (GPT, »R.Härtl);
Ausstellung: 1977, Garmisch; Literatur: GPT 13.6.1977;

Winsi, Uschi; Keramikerin; *28.2.1957 Partenkirchen, hier seit 1983 Werkstatt, jetzt Ludwigstraße 23; 1974-77 Lehre bei »Wilhelm Kagel; bis 1979 Weiterbildung (u.a. bei Rainer Doss in Hamburg); 1979-81 auf der Staatlichen Meisterschule für Keramik in Landshut mit Meisterprüfung;

Winter, Christel; Malerin, Aquarellistin, Landschaften, Stilleben; *1940 München; lebt in Uffing, An der Ach 13, früher in Riedhausen; 1961-64 Studium an der Pädagogischen Hochschule München; 1964 an der Sommerakademie Salzburg bei Oskar Kokoschka; 1965-69 an der ABK München; 1969 Staatsexamen für Kunsterzieher; 1970-89 Kunsterzieherin am Werdenfels-Gymnasium; seit 1989 am Staffelsee-Gymnasium in Murnau; Mitglied im KBG; Ausstellungen: 1985/86, Garmisch; Literatur: KBG, GPT 12.6.1985;

Winter, Franz Joseph (Winder, Wincler); Maler, Radierer; * um 1690; † nach 1756 München?;
“Kam um 1710 nach München, wurde Schüler von Caspar Sing, dessen Base er 1714 heiratete. Malte seit 1715 für den Hof viele Bildnisse u. wurde kurf. Hof- u. Kammermaler in M. 1744/45 vorübergehend in Augsburg tätig. Suchte 1756 um eine Pension nach. Malte Altarbilder für Andechs, Ettal, Indersdorf, Landshut i.B., Regensburg u. St. Jakob am Anger in München.” (ThB);
“... ein berühmter Bildnißmaler zu Augsburg und München, soll noch 1758 geblüht haben. Man hat auch von ihm Altarblätter.” (Campe, 1833); Werke: In bayerischen Museen; um 1755, Ettal, Basilika, Altarblatt “Hl. Familie” (verschollen); Literatur: Campe, ThB, Nagler, De 1925, Schnell, Koch1/2;

Winterholler, Franz (Isi, Isidor); Freskant, Malermeister, Maler, Landschaften; *29.1.1932 Garmisch – †23.2.1992 Partenkirchen (Kreiskrankenhaus); in Garmisch, Bankgasse 5, tätig; 1947-50 Lehre bei seinem Vater »I.W. (*1907-†1966);
“Schon früh machte er sich auf, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, lernte die Malerei von Grund auf, absolvierte mit Erfolg die Meisterschule in München, die er als Diplom-Malermeister verließ. Schon bald schuf auch er erste Lüftl-Werke, von denen heute – um nur einige Beispiele zu nennen – in Garmisch-Partenkirchen das am Steuben-Hotel, am Gasthof ›Schranne‹, aber auch an vielen Privathäusern im Landkreis und darüber hinaus Zeugnis von seiner Schaffenskraft ablegen. Zu seinen Hobbys zählte vor allem die Jagd, aber auch das Skifahren (er war lange Jahre Mitglied im Skiclub Garmisch) und auch die Geselligkeit liebte er sehr. Dabei trat er oft als Musikant mit seiner Ziach auf.” (GPT);
Werke, Fresken: 1980, Garmisch, Promenadestraße “Zimmerer” (Abbildung Goldenes3); 1982, Partenkirchen, Ballengasse 1; Brannenburg, Ingolstadt, Österreich u.a.; Literatur: A1937/53, MAGP, GPT 27.2.1992 (Porträt), Goldenes3, Härtl1; Mg: F.J.W.;

Winterholler, Isidor jun. (Isi); Freskant, Dekorationsmaler, Malermeister; *17.4.1907 †17.4.1966 Garmisch, Bankgasse 3/5; Vater von »Franz I.W.; Werk: Partenkirchen, Fritz-Müller-Straße, Landhaus Glässel, Fresko “Loisachflößer” (Abbildung Goldenes3); Literatur: A1937-53, Goldenes3, GPT 27.2.1992;

Winterholler, Isidor sen.; Freskant, Dekorationsmaler; *15.5.1883 – †6.3.1959 Garmisch; ebenda, Loisachstraße 18 und Burgstraße 54, tätig; 1918 Mitglied des Sozialdemokratischen Vereins; Literatur: A1912-53, MAGP, Ostler1/2, Goldenes3;

Wirth, Ludwig (irrtümlicher Name Wirth, Franz); Architekt, Stadtbaumeister; *14.2.1879 Regensburg †1946 Partenkirchen; ebenda seit etwa 1934, Kochelbergstr. 9, tätig; “Stud. an d. Techn. Hochsch. München. Reg.-Baumstr. in den Landbauämtern Amberg u. Regensburg. 1914/24 unter H.Erlwein u. H.Poelzig Abteilungsvorstand im Städt. Hochbauamt Dresden (Stadtbaudirektor), 1925/35 Privatarchit. in Dresden, seitdem in Garmisch-Partenkirchen.” (ThB);
Werke: Viele Bauten in Dresden; in Partenkirchen, Landhaus des Generalfeldmarschalls List; Literatur: ThB, A1937, Ostler2;

Wirth-Leys, Tatyana; Malerin, Figürliches, Stilleben, Mutter dreier Kinder; *1956 Innsbruck; lebte 1985-92 in Ehrwald, lebt seit 2000 in Wien; Ausstellung: 2001, Ehrwald;

Wirths, Annelie (Designer grad.); Architekt; Partenkirchen, Wettersteinstraße 39; Literatur: Architektenliste;

Wissel, Hans (Prof.); Bildhauer, Graveur, Ziseleur, Metallbildner, Porträts, Figürliches; *4.8.1897 Magdeburg – †1948 Grainau; Studium an der KGS Magdeburg; Studienreise nach Italien; Prof. in Königsberg; Prof. und Leiter der Bildhauer-Klasse an den Werkschulen in Köln; besaß seit 1935 in Grainau ein Haus und lebte 1945-48 hier; Mitglied im RK und im Deutschen Künstler-Bund Weimar; Literatur: ThB, Vo, Dr1930, Meindl, GPT 18.5.1936;

Wissinger, Evelyn; Malerin; lebte erst in Garmisch-Partenkirchen, jetzt in München; Ausstellung: 2001, Partenkirchen; Literatur: GPT 15.1.2001;

Wittek, Carl (Karl); Maler; in München, Theatinerstraße 23, dann in Murnau, Philosophenweg 20, tätig; Mitglied im RK; Literatur: Dr1930, A1958;

Witting, Anton (“Gschwandtner Toni”); Krippenbauer; *15.11.1923 – †3.8.1993 Partenkirchen; Mitglied im Verband der Bayerischen Krippenfreunde; Ausstellung: 1982, WFM; Literatur: Rehm, Werdenfelser Krippenfreunde, DBK/287;

Witting, Franz jun.; Schlosserei, Kunstschmiede; Farchant, Oberauer Str. 16; Werk: Partenkirchen, Friedhof, Kreuz (Anton Maurer); Literatur: GPT 26.10.2001;

Wittmann, Christian; Bildhauer; *6.9.1871 Frohnhof/Amberg – †26.6.1958 Oberammergau, Daisenbergerstraße 77a1/3 (Haus Nr. 181h); Vater von »Christian W. jun.; um 1912-27 Fachlehrer für Schnitzen und Modellieren an der Schnitzschule Oberammergau; Literatur: A1912-27, Feldigl, Dr1930, Saal (Porträts);

Wittmann, Christian jun. (Christl, Christel); Bildhauer, Krippenfiguren, Heilige, Engelgruppen, Studienrat; *10.12.1898 München – †13.5.1985 Oberammergau, »Michael-Diemer-Straße 2 (Daisenbergerstraße 77a1/3); Lehre an der Schnitzschule Oberammergau; W. “... der von »Georg Lang sel. Erben die Gelegenheit erhielt, eine Lehrwerkstatt einzurichten. In dieser später sogenannten ›Wittmann-Schule‹ schnitzten die Schüler die von ihrem Lehrmeister frei nach alten Oberammergauer Vorbildern, aber doch unverwechselbar in seinem eigenen Stil entwickelten Modelle als relativ billige Massenartikel nach." (Zull2);
1950-63 Lehrer für Vergolden und Fassen an der Schnitzschule Partenkirchen; Ausstellung: 1960, Oberammergau “Vertreibung aus dem Paradies” (Holz bemalt), “Maria mit Kind” (Holz grundiert); “Maria mit Zepter” (Holz bemalt), “Krippendarstellung”, “Krippe mit Josef”; Werk: 1967 “Madonna mit Kind” (OHM, Abbildung Zull3);
Literatur: Vo, DCK 1934/35, Der Holz- und Steinbildhauer 1934, Heimstätte, A1927-53, Heyelmann, Zull2/3, Lang, Gröber Neuausgabe (viele Werke abgebildet);

Wittmann, Josef; Keramiker; Garmisch, Am Wehr 13; Literatur: A1953;

Wittmer, Johann Michael d.Ä. I (“Maler”); Faßmaler; *22.11.1773 (Taufe) – †22.5.1802 Murnau; 11.1.1802 Heirat; Vater von »Johann Michael d.J. II W.; lebte im Haus 173/155/156/199, heute Obermarkt 26 (»Bernhardt); Werke: 1794, Murnau, Pfarrkirche, Fassung des Sebastiansaltars mit »J.S.Seitz; “renovierte 1799 i.d. Kirche [Filialkirche St. Anna] zu Hechendorf b. Murnau die Fassung des Narzissusaltars in Weiß.” (ThB); Literatur: ThB, Schnell, De, Wü2, Schedler-Simet1, Gebhart1, MAM, Hruschka3; Mg: IMW;

Wittmer, Johann Michael d.J. II (Wittimer, Johann Michael, Wibmer, Wittner, M.?); Maler, Zeichner, Radierer, Lithograph, Freskant, Hinterglasmaler, Genre, Historiendarstellungen, Porträts; *15.10.1802 Murnau – †9.5.1880 (auf der Reise von Rom kommend) in München; Sohn von »J.M.W.I; in Weilheim abgebrochene 15 monatige Goldschmiedelehre; malte zum Broterwerb Hinterglasbilder: “mit den sauer erworbenen Sparpfennigen” (Gebhart2) ab 1820 (1819) Studium an der ABK München, zuerst bei J.P.v.Langer und 1825-28 in der Werkstatt von P.v.Cornelius; “in den Ferien zog er auf eigene Faust in die Berge und skizzierte nach freiem Ermessen und malte zur heilsamen Stärkung seines Magens eine Reihe von Porträts” (Gebhart2); 1828-32 Studienaufenthalt in Rom; Schüler von Joseph Anton Koch, 30.11.1833 Heirat mit dessen Tochter in Rom; 1844 wieder in Murnau; nach 1850 vor allem als Kirchenmaler tätig;
“Seine Bilder zeigen eine betonte Farbenfreudigkeit, gepaart mit einer gewissen Trockenheit im Ausdruck. Die religiösen Werke sind spürbar romantisierend, jedoch mit Innigkeit gemalt.” (Hauke5);
Ausstellungen: 1858 München, 1861 Köln, 2003 Schloßmuseum Murnau;
Werke, Gemälde: München, Neue Pinakothek; 1821/22, “Posthalterin Joh. Bayerlacher von Murnau”; 1825, “Joh. Paul März von Murnau”; 1827, Oberau/Loisach, Gasthof zur Post “Posthalterin Neuner mit Töchterchen”; 1837, “Maria Elisabeth Porer, geb. Reiser” Partenkirchen; Weindorf/Murnau, Kirche “hl.Sebastian”; 1853 (1848?), Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus “Engel tragen den Leichnam der hl.Katharina auf den Sinai”: “Im Monat August 1854 besuchte er mit seiner ältesten Tochter Theodolinde seinen Geburtsort und brachte für seine Pfarrkirche ein herrliches Altarbild mit ..." (Baumann, 1855); (am 25.11.1855 feierlich enthüllt, vom Markt Murnau “... mit Curatel-Genehmigung eine Gegengabe aus der Communal Kasse ausbezahlt mit 150 fl.” Gampe3);
um 1858, Partenkirchen, Frau Genia Fürst “Bildnis des Sohnes Friedrich” (bei G. Fürst auch Sammlung von weiteren Werken); 1866, Murnau, Familie Leu “Familie Kottmüller von Murnau mit ihren Namensheiligen”; 1867: Murnau, Mariahilfkirche, Seitenaltar “Maria”; 1870, Partenkirchen, Pfarrkirche, Hochaltar “Himmelfahrt Mariä” (1872, Murnau, Pfarrkirche, kleine Wiederholung); 1874, Obereglfing/Murnau, Pfarrkirche, Hochaltar “St. Martin”; 1876, Murnau, Pfarrkirche, Rosenkranzaltar “Maria als Königin des Rosenkranzes”; 1877, Murnau, Pfarrkirche, “Schutzengel”; “Mariä Himmelfahrt” (Privatbesitz Kapfer); Weindorf, Filialkirche St. Martin, Chor “hl.Sebastian” (ehemaliges Altarbild der Murnauer Krankenhauskapelle); um 1845 “Dankopfer Noahs”: “... wörtliche Wiederholung nach Kochs gleichnamigen Bild, das in zwei Fassungen vorliegt: die erste, von 1803, im Städtischen Kunstinstitut in Frankfurt am Main, die zweite, von 1813, in Leipzig.” (Hauke5 mit ausführlicher Beschreibung und Abbildung, Murnauer Privatbesitz); Zeichnungen: Murnau, kath. Pfarramt; Partenkirchen, Sammlung Genia Fürst; Pinsel in Braun über Bleistift: “Murnauer Moos” (erstmals veröffentlicht bei “Wege”); Lithographien: Vor 1827, “Bildnis des Pfarrers J.A. Pessenbacher von Murnau” (Abbildung Hruschka3); 1873, “Panorama des Gebirges bei Murnau” (gedruckt von J.B. Obernetter, München, Abbildung »Dingler1, Das Murnauer Moos); Fresken: 1870-72, Murnau, Pfarrkirche, Deckenfresko: “Für die Schöpfungsszenerien griff er in einigen Punkten auf sein Gemälde vom Dankopfer Noahs zurück, das durch vielfältige Tierdarstellungen beeindruckt und eine Komposition J.A.Kochs wiederholt.” (Hruschka3, G.R.Koschade, Dr.M.Hruschka);
1872, Seehausen, Pfarrkirche, im Chor;
Literatur: BMM, Nagler, Boetticher, Bénézit, Baumann, Rock, Adam, Schnell, Wi, Wege, ThB, De, Oldenbourg, Gebhart1/2, Bodenmüller1, Bauer3, SM, Schedler-Simet1, Vignau, Schweers, Wü2, Hauke5, Krönner3, Gampe3, Hruschka3 (ausführlich, Abbildungen); Prof.W.Hauke im Jahrbuch des Historischen Vereins Murnau, Murnau, 1982;

Wittmer, Johann Michael Cassian (“Maler”, Witwer, Kassian); Maler, Faßmaler; *13.8.1728 Imst/Tirol – †11.12.1792 Murnau (plötzlich vom Schlag getroffen), “Maleranwesen, heute Barmann”, 173/155/156/199, heute Obermarkt 26; heiratete am 28.5.1759 in Murnau die Tochter Mechthild des Malers »A.Bernhardt; W. war Vater von »J.M.W. I und von »Joseph W.; W. war auch in Etting/Weilheim und Polling tätig; Werke: Murnau, Pfarrkirche: 1775, Fassung des Hochaltars; 1777, Fassung des Tabernakel im Choraltar; 1781, Altarbild “St. Michael im Kampf mit dem Satan”; 1760 und 1762 in der Ramsachkirche tätig; 1782, Sindelsdorf, Kirche Unsere Liebe Frau, Fassung der Sebastiansfigur und anderer Bildhauerarbeiten; 1782, Eschenlohe, Pfarrkirche, Faßarbeiten: 4 Kapitelle und 6 Lisenen im Chor und vielleicht ein Kruzifix, den Aufsatz des Taufsteines u. neue Schnitzarbeiten für den Mariahilfaltar; Literatur: ThB, Gebhart2, Schnell, Schedler-Simet1, MAM, Hruschka3 (Abbildung);

Wittmer, Joseph (“Sporer”); Maler, Faßmaler; *1763/64 – †17.6.1797 Murnau, “Maleranwesen, heute Barmann” und “Sporer”, 108/91/91/109, heute Obermarkt 45 (»J.G.Sporer); vorher in Haus Nr. 173 tätig; Sohn von »Johannes Michael W.; 11.1.1790 Heirat mit Walburga »Sporer (»L.Paul); Mitarbeit bei seinem Vater (nicht Bruder) »J.M.W. I.: “... aus Imst in Tirol zugezogen, ›in den umliegenden Kirchen und Klöstern mit Pinsel und Palette hantierten und alle Maler- und Vergolderarbeiten besorgten‹.” (Gebhart1);
Werk: 1794, Murnau, Pfarrkirche, Anstrich von 3 Beichtstühlen; Literatur: ThB, Gebhart1, MAM, Hruschka3;

Wittmer, Mathilde (Witmerin); Malerin; †30.10.1794 Murnau; Literatur: MAM;

Wittwer, Thea; Malerin, Graphikerin; Ausstellung: 2001 Murnau; Literatur: GPT 9.10.2001;

 

 

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