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Künstlerlexikon des Werdenfelser Landes -
Textauszug aus über 4900 Kurzbiographien
Wöhner, Louis;
Maler, Zeichner, Lithograph, Landschaften, Marine, Porträts, Stilleben, Figürliches; *13.2.1888 Coburg – †30.6.1958 München; erste Ausbildung als Zeichner und Lithograph; als Reklamezeichner tätig; Studium an den KGS Stockholm, Braunschweig, Düsseldorf, Köln und Nürnberg, seit 1912 an der ABK München bei »v.Halm, v.Marr und v.Habermann; Mitglied der MKG und im RK; Ausstellungen: Seit 1920 im Münchner Glaspalast;
Werk: Gemälde “St. Anton in Partenkirchen”; Literatur: ThB, Vo, BMM, Dr1930, IHK, Schweers;
Wölfle, Johann (Wölffle);
Lithograph, Zeichner, Genre, Landschaften, Jagd; *26.6.1807 Endersbach/Württemberg – †20.11.1893 Faurndau; Studium an der ABK Stuttgart; seit 1831 in München tätig; Werke:
Um 1840, Lithographien “Garmisch” und “Loisachthal bei Murnau”; Literatur: ThB, Nagler, WS;
Wörndle, Gisela (Elisabeth);
Malerin, abstrakt, Objektkunst; *1952; Partenkirchen; Mitglied der WEK und der NMK; Ausstellungen im Kurhaus Garmisch, Gemeinschaftsausstellung: 2000, Kurhaus Garmisch; Literatur: MAGP, GPT 7.12.2000, KB 2.2.2001;
Wohllaib, Paul;
Architekt; *6.12.1934 – †20.5.1997 Murnau, Am Kapferberg 11; auch Garmisch-Partenkirchen, Martinswinkelstraße 14, tätig; Literatur: Architektenliste;
Wolbeck, Barbara;
Presse-Photographin; *1962 Regensburg; Lehre in einem Porträt-Studio in Coesfeld/Westfalen; ebenda 1985-89 bei der Allgemeinen Zeitung tätig; Juli 1989-92 Photographin beim GPT; dann in München tätig;
Werk: Kalender “Einblicke, Ausblicke 1992” aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen;
Wolf, Antonia; Malerin, Restauratorin; Werke:
1966, Ettal, Basilika, Restaurierungen; Literatur: Festschrift;
Wolf, Georg;
Maler, Graphiker, Tiere, Landschaften; *1882 Niederhausbergen/Straßburg – †1962 Uelzen; in Düsseldorf tätig; Werke: Gemälde, Berge, Werdenfelser Land; Literatur: ThB, Vo, Dr1930, Düsseldorfer Maler (Abbildung), Pe;
Wolf, Julius;
Maler, Aquarellist, Landschaften, Porträts; *29.3.1909 Rottweil – †21.4.1996; Polstererlehre, dann Studium an der ABK München; in Mittenwald tätig; lebte nach dem Kriegsende bis 1953 in Grainau, Am Aigen 6 bei Birgitta Wolf (heute Murnau), später zweiter Ehemann; Ausstellungen: Garmisch, Mittenwald, Regensburg, Stockholm und Rottweil; Literatur: A1953, GPT;
Wolf, Lydia;
Malerin, Landschaften, Blumen, Figürliches; *1931 Brakel/Höxter; lebt seit 1981 in Garmisch-Partenkirchen; Ausstellungen: 1979 Paderborn, 1991 Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau, 1995 Garmisch-Partenkirchen (Einzelausstellung); Literatur: GPT;
Wolfgang, von München (Meister Wolfgang); Maler und Freskant in München;
Werk: 1441, Ettal, Kloster, Ausmalung des Kreuzganges; Literatur: ThB, Ho, Koch1/2, Hartig; Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst, 1926;
Woock, Hans; Architekt für Hochbau, Innenarchitektur und Bauleitungen; München, Zenettistraße 17;
Werk: Murnau, Unfallkrankenhaus, Eröffnung 25.2.1953, Abbruch 1979; Literatur: IHK, Hruschka3 (Abbildung);
Wopfner, Joseph (Prof., Josef);
Maler, Landschaften, Chiemsee, Genre, Figürliches, Stubenmaler; *19.3.1843 Schwaz/Tirol – †23.7.1927 München; ebenda seit 1860 zuerst als Lithograph tätig; seit 1864 Studium an der ABK München, 1869-72 bei C.T.v.Piloty; von »E.Schleich beeinflußt;
Werke:
Museen Hamburg, Innsbruck, Konstanz, Leipzig, Lübeck, Milwaukee, München, Nürnberg, Prag, Rosenheim, Schweinfurt und Zürich; 1903, Gemälde “Blumenwiese am Walchensee” (München, Städtische Galerie im Lenbachhaus); Gemälde “Am Kochelsee” mit Blick auf den Heimgarten (Ne, Abbildung Holz/Rauch Nr. 521); Literatur: ThB, Busse, Bénézit, Oldenbourg, Schweers, Pe, Goldstein, Reclams, Scheibmayr1, Wi, BMM, Aigner, Heck, Das Bayerland 10/1928 (Porträt), Ne 26.6.2002, Praxmarer/Adam (Abbildung);
WVZ I.Holz und A.Rauch, Rosenheim, 1989; Mg: J.Wp.; JWp.;
Wrage, Klaus (Claus);
Graphiker, Radierer, Aquarellist, Maler, Holzbildhauer; *18.4.1891 Malente/Gremsmühlen – †11.9.1984 Eutin; in Fissaubrück/Holstein und im Winter in Eutin-Fissau tätig; Studium: 1911-12 an der Universität Tübingen (Philosophie und Biologie), 1912-13 in München an der Knirrschule und an der ABK, an der ABK Berlin, bei H.Lietzmann in Torbole und an der Levin-Funke-Schule; 1914-20 und 1939-45 in den Weltkriegen; Gründer der Holm-Presse; viele Studienreisen in Europa; 1937, Silberne Medaille, Paris, Weltausstellung;
1940 Kunstpreis von Schleswig-Holstein; Mitglied im RK; Ausstellungen: Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, Rom, Venedig; Werke:
In Museen; handgedruckte Blockbücher (Dante) in vielen Bibliotheken; Aquarelle Werdenfelser Land; Eutin, Ostholstein-Museum; Literatur: ThB, Vo, Dr1930, Scholz, Kürschner, Gorenflo, Söhn; G.Bremer, Schleswig-Holsteinisches Künstlerlexikon, Hohenhausen, 1996;
Wucherer, Fritz (Ferdinand); Maler, Graphiker, Landschaften; *8.3.1873 Basel – †22.3.1948 Kronberg/Taunus; 1892-95 Studium bei Anton Burger in Kronberg und 1895-98 in Paris; 1898-1901 in Frankfurt/M., dann in Kronberg tätig; Mitglied im RK und in der Frankfurter Künstler-Gesellschaft;
“Von Burger ausgehend, in seinen Anfängen der Barbizon-Schule und dann dem Impressionismus folgend, hat der reife Wucherer seinen eigenen, ganz persönlichen Stil entwickelt in Bildern von teils gedämpfter,
teils kräftiger Farbigkeit.” (Wiederspahn); Ausstellungen: 1933/48 Frankfurt/M.; Werk:
1937, Gemälde “Walchensee und Waltlbaurhof”; Farb-Lithographie “St.Margarethen auf Zwergern” am Walchensee; Literatur: ThB, Dr1930, Wiederspahn;
Wüchner, Nikolaus; Steinmetz; um 1836 in Bad Kohlgrub tätig; Literatur: Ober;
Würmseer, Johann (Jakob, Wirimser); Maler; *Oberammergau?; † im 18. Jahrhundert?;
Werke: Oberammergau, Gasthaus "Zum Stern", Fresko “hll. Maria und Anna" (Zuschreibung, an »Sebastian (?) Würmseer von »J.Dominik): “Die Kartusche trägt den Text: ›Das ist mein Stand, mein Glück, und jede gute Gabe ein unverdientes Gut. Bewahre mich, o Gott, von dem ich alles habe, vor Stolz und
Übermuth.‹" (GPT 2002); 1710 datiert, Unterammergau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Deckenfresko “Leben des
hl.Nikolaus”: “Die sechs Hauptgemälde im Gewölbescheitel haben wegen der geringen Untersicht eher den Charakter von aneinandergereihten Tafelbildern als von Deckenfresken.” (Dischinger1); Literatur: ThB, Schnell, Ober, Bauer1, Wü1, De, Vignau, Dischinger1, GPT 8.11.2002 (Abbildung);
Würmseer, Sebastian I; Maler, Faßmaler; Oberammergau; Werke: Garmisch,
1693, St. Nikolaus Gotteshaus: “Von dem angefertigten neuen Choraltar auszufassen und zu vergolden, auch um 2 neue Seitenpilter als S.S.Georgi und Florianus auf 5 Schuh hoch von Pilthauerarbeith zu stellen,
ist ... vor alles accordiert worden 120 fl, hieran ist heuer bezahlt worden 100 fl.” (Hofmann); 1692, Partenkirchen, Filialkirche St. Sebastian: “Von dem bereits vor 10 Jahren neu verfertigten Altar mit
vier Seullen neben den Zieraten khrauss und teils glatt zu vergolden und das Corpus praun und plauen Fillung zefassen ..., an dessen Geding per 40 fl in Abschlag heuer bezahlt 21 fl 20 kr.” (Hofmann); 1695,
Partenkirchen, alte Pfarrkirche: “Von dem verfertigten Neuen Altärl in St.Catharina Capellen mit silbernen Ziraten und Englsgsichter auszufassen, ... erstattet 13 fl 10 kr.” (Hofmann); »S.Würmseer II;
Literatur: Hofmann;
Würmseer, Sebastian II (Würntseer); Maler; erstmals erwähnt um 1740 in Oberammergau; Werk:
Um 1740, Schwifting “Hl. Grab”; Literatur: ThB, Goldenes1;
Würthle, Friedrich;
Maler, Radierer, Stahlstecher, Photograph, Landschaften; *1820 Konstanz – †1902 Salzburg; “Stud. in Karlsruhe bei C.L.Frommel, seit 1840 in München. Seit 1860 Landschaftsphotograph in Salzburg.” (ThB);
Werk: Um 1850 Stahlstich “Ruine Werdenfels”; Literatur: ThB, Nagler, WS, Spichtinger;
Wüstner, Max (Maximilian);
Maler, Aquarellist, Landschaften, Werdenfelser Land, Blumen, Bergblumen; † vor 1980; Partenkirchen, Enzianstraße 6 und zuletzt Angerstraße 3; Literatur: A1953/67;
Wütschner, Adam;
Buchbindermeister; *26.9.1910 Bad Brückenau – †13.10.1956 Frankfurt/M. (in der Klinik, Krankheit als Kriegsfolge, Grab in Garmisch); 15.3.1925-15.8.1928 Lehre bei Hans Brust in Bad Brückenau, 13.10.1928 Gesellenprüfung; 1929-34 Wanderjahre: Heidelberg, Bad Brückenau, Oberammergau (Heinrich Uhlschmid), Ravensburg, Dießen; 6.3.1932-16.10.1934 in Garmisch (Alois Adam); 18.10.1934-7.3.1935 an der Fachschule und Werkstätten für Buchbinderei in Weimar bei Prof. Otto Dorfner, 5.3.1935 Meisterprüfung; November 1935, Geschäftsgründung in Partenkirchen, Schnitzschulstraße 16; September 1936 Umzug nach Garmisch, Promenadestraße 2; ab 1941 im Krieg in Norwegen, 1945-47
Gefangenschaft, dann wieder in Garmisch; Altsenior der Kolping-Familie Garmisch; Werke:
1953, Buchkassette, Ehrengeschenk der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen an Kardinal Dr.Wendel; 1953/55 Ledereinbände für Ehrenbürgerurkunden; Ledermappen für Richard Strauss; Literatur: Allgemeiner Anzeiger für Buchbindereien 19.7.1935 (Abbildung); GPT November 1935/ 30.6.1953/ 5.6.1955; Mg: AW; www (Porträt);
Wurm, Anny; Photographin; Garmisch, Burgstraße 65; Literatur: A1937;
Wustlich, Otto (Prof., Wüstlich);
Porzellanmaler, Maler, Landschaften; *23.3.1819 Pfaffendorf/Niederbayern – †10.4.1886 Schönberg/Niederbayern; Studium am Schmidtschen Kunstinstitut in Bamberg; in der Porzellanmanufaktur Nymphenburg tätig;
Werke: Museen in München; Gemälde “Bauernhof mit Holzplatz bei Elmau mit Wettersteingebirge” (Veröffentlichung: 3Sat 20.11.2000); Literatur: ThB, Pe;
Wuthenau, Alexander von; Maler, Zeichner; *Brasilien; im 20. Jahrhundert tätig; Werk:
Zeichnung “Kloster Ettal von Norden” (Abbildung Blath); Literatur: Pe, Blath; Mg: A.W.R.;
Wylluda, Max (Wilhelm, Willuda);
Maler, Landschaften, Porträts; *7.3.1889 Okrongeln/Ostpreußen – †13.10.1959 München; seit 1913 Studium an der ABK München bei K.Raupp, »H.Groeber, H.v.Zügel und A.Jank; 1931 Stipendium der A.Dürer-Stiftung; Mitglied der MKG und im RK; Ausstellungen: 1927-31 im Münchner Glaspalast und ab 1932 in der Großen Kunstausstellung;
Werk: 1929 “Urfeld” (München, Städtische Galerie im Lenbachhaus); Literatur: ThB, Vo, BMM, Dr1930;
YOS »Süssmeier, Josef;
Zach, Ignatius;
Maler; Weilheim; 1676, Partenkirchen, alte Pfarrkirche: “... ein neues Grab von Kistler und Malerarbeit, mit unterschiedlich vorgestellten Geheimnussen des Leidens Christi zu verfertigen bedingt und dafür bezahlt worden 38 fl. ... 1680 ... ist auf Arbeit des neuen Seitenaltars bezahlt worden 30 fl.” (Hofmann); 1677, Farchant, Pfarrkirche (Filialkirche) St. Andreas: “... auf Arbeit und auf Fassung des schwarz gepaisten Seiten Altärls zu
vergolden in Abschlag 17 fl. ... 1678 ... für Fassung und Vergoldung aller Leisten und Gespreng besagten neuen Seitenaltärls, heuer 8 fl. ... von den heiligen 3 Königen im Fuß angeregten Altärls aufzufassen,
erstattet 4 fl. ... 1680 ... für ein auf Leinwand mit Ölfarben und vergoldeten Himmel samt 4 Stangen mit 4 vergoldeten Knöpfen 15 fl.” (Hofmann); Literatur: Hofmann, Goldenes1;
Zachmann, Johann (Hans);
Maler, Landschaften; 1897-1953 zeitweise im Werdenfelser Land, in Garmisch, Birktalstraße 7; Werke, Gemälde: “Waxenstein” und “Lautersee mit Karwendel” (Sammlung
KSK); Gemälde “Wetterstein von Krün aus”, “Wetterstein vom Kramerplateau aus”, “Frühling am
Geroldsee”, “Zugspitze mit Waxenstein” und 1952 “Wettersteinwand mit Marterl” (MGP); Literatur: MAGP, A1953;
Zaeper, Max (Prof.);
Maler, Landschaften, Autodidakt; *1.8.1872 Fürstenwerder/Uckermark; Studienreisen nach Nordamerika, Mexiko, Brasilien und Westindien; 1902-08 in Berlin, dann in München tätig; seit 1934 Prof. an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin mit Meisteratelier; Mitglied der MKG und 2. Vorsitzender des Feldgrauen Künstlerbundes München; Freundschaft mit »E.Steppes Ausstellungen: 1937-42 in München, Haus der Kunst;
Werk: “Badersee” (Jugend); Literatur: ThB, Vo, Jansa, Dr1930, Jugend, Zoller1/2;
Zais, Lucas (Frater OSB, Lukas); Baumeister, Maler und Mönch im Kloster Benediktbeuern; †1739; Werke:
1712-14, Walchensee, Kirche St. Jakob, Umgestaltung des alten Baues von 1633, Baupläne und Gemälde (»M.Heinz):
“Die Deckengemälde sind die ersten und zugleich einzigen für Zais archivalisch gesicherten Arbeiten: Erscheinung des hl.Jakobus in der Schlacht von Clavigo und seine Glorie. In den Medaillons Szenen aus der Jakobsvita in Grisaillemalerei.” (De); an den Seitenaltären “Abschied Christi” und “hl.Magdalena”; 1726 in Bad Heilbrunn, Bau und Ausmalung der Kirche; 1728, Klösterl am Walchensee, Hauskapelle St. Anna, im Chor Deckengemälde (Zuschreibung); Literatur: ThB, Schnell, De, Vignau, Bauer2;
Zak, Heinz; Photograph, Landschaften, Berge, Extremkletterer; *23.3.1958 Wörgl; lebt in Scharnitz;
“Mit 15 Jahren begann er zu klettern und zählt heute zu den bekanntesten Freikletterern Österreichs. Seit 1979 lernte er auf ausgedehnten Reisen die bedeutendsten Klettergebiete und interessantesten
Landschaften der Welt kennen, Fotografie und Klettersport gingen dabei von Anfang an Hand in Hand.” (KB 23.11.2001);
“Seine Fähigkeiten als Fotograf bewies er 1987 mit seinem preisgekrönten Buch ›high life‹. Weitere Bildbände, darunter ›Karwendel‹ und ›Rock Stars‹, folgten. Durch weltweite Veröffentlichungen in zahlreichen
Büchern, Zeitschriften und Kalendern schuf er sich innerhalb weniger Jahre international einen Namen als bekanntester Berg- und Kletterfotograf Österreichs.” (Zak); Werke,
Diavorträge: 2000 “Wetterstein und Mieminger Gebirge”, 2001 “Patagonien” und “Karwendel”; Buch, Bergfotografie, München, 2001 (mit 3 weiteren Photographen);
Veröffentlichung: 3SAT 10.3.2000; Literatur: Deutscher Alpenverein, Zak (Porträt), GPT 13.10.2000/ 6.2.2001 (Porträt)/ 15.9.2001 (Porträt)/ 24.11.2001 (Porträt), KB 7.9.2001 (Porträt)/ 23.11.2001 (Abbildung);
Zarges-Dürr, Erna (*Dürr);
Gold- und Silberschmiedemeisterin; *15.7.1907 Heilbronn – †4.7.2002 Murnau; “Lernte in d. Silberwarenfabrik K.P.Bruckmann und Söhne in Heilbronn [ab 1924, 1927 Gesellenprüfung mit Auszeichnung]. Weitergebildet an d. Kstgewerbesch. in Pforzheim. Nach prakt. Tätigkeit Meisterprüfung. Seit 1932 [1941] eigene Werkstatt in Murnau.” (Vo); “Der Lehrzeit folgte die Weiterbildung auf der Kunstgewerbeschule in Pforzheim mit den Schwerpunkten Schmuckgestaltung bei Professor Wende und Emaille bei Professor
Lochmüller. Danach arbeitete sie in den Ateliers der Juweliere Treusch in Leipzig und H.J.Wilm in Berlin. 1932 legte sie ihre Meisterprüfung ab. Noch im selben Jahr wagte sie den Schritt in die Selbständigkeit
gemeinsam mit dem herausragenden Silberschmied Robert Fischer in Leipzig. Ein Jahr später gründete sie dann ihre eigene Werkstatt in Heilbronn. 1936 ging sie nach Stuttgart. Dort heiratete sie Walther Zarges, den
Gründer der Leichtmetallbau Stuttgart. Mit ihm zog sie 1939 nach Weilheim und 1941 nach Murnau. Die Bedeutung ihres umfangreichen und vielseitigen Schaffens lässt sich an der Zahl der Preise, Veröffentlichungen und Ehrungen ermessen, mit denen ihre Arbeiten ausgezeichnet und gewürdigt wurden. Schon 1929, während ihrer Pforzheimer Studienzeit, erhielt sie auf der Weltausstellung in
Barcelona einen ›Grand Prix‹ für einen reich garnierten Pokal und eine Teedose. Weitere Auszeichnungen und Ehrenurkunden folgten auf der Weltausstellung in Paris 1937 und auf der Triennale in Mailand 1940. 1932
schuf sie ein Kaffee- und Teeservice für den König von Bulgarien. 1953 erhielt sie den Auftrag zur Gestaltung des Ehrenrings des deutschen Handwerks für Bundeskanzler Adenauer. 1954 wurde sie mit dem
Baden-Württembergischen Staatspreis ausgezeichnet. ... Zum 65. Geburtstag verlieh die Gesellschaft für Goldschmiedekunst in Hanau Erna Zarges-Dürr die Ehrenmitgliedschaft in Würdigung ihrer künstlerischen Arbeit und
ihres kulturellen Engagements.” (GPT); Werke: Karlsruhe und Stuttgart Landesmuseen, Heilbronn Städtisches Museum, Berlin Bröhan-Museum; Literatur: Vo, Poeverlein Tafel 1/36/70, GPT 6.7.2002 (Porträt); Katalog der Kunsthalle Bern, 1943;
Zaugg, Rémy; Maler, Graphiker, Konzeptkünstler, Philosoph; *11.1.1943 Courgenay/Schweiz; lebt in Basel; Ausstellungen: Viele im In- und Ausland; 1982 Documenta Kassel; 1999 – kunst auf der
zugspitze –: “Auf der Zugspitze ist Rémy Zaugg der erste Künstler, der das beherrschende Thema dieses Ortes, die Begegnung des einzelnen Besuchers mit der überwältigenden Alpenlandschaft, nicht nur
berührt, sondern direkt thematisiert. Neben einer Reihe von fünfzehn Bildern aus seiner 1997 begonnenen Folge Über die Blindheit, die in ihren oft scharfen Farbkontrasten das Auge verwirren und mit ihrer Aussage zugleich jegliche Sehfähigkeit in Frage stellen, hat er für den Ausstellungsraum auf der Zugspitze sieben Pulte aus Beton herstellen und diese so aufstellen lassen, daß der Betrachter der Außenwelt zugewandt stehen muß – dem oberbayerischen Voralpenland im Norden, dem Gipfelfelsen der Zugspitze mit seinem goldenen Gipfelkreuz im Nordosten und den Tiroler Alpen im Osten.” (Katalog kunst auf der zugspitze, Dr.L.Grisebach); Literatur: Art, Gorenflo, Sikart, Pressemitteilung kunst auf der zugspitze 1999, Katalog kunst auf der zugspitze 1999, GPT
1999, KB 1999; Rémy Zaugg, Gespräche mit Jean-Christophe Ammann, Ostfildern, 1994; Rémy Zaugg, Retrospektive, ein Fragment, Kunsthalle Nürnberg, Lucius Grisebach, Eva Schmidt, Nürnberg, 1997;
Zeeden, Walter von (Otto); Maler, Aquarellist, Graphiker, Marine; *22.11.1891 Berlin – †4.11.1961 Garmisch, Alpspitzstraße 22; in Berlin und seit September 1940 in Partenkirchen, Wilhelm-von-Miller-Weg 4, tätig;
Werke: 1947/48 Aquarelle für die Zeitschrift “Orion”; Literatur: A1953/58, MAGP;
Zeiler, Peter;
Maler, Zeichner, Radierer, Figürliches, Porträts, Landschaften; *12.3.1930 Heiligkreuz/Kempten; lebt in Irsee, Eichenweg 1 (Telephon und Fax 0 83 41/ 1 47 47); Lehre an der Schnitzschule Oberammergau, Schüler von »J.Himpel, Gesellenprüfung; 1950-56 Studium an der ABK München bei J.Oberberger, »J.Henselmann (zuletzt Meisterschüler) und F.Nagel; 1961 Kunstpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste; 1963-64 Griechenlandstipendium des DAADs; 1978-82 Ausbildung für Kunsttherapie in München; 1994 Grand Prix der IV. Internationalen Triennale der Kunst in Majdanek/Polen; Lehrtätigkeiten: Seit 1958 Privates
Studio für Zeichnen und Malen in München; 1967-76 Fachlehrer für Freihandzeichnen an der Schnitzschule Oberammergau, lebte ebenda von 1971-76; 1980-86 Lehrbeauftragter an der
ABK München; Mitglied des BBK, des KBG und seit 1973 der Münchener Secession; “Peter Zeiler radiert die Angst: Seine bizarren, zerrissenen, im Krampf erstarrten Menschwesen wehren den Schrecken, der auf sie
eindringt, mit hilflos-entsetzter Gebärde ab. Die Augen sind extrem weit aufgerissen, die Körper und ihre Gestik sind deformiert. Es kommen jedoch auch die Aggressoren ins Bild: so der strümpfestrickende Riese, in
dessen wüstem Maul ein Kind-Gnom um Hilfe schreit. Dieser Künstler ist ein begnadeter Zeichner, der mit der Radiernadel die abgrundtiefe Angst wirklich unmittelbar anschaulich machen kann.” (Abendzeitung 1991, P.M.Bode); “Konventionelle Besucher stehen oft verstört vor Bildern dieser Art, suchen vergeblich nach Schönem. Daß
das Schöne nur ein Teilchen im Kosmos der Kunst ist, dürfte über andere Bereiche der Künste bekannt sein. So sind etwa Shakespeares Dramen kaum schön zu nennen, aber sie sind gewaltig, wahrhaftig, zeitlos fesselnd
durch die unverhüllte Schilderung menschlicher Triebkräfte. In dieser Weise fesselt auch Peter Zeiler, und das auf mehreren Ebenen: Da ist einmal der souveräne Einsatz der ›handwerklichen‹ Mittel, auf der anderen
Ebene die bestürzende Offenheit der Darstellung bei Dingen, die gemeinhin gerne verdrängt werden.” (Allgäuer Zeitung 24.3.1992, I.Brunk);
“Peter Zeiler hat schwerste persönliche Schicksalsschläge erlitten. Seine Bedrückungen zeichnet sich dieser Künstler mit der Radiernadel von der Seele. Die dichte, nervöse Strichführung ist eckig,
quälerisch. Zeilers Figuren leiden, schreien, sind monströs, laufen auf vier Beinen.” (Abendzeitung 1995, P.M.Bode);
Ausstellungen seit 1957: Alexandria, Augsburg, Berlin, Breslau, Budapest, Freiburg, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Gauting, Irsee, Kairo, Kaufbeuren, Kempten, Lugano, München (Haus der Kunst, Kataloge),
Rosenheim, Rottach-Egern, Sapporo, Wien; Werke: München, Staatliche Graphische Sammlung und Städtische Galerie; 1971, Farbradierung “Schnitzschule Oberammergau” (Abbildung P.Z., Tagsichten Nachtsichten);
Literatur: Hartmann (Abbildung), Gorenflo, Kürschner, Süddeutsche Zeitung 12.3.1973/ 27.4.1996, Abendzeitung München 4.12.1991/
10.2.1995, Berliner Zeitung 10.4.1992, Badische Zeitung 9.4.1994, Münchner Merkur 3.2.1995, Allgäuer Zeitung seit 1957, KBG, GPT 12.6.1985/ 28.3.1987/ 9.6.1992/ 7.8.1997;
P.Z., Tagsichten Nachtsichten, Arbeiten von 1939-2000, Irsee, 2000 (Porträts); Mg: P.Z.;
Zeiller, Franz Anton;
Maler und Freskant; *3.5.1716 – †4.3.1793 Reutte; Vetter von »Johann Jakob Z.; Selbstbildnis im Kloster Ottobeuren; Ausbildung bei Paul Zeiller und B.Riepp in Reutte; 1738-40 bei »J.E.Holzer in Augsburg als “Manuensis”; 1768 in Brixen bischöflicher Hofmaler;
“... ein Tyroler Künstler, um das Jahr 1770 blühend, lernte bei Holzer in Augsburg und nach dessen Tod bei Bernhard Goetz, studirte auch zwei Jahre in Rom und fünf Jahre in Venedig. Hierauf kehrte er ins
Vaterland zurück. In weiblichen, Engels- und Kinderfiguren war dieser Künstler ungemein lieblich.” (Campe, 1833); Werke:
1785, Bichlbach, Pfarrkirche, Fresken “Wunderbare Brotvermehrung”; Reutte, Malereien am “Schönen Haus” (Nr.66) und Gemälde im Heimatmuseum; 1759, Rundbild, Bozzetto “Der hl.Benedikt in Anbetung der Dreifaltigkeit” (Modell für Ottobeuren; Partenkirchen, WFM, Abbildung Werdenfelser Heimatmuseum, Kölbl und Käßer); Literatur: Campe, ThB, Schnell, De, Werdenfelser Heimatmuseum, Kölbl, Käßer;
Zeiller, Johann Jakob;
Maler und Freskant; *8.7.1708 – †8.7.1783 Reutte/Tirol; Sohn des Malers Paul Z.; erste Studien bei diesem; 1724-1730 in Rom Schüler von Sebastian Conca; 1731-1735 weitere Studien in Neapel bei Francesco Solimena; 1735-1756 Aufenthalt in Wien, kaiserlicher Hofmaler; 1757 Heimkehr nach Reutte; nur wenige Wochen nach seinem Tode verschleuderte einer seiner jüngsten Schüler hunderte seiner Handzeichnungen, indem er sie an Kinder verschenkte oder den größten Teil zum Verbrennen in den Ofen warf; “Er malte sehr viele Altarblätter und andere Vorstellungen aus der biblischen Geschichte für Klöster.” (Campe, 1833);
Werke:
Ettal, Abtei- Pfarr- und Wallfahrtskirche Basilika St. Maria aufgenommen in den Himmel, (neben Ottobeuren seine wichtigste Wirkungsstätte): 1747, Sakristei, Deckenbilder in Tempera-Technik “Wunderbare Brotvermehrung”, “Opfer Abrahams”, “Mannalese” (an einem Schneetag zur Mittagszeit am schönsten zu sehen), “Opfer Abels”, “Rückkehr der Kundschafter aus Kana” und 8 kleinere Darstellungen: “... vielleicht waren sie die Probestücke, bevor er den Auftrag zur Ausmalung der Kuppel erhielt. Dunkel in der Tönung und gefirnißt, machen sie den Eindruck von in die Decke eingelassenen Ölbildern.” (Koch1); »J.B.Zimmermann; 1748-51, Basilika, Kuppelfresko “Die Glorie des Benediktinerordens”, auf 36 m Durchmesser etwa 400 Figuren (in 3 Sommern geschaffen):
“Im ganzen besticht das Kuppelfresko Zeillers mehr durch Disposition und Komposition als durch sein Kolorit, bei dem die Sepia- und Brauntöne wohl doch zu sehr überwiegen. Über die Darstellung hinaus hat es
die Aufgabe, den Raum gleichsam ›aufzureißen‹, ihn ins Unendliche fortzusetzen.” (Koch1); Sommer 1752, über dem Chorbogen Fresko “Gründungslegende”; am
Tonnengewölbe im Eingang zum Chor “die drei christlichen Tugenden”; 1754/55, Kapitelsaal und Chorsaal oberhalb der Sakristei, Deckenbilder: Kapitelsaal 5 Deckenfresken “König David und
Nathan” und in den Ecken die 4 Kardinaltugenden (Abbildungen Seidel), Chorsaal 5 Deckenfresken “Verehrung Gottes durch Gebet und Musik” und in den Ecken die 4 Evangelisten; 1761, Basilika,
Korbiniansaltar (2. Altar links), Altarblatt “Der bayerische Herzog Grimoald vor Bischof Korbinian” mit Selbstbildnis rechts unten; 1757, Bichl, Pfarrkirche, über dem Hochaltar “Bekehrung der
Kaiserin Alexandra”, im Langhaus “Enthauptung des hl.Georg”, in den Gewölbezwickeln die 4 Evangelisten, über der Orgel “König David”, unter der Empore “Allegorie auf die
Kirche”; um 1765 (nach 1776?), Eschenlohe, Pfarrkirche St. Clemens, Chordecke, Fresko “Agnus Dei, Papst Clemens” (Zuschreibung von N.Lieb); 1755 Graswang/Dickelschwaig (Dickel = Benedikt) bei
Ettal, St. Gertrud-Kapelle, Deckenfresko (Abbildung Seidel); 1756, Oberammergau, Pfarrkirche, rechter Seitenaltar, Gemälde “hl.Antonius mit Jesuskind” (Entwurf dazu in Reutte) und
“Schutzengelbild”; 1750, Gemälde “Madonna mit Kind” (OHM); Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: Um 1748 “Der hl.Benedikt in der Glorie”, Entwurf für Ettal; Gemälde:
“Anbetung der Hirten” (Partenkirchen, WFM), “Himmelfahrt Mariens” und Auferstehung Jesu” (Zuschreibung, Partenkirchen, WFM) und in Reutte, Heimatmuseum; Literatur: Campe, ThB, Schnell, Ho, Koch1/2/3, Festschrift, De, Wü1, Seidel, Fischer (ausführliche Biographie mit vielen Abbildungen), Vignau, Schweers, Bögle, Werdenfelser Heimatmuseum, Bauer4, Lieb, Museum Altomünster (Abbildung); Mg: Z.J.;
Zeis, Georg;
Maler, Landschaften; um 1930 in München um 1937 in Garmisch, Rieß 2, tätig; Mitglied im RK; Literatur: Dr1930, A1937;
Zeitler, Irmingard; Graphikerin und Schriftstellerin; Werk, Buch: “Bin ein Kind der
kleinen Stadt” (Murnau), München, 1969; Literatur: Oker;
Zell, Franz (Prof.);
Architekt, Photograph, Zeichner, Schriftsteller, Volkskundler; *28.2.1866 – †1961 München; Schreinerlehre; Architektur-Ausbildung; Musterzeichner für Möbel; seit 1901 in München Lehrer an der Kgl. Baugewerkschule; 1901-12 Schriftleiter der Süddeutschen Bauzeitung; 15.6.1902 in München wesentlicher Mitbegründer und Schriftführer des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde e.V. (Heimatschutz); 1898 erster Aufenthalt in Oberammergau; Sammler Oberammergauer Schnitzkunst;
Werke
Oberammergau: 1905 - 5.5.1910 (Eröffnung), Heimatmuseum, Dorfstraße 8, von Guido Lang (1856-1921) als “Verleger Lang`sche kunst- und kulturgeschichtliche Oberammergauer Museum” (»Lang, Georg sel. Erben) gegründet, Mitarbeiter »R.Breitsamter und »P.Piller: “Da der Münchner Architekt ... sowohl für die Bauplanung als auch für die Innenausstattung
verantwortlich zeichnete, konnte er in Oberammergau – einzigartig in seiner langjährigen Tätigkeit als Ausstellungsmacher – ein ganzheitliches Museumskonzept verwirklichen.” (Zull3); “Es
gibt kaum ein Museum in Deutschland, das einen Spezialzweig deutscher Volkskunst so klar und lückenlos zeigt. Die fast überreichen Bestände des Langschen Museums ermöglichen uns, in einem Hause all das zu sehen, was
man bei anderen Forschungsgebieten mühsam in vielen Museen und bei Sammlern zusammensuchen muß.” (Gröber); “Nicht nur dem Verleger Guido Lang wollte Zell mit
dem Museumsbau ein Denkmal setzen, sondern auch sich selbst. Sehr richtig hatte der Architekt erkannt, dass dem Museumsbau weitere Aufträge folgen würden. Und in der Tat findet sich der Name Zell in der Folgezeit
als Planer ›landschaftsgebundenen Bauens‹ auch an anderen Orten.” (Rädlinger); 1908/09, Schnitzschule, »Ludwig-Lang-Straße (mit »F.X.Huf, Abbildungen Rädlinger, Saal):
“Vollendet und eröffnet wurde dieselbe am 31. Okt. 1909. Dieselbe kostete über 100000 Mark und ist ein Musterbau auch in fachtechnischer Hinsicht.” (Feldigl); für
Guido Lang, Oberammergau: 1908/09 “Leyernhof" und 1909 Ludwig-Lang-Straße 60 “Waldhaus”; Grainau, Eibsee-Hotel; 1909, Garmisch, Villa für E.Wilhelm;
1909, Partenkirchen, Waldweg “Villa de Bojano”; um 1910, Beratung bei der Anlage des Partenkirchner Friedhofes; Veröffentlichungen: Bauernmöbel, 1899; Bauernhäuser im Bayerischen Hochland,
Frankfurt/M., 1900; Volkskunst im Allgäu, Original-Aufnahmen aus der Ausstellung für “Volkskunst und Heimatkunde" in Kaufbeuren 1901, Kaufbeuren, 1902; Bauerntrachten aus dem Bayerischen Hochland,
Frankfurt/M., 1903 (»H.Rambold nahm aus diesem Werk Motive als Vorlage für seine Hinterglasbilder); Heimische Bauweise in Oberbayern, München, 1905; Hausmalereien in Murnau (Velhagen und Klasings Monatshefte XXII.
Jahrgang, 1907/08 Heft 2); Volkstümliche Bauweise in der Au bei München, Frankfurt/M., 1908; Literatur: ThB, Salmen1, Dr1930, Schnell, Wü1, Koch3, Kriner, SM, Zull1/2/3, Feldigl, De, Gröber, Ostler2; DCK 1914/15, 1923/24, Hruschka3, Saal, Rädlinger, Dütsch3; Bärbel Kleindorfer-Marx; Volkskunst als Stil, Entwürfe von F.Z. für die
Chamer Möbelfabrik Schoyerer, Regensburg, 1996 (Dissertation);
Zeller, Alfred; 1.1.1973-31.7.1985 Marktbaumeister von Murnau; Literatur: GPT 12.11.1994, Hruschka3;
Zerhoch, Doris (Dipl.-Ing. FH);
Architektin, Landschaftsarchitektur; Partenkirchen, Reintalstraße 26; Mitglied des Wessobrunner Kreises; Literatur: Architektenliste;
Zernecke, Dietrich; Maler, Zeichner, Pastell; in Oberammergau tätig; Literatur:
100 Jahre MKG (Abbildung);
Zick, Januarius (Joh. Rasso Januarius);
Freskant, Maler, Architekt, Radierer; *6.2.1730 München – †14.11.1797 Ehrenbreitstein; Schüler seines Vaters »Johann Z.; 1757 Studienreise nach Paris, über Basel nach Rom, wo er bei A.R.Mengs seine Ausbildung abschloß; in Augsburg, Koblenz, Trier und Ehrenbreitstein tätig; “... ein beliebter deutscher Geschichtsmaler ..., malte zwar mit Fertigkeit, war aber doch in Composition, Zeichnung und Färbung etwas manierirt.” (Campe, 1833);
Werke, Gemälde: In vielen deutschen Museen, Selbstporträt in Würzburg; Ohlstadt, Pfarrkirche, “Kreuzweg”; “Hl Mutter Anna mit Maria” (Zuschreibung, Partenkirchen, WFM); Literatur:
J.Straßer, J.Zick, Weißenhorn, 1995; Campe, ThB, Bénézit, Müller/Singer, De, Wü1, Vignau, Werdenfelser Heimatmuseum, WK 1935, Heck, DCK
1919/20, 1933/34, DBK/291 (Abbildung);
Ziegler, Johann (Christian);
Maler, Lithograph, Landschaften; *7.2.1803 Wunsiedel – †18.6.1833 München; erste Tätigkeit in der Porzellanmanufaktur in Siegen; 1820 Studium an der ABK München; Studienreise nach Italien; “Der vielversprechende ... starb zu jung, um die kräftigen Ansätze zur naturalistischen Landschaft, die Graf Raczinsky an ihm rühmte, ausbauen zu können;” (Oldenbourg); Werk: Gemälde “Walchensee” (München, Stadtmuseum, Abbildung BMM); Literatur:
BMM, ThB, Oldenbourg, Schweers;
Ziegra, Curt (Kurt);
Maler, Landschaften, Porträts; *20.9.1878 Düsseldorf; um 1947 in Partenkirchen tätig; Studium an den Akademien Berlin, Dresden bei C.Bantzer und an der Kunstschule Weimar bei H.Olde; Mitglied im RK; Ausstellung: 1916, Berlin, Kriegsbilder (Katalog mit Abbildungen); Werke, Gemälde: “Hochsommertag in St. Anton Partenkirchen”, 1921, “St.Anton-Anlage” und 1922 “Blick von Partenkirchen zur
Dreitorspitze” (MGP); Literatur: ThB, Dr1930, MAGP;
Zigldrum, Fred (Armus);
Maler, Aquarellist, Landschaften, Figürliches; *16.4.1941 Weng/Freising – †14.5.1984 Hebertshausen/Dachau; Lehre als Kunstschlosser; dann als freischaffender Künstler in Hebertshausen; 1972 Schüler von Joles Schultheiss-Bickel;
“Geld verdiente Zigldrum leider nur in den Anfangsjahren seines künstlerischen Wirkens. Die ersten Ausstellungen veranstaltete er in München, Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen, wo er sich bei den
Gebirgsjägern verpflichtet hatte. Leider wurde er in seiner Heimat unterschätzt. Des öfteren beklagte sich der sensible Künstler im Mooshäusl über die ›herabschauende Art‹ seiner Künstlerkollegen im Dachauer Land.
Er kämpfte um Anerkennung, die ihm erst posthum erteilt wurde. Fred Armus Zigldrum war zeitlebens ein einsamer Mensch. Er gab in den 70er Jahren bis zu seinem Tod Malstunden für Hobby-Maler, Malkollegen und auch für
Kinder.” (Schmid2); Literatur: Schmid1; F.A.Zigldrum, ›Kunstbetrieb Dachau‹, 1987;
Zimmer, Magdalena; Malerin; Garmisch, »Zoeppritzstraße 36; Literatur: A1953;
Zimmermann, Johann Baptist;
Stukkateur, Maler, Zeichner und Freskant; *3.1.1680 Gaispoint/Wessobrunn – †vor 2.3.1758 München (Begräbnis, Grab an der Peterskirche); “Genoß den ersten Unterricht wohl bei s. Stiefvater Christoph
Schäffler, der s. verwitwete Mutter 1697 geheiratet hatte, erhielt aber s. eigentliche künstler. Ausbildung jedenfalls in Augsburg. 1706 bereits verheiratet u. in Miesbach ansässig. ... Seine Hauptbedeutung hat Z.
als Stukkator, als welcher er vor allem durch s. meisterliche Beherrschung des Plastisch-Figuralen alle s. Wettbewerber am Münchner Hofe aus dem Felde schlug.” (ThB, H.Vollmer); seit 1715 in Freising ansässig;
1720 durch Kurfürst Max Emanuel nach München berufen; Zusammenarbeit mit »J.M.Fischer, »M.Heigl und »F.X.Schmädl; viele Aufträge von Effner und »Cuvilliés; 1729 zum Hofstukkator ernannt; Werke:
1725, Ettal, Basilika, Stukkierung der Sakristei, für wahrscheinlich 150 Gulden: “... einer der schönsten Räume Bayerns des 18. Jahrhunderts ...” (Dischinger1 und Koch1;
Besichtigung nur nach Anmeldung, »J.J.Zeiller, schöne Bildhauer- und Kistlerarbeiten von Künstlern aus der Umgebung); um 1725, Kochel, Pfarrkirche St. Michael, Stukkaturen; Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus,
Stukkierung, 1724/25, Gemeinderaum, 1729, Chor (Zuschreibung, alte Zuschreibung an »J.G.Üblhör); 1754, mit seinem Bruder, Ausstattung der Wallfahrtskirche Wies; Veröffentlichung: Die Brüder Zimmermann, Film von
Dietrich Leube, Bayerisches Fernsehen 1994; Literatur: ThB, Hufnagel, Koch1/2, De, Sauermost, Schnell, Thon, Vignau, Alckens, Schweers,
Valentin (Abbildung), Dischinger1, Dischinger2 (Abbildungen), Bauer4, DCK 1922/23, Lieb, Buck, Museum Altomünster, Hruschka3;
Zimmermann, Joseph Anton;
Zeichner, kurfürstlicher Hofkupferstecher; *1705 Augsburg – †vor 1.12.1797 (Begräbnis) München; vermutlich Schüler von J.H.Störchlin; seit 1749 in München tätig, 1753 zum kurfürstlichen Hofkupferstecher ernannt;
Werk: 1766, Kupferstich “Ettal” in “Monumenta boica”; Literatur: ThB, Nagler, Bögle (L.Koch);
Zimmermann, Mac (Prof., Max);
Maler, Graphiker, Pressezeichner, Bühnenbildner; *22.8.1912 Stettin – †1995 Rosenheim; auch im Murnauer Raum tätig; Professor: 1947 in Weimar, 1958 in Berlin, seit 1963
an der ABK München; Ausstellungen: München, Haus der Kunst; 1954, Venedig, Biennale; Chicago; Werke, Bücher: Skizzenbuch, 1955, München; Träume, 1960; Graphik, 1971,
München; Museen Berlin, Hamburg, München; Literatur: Vo, Ki, Kürschner, Schweers, Heck, Groeg2, Passeron, Gorenflo, Hruschka3;
Zimmermann, Reinhard (Sebastian);
Maler, Porträts, Genre; *9.1.1815 Hagnau/Bodensee – †16.11.1893 München; 1840-43 Studium an der ABK München bei J.Schnorr v.Carolsfeld, H.M.Hess und C.v.Zimmermann; 1844/45 Reisen nach Paris, England und Belgien;
Werke: In vielen Museen; um 1875 für König »Ludwig II., Gemälde in Schloß Linderhof; Literatur: ThB, Wolf2, BMM (Selbstporträt), Praxmarer/Adam; R.S.Z., Erinnerungen eines alten Malers, München, 1884;
Zimnik, Reiner; Zeichner, Aquarellist, Photograph; *1931 Landshut; in München tätig; Ausstellung: 2001, München, Karl und Faber (Katalog);
Werke: Viele Karikaturenbücher; viele Zeichengeschichten für das Bayerisches Fernsehen; Aquarell “Weißtanne bei der Zwieselalm bei Eschenlohe”; Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen September 2001;
Zimprich, Josef; Architekt; Partenkirchen, Silberackerstraße 1, Dreitorspitzstraße 25a; Werk:
1981, Zugspitzkapelle Maria Heimsuchung (»Sebastian Pfeffer); Literatur: Architektenliste, GPT 20.11.2000/ 12.10.2001 (Abbildung);
Zirngibl, Manfred;
Diplombildhauer, Environments, Linolschneider, Fachlehrer; *1949 Waging am See; lebt in Oberammergau, Ambronengasse 5; 1970-72 Studium an der Zeichenschule H.König in München; 1972-79 an der ABK München, Meisterschüler bei H.Ladner; 1980-87 Lehrauftrag für Zeichnen an der Schnitzschule Oberammergau; seit 1990 Lehrbeauftragter an der Berufsfachschule für Holzbildhauer in Partenkirchen; Mitglied in “Der Kreis” und im KBG; “... ist ein die Form sorgfältig aufbauender realistischer Bildhauer. In den beiden ausgestellten Köpfen (Porträt eines
Arbeiters) verbindet er eine die Oberfläche der Plastik auflockernde Modelliertechnik mit psychologischer Charakterisierung.” (GPT 1982, »R.Härtl); “Mit seiner
einfühlsamen, psychologisch genauen Charakterisierungskunst erweist sich der noch junge Künstler schon als ausgereifte Bildhauerpersönlichkeit. Sein Linolschnitt-Zyklus ›Geschichten mit Hund, Betrachtungen mit
Hunden in der Großstadt [München]‹ schildert – nach Art eines Bilderbogens – die verschiedenartigsten Rassen der Vierbeiner und die unterschiedlichen Typen von Herrchen und Frauchen mit ihren
Verhaltensweisen – mit niemals verletzendem Spott: Ein kleines Welttheater des Hundes!” (GPT 1983, »R.Härtl); “Eine Sonderstellung unter den ausstellenden Bildhauern nimmt Manfred
Zirngibl mit Environments ein, mit denen der Bildhauer aus Holzteilen aufgebaute realistische Akte ›wirklichen‹ Alltagsgegenständen wie Waschbecken, Fahrrad und einer Liege gegenüberstellt und damit den Gegensatz
zwischen Kunst und ›Wirklichkeit‹ ausspielt.” (KBG, 1990, »R.Härtl); Ausstellungen, seit 1982: Kurhaus Garmisch; München, Haus der Kunst; Literatur: KBG, GPT 20.7.1982
(Abbildung)/ 12.8.1983, Heyelmann, Buchwieser2, Berufsverband (Porträt), Saal (Porträt);
Zistl, Monika Lucia;
Malerin, abstrakt; Mitglied der WEK; Gemeinschaftsausstellung: 2000, Kurhaus Garmisch;
Zitter, Joseph (Franz Joseph, Josef, Züttner); Maler, Freskant; *1712 Bruchsal – † um 1760;
“Schüler des Aless. Galli Bibiena in Mannheim, dann Gehilfe von Jos. Stuber u. C.D.Asam in München u. Bergmüller, den er bei Ausmalung der Pfarrk. in Diessen am Ammersee unterstützte (1739 abgeschlossen). Ließ
sich in München nieder. ... Erhalten haben sich nur seine zus. mit »Franz Jos. Winter ausgef. Fresken (Bekehrung u. Marter des hl.Tertulinus) in d. Pfarrk. in Schlehdorf.” (ThB);
in Dießen und München tätig; Werk: 1744, Schlehdorf, Pfarrkirche St. Tertulin, Hauptkuppel, Fresko “Anbetung des Lamms”; Literatur: ThB, Nagler, De;
Zoeppritz, Adolf (August Adolf);
Ingenieur; *9.11.1855 Darmstadt – †1939 Garmisch, Zoeppritzstraße 24; “Die seit 1905 bestehende Hochstraße benannte man 1925 um. Damit ehrte man ... Zoeppritz ... der im Jahr 1899 von Davos
(Schweiz) nach Garmisch übersiedelte. Dort erbaute er ein Elektrizitätswerk, dessen Direktor er dann 6 Jahre lang war. Nach schwerer Krankheit genesen, wollte er in Garmisch-Partenkirchen den Frühruhestand verleben.
Hier schloß er sich der 1887 gegründeten Sektion des Deutschen Alpenvereins an, dessen Vorsitzender er von 1901-1934 und Ehrenvorsitzender bis zu seinem Tod war. Auf Zoeppritz seine Initiative geht die Erschließung
der Höllentalklamm (1905) und der Partnachklamm (1912) zurück. Zoeppritz erkundete mit Bergführern die Höllentalklamm, war Bauleiter und trug selbst das finanzielle Endrisiko. ... Außerdem betrieb er den Bau
der Unterkunftshäuser der Sektion, der Hochalmhütte am Fuß der Alpspitze (1901), des ersten Kreuzeckhauses (1906, Adolf-Zoeppritz-Haus), des ersten Hauses auf dem Wank (1911), der Stuibenhütte für Skifahrer (1920)
und der Oberreintalhütte (1922) für Kletterer. Adolf Zoeppritz war zugleich Vorstand des Verschönerungsvereins und späteren Verkehrs- und Wintersportvereins Garmisch und betrieb den Bau des Kramerplateauweges und
des Kurhauses Garmisch. Nachdem er die Wintersportanlagen in Oberhof/Thüringer Wald besichtigt hatte, plante er eine Bobbahn für Garmisch. 1910 wurde die Bobbahn oberhalb des Riessersees eröffnet.” (Adam/Jocher); “Adolf Zoeppritz hat sich aus voller Kraft gerade für Garmisch-Partenkirchen eingesetzt, ja aufgeopfert; es war ein Dank an die Berge, wie er reicher und echter nie
erstattet werden kann; denn als er krank hierher kam, nachdem er in Davos vergeblich Heilung gesucht hatte, schenkten ihm unsere Berge die völlige Genesung. Darum hat er auch als langjähriger Vorstand im
Verschönerungsverein Garmisch den einzigartigen Kramerplateauweg geschaffen, von dem namentlich die Kurgäste und die ältere Generation stets begeistert sind. Ihm ist übrigens auch das Kurhaus am Marienplatz
zu danken, in das die Spielbank einziehen wird. All das hat Zoeppritz nicht nur völlig ehrenamtlich geschaffen, sondern sich auch durch persönliche Werbung um die nötigen Gelder bemüht.” (GPT 1955); 1925 Ehrenbürgerrecht von Garmisch; 1992 Entfernung seines Hauses in der Zoeppritzstraße: “Jetzt droht Abbruch. Der Alpenverein hat sich bemüht, durch Antrag beim Landesamt
für Denkmalspflege das Baudenkmal im Schweizer-Chalet-Stil hinter dem hügeligen Garten mit seinem alten Baumbestand zu retten. Ob dies gelingt, ist fragwürdig, da die Zerlegung des Holzhauses bereits im Gange ist.
Das Haus soll in Tutzing wieder aufgebaut werden. Warum konnte es nicht am Ort bleiben? Gilt es nicht als schützenswert? In der Bürgerversammlung kürzlich wurde über den Abbruch alter Bausubstanz öffentlich
geklagt.” (GPT 1993, Abbildung des Hauses); Literatur: A1912-39, GPT 8.11.1955/ 12.5.1993, Adam/Jocher (Porträt);
Zoeppritz, Erika; Zeichnerin; Garmisch, »Zoeppritzstraße 24; Literatur: A1939;
Zuccalli, Enrico (Joh. Heinrich, Henrico);
kurfürstlicher Hofbaumeister, Zeichner; * um 1642 Roveredo/Graubünden – †8.3.1724 München; aus der Schweiz stammend; “Ausgebildet bei s. Schwager Kaspar Z., der ihn 1669 am bayer. Hofe einführte. Hauptmeister des Münchner Hochbarocks. Am 16.2.1673 Bestallung als Hofbaumeister ... Oberbaumeister (29.9.1677) u. Hofkammerrat (1689) ...” (ThB, H.Vollmer); 1684/85 Studienaufenthalt in Paris; auch in Schleißheim (Schlößchen Lustheim), Brüssel, Lüttich, Bonn und in den Niederlanden tätig;
Werke:
1709 (erste Pläne) bis um 1716, Ettal, Neubau des Klosters mit Umbau der gotischen Kirche, ab 1710 (7.8. Grundsteinlegung) Neubau der Kirchenfassade, Neubau der Chorkapelle, 1718 vollendet; 1714, Sakristei: “Enrico Zuccalli, der vorher die neuen Klosterarchitekturen von Tegernsee und Wessobrunn entworfen hatte, hielt sich in Ettal an das feste, jüngst in Schäftlarn und Einsiedeln erprobte Schema des Breitrechtecks, in welches die Kirche, von zwei Binnenhöfen flankiert, in der Mitte eingeschaltet ist. Um eine gesteigerte, schloßartige Wirkung zu erreichen, ist der Kirchenfassade ein großer breitrechteckiger Hof (etwa 90:103 m) vorgelegt.” (Lieb);
“Nur von aussen kann man noch erkennen, daß die alte Kirche in einem schönen edleren Style gebaut gewesen. Als die Menschen reich wurden und üppiger, und den Sinn für das einfach Schöne und für die
bedeutungsvolle Symbolik der alten Zeit verloren hatten, da entstanden diese, auf die schaulustige Gedankenlosigkeit berechneten, durch äussere Grösse und sinnliche Pracht die Bewunderung der unverständigen Menge
erweckenden Gebäude, bey denen der Geist nichts denken und das Herz nicht fühlen, sondern nur das Auge erstaunen soll. Aus dieser Zeit, in welcher Pracht und Aufwand für Schönheit galt, stammt die unverdienterweise
berühmt gewordene Schönheit der Kirche von Ettal. Solche Gebäude lassen bey ihrem Anblick weiter keinen Gedanken aufkommen, als den, womit der ungebildete Haufe immer seine Bewunderung zu erkennen gibt, weil er
nichts Höheres kennt, als Reichthum und Gold: ›Was mag dieß alles gekostet haben?‹.” (Deutinger, 1851); “Die Gesamtanlage weitgehend von Enrico Zuccalli
geprägt, obwohl in der Substanz das wenigste von ihm ausgeführt wurde.” (De); nach dem Brand 1744 Wiederaufbau von »Joseph Schmuzer; um 1713-17, Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Entwurf (frühere
Zuschreibung, auch von N.Lieb, zeitweise auch »Kaspar Bauhofer [nur Ausführung] und »J.M.Fischer zugeschrieben; neuere Zuschreibung an »R.Deschamps, B.Salmen in Hruschka3);
Literatur: ThB, Deutinger, Koch1/2, De, Ho, Festschrift, Schedler-Simet1, Alckens, Reclams, Valentin, Dischinger2 (Abbildungen), Salmen1, Bauer3/4, Lieb, Hruschka2/3; Sabine Heym, H.Zuccalli, München/Zürich, 1984;
Zumbusch, Kaspar von (Ritter, Prof., Clemens, Ed. Caspar);
Bildhauer; *23.11.1830 Herzebrock/Westfalen – †27.9.1915 Rimsting/Chiemsee; Vater von »Ludwig v.Z.; “Ging 18jährig nach München, um die Akad. zu beziehen, bestand aber die Aufnahmeprüfung nicht.
Trat in die Modellierklasse der Polytechn. Schule bei »Joh.v.Halbig ein, dem er seine gründliche techn. Ausbildung verdankte. Sommer 1849 mit Halbig in Mailand.” (ThB); 1867 zweite Studienreise nach Italien
mit seinem Schüler »A.v.Hildebrand; 1873-1901 Prof. an der ABK Wien; lebte seit 1908 in Rimsting; Werke:
Viele Denkmäler in München und Wien; 1864, Marmorbüste “König »Ludwig II.” (vergrößerte Wiederholung in Bronze in Bayreuth, Wahnfried); im Auftrag von König Ludwig II. Büste “Richard Wagner” und Marmorstatuetten von Gestalten aus Wagner-Opern in Schloß Berg und 1867 in Schloß Herrenchiemsee; 1886 Ettal, Basilika, Ergänzung und Überarbeitung des Gnadenbildes: “Z. hat die Hand des Jesuskindes, das Maria dem Beschauer darbietet, 1890 falsch ergänzt. Ursprünglich segnete die Hand.” (Wü1);
Literatur: ThB, Kobell, Miller, Heilmeyer2 (Abbildungen), Schnell, Koch1/2, Wü1, Reclams, Alckens, Petzet, Mohr3 (H.W.Klinner); DCK 1915, 1919/20;
Zumbusch, Ludwig von (Prof.);
Maler, Illustrator, Porträts, Kinder, Pastell-Landschaften; *17.7.1861 – †28.2.1927 München; Sohn von »Kaspar v.Z.; zeitweise in Mittenwald tätig; Studium an der ABK Wien bei C.Griepenkerl und K.Wurzinger, in München bei W.v.Lindenschmit d.J. und an der Pariser Akademie; Studienreisen nach Italien, Holland, Dalmatien und in die Türkei; seit 1892/93 bei der Münchener Secession; viele Graphiken für die “Jugend”; “Zumbuschs Spezialität waren liebenswürdige Kinderdarstellungen im gemäßigten Jugendstil.” (Ruhmer1); Werke:
Museen Aachen, Bremen und Würzburg; Literatur: BMM, ThB, Boetticher, Jansa, Hanfstaengl, Gschwendtner, Bauer-Peissenberg, Jugend, Schweers, Uhde-Bernays, Bader, Aigner, Ruhmer1;
Zunterer, Doris; Kalligraphin; Mittenwald (Telephon 0 88 23/ 87 42); “Der Kalligraphie sind
in ihrer Ausdrucksvielfalt und Gestaltung kaum Grenzen gesetzt. Sie erlaubt eine sehr persönliche, individuelle Interpretation des Textes, was zu einer spannenden Wechselwirkung zwischen Schrift, Farbe und Inhalt
führt." (D.Zunterer); Ausstellung: 2001, Partenkirchen; Literatur: GPT 22.3.2001 (Porträt); Mg: Ligiert DZ.;
Zunterer, Heinrich sen.;
Bildhauer; *1906 – †1995 Oberammergau, Daisenbergerstraße 12; Vater von »Heinrich Z. jun.; 1946 stellvertretender Bürgermeister, 1947/48 Bürgermeister, 1948 Bürgermeisterkandidat für die CSU in Oberammergau, gewählt wurde »Raimund Lang;
Werk: Vatikan, Krippe; Literatur: Heimstätte, A1939-53, Buchwieser2, Rädlinger (Porträt, Abbildung);
Zunterer, Heinrich jun. (Heini);
Bildhauer; *8.10.1942 Oberammergau; lebt ebenda, Daisenbergerstraße 12; 1956-60 Studium an der Schnitzschule Oberammergau, 1961-64 an der ABK München; Ausstellungen: 1960, Oberammergau “Heilige Familie” (Eiche); 2000, Oberammergau;
Werke: 1988 “Vogelhändler” (OHM); 1993 “Trommler” (OHM, Abbildung Zull3); “Commedia dell Arte” (Abbildung Lang); Literatur: KHW, Zull3, Lang, Saal (Porträt);
Zurad, Stanislaw;
Aquarellist, Maler, Pferde, Landschaften; *Polen; 1945-52 Studium an der ABK Krakau mit Diplom; bis 1977 Lehrer an der pädagogischen Schule Breslau; seit 2001 in Partenkirchen
tätig; Mitglied der WEK; Ausstellungen: 2002 Garmisch; Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Polen, Spanien und USA; Literatur: KB 6.3.2002 (Abbildung), GPT 12.3.2002 (Porträt);
Zwengauer, Anton d.Ä.;
Maler, Zeichner, Landschaften, Konservator; *11.10.1810 – †13.6.1884 München; Studium an der ABK München bei P.v.Cornelius; ab 1827 Hinwendung zur Landschaftsmalerei; Reisen in die bayerischen und tiroler Alpen; 1853-69 Konservator der Gemäldegalerie in Schleißheim; seit 1869 Konservator der Königlichen Zentralgemäldegalerien in München (Pinakothek);
“Bis zum Ende seines Schaffens bewahren seine Voralpenlandschaften in ihrer warmen Farbigkeit, genauen Zeichnung, silhouettenhaften Forminterpretation und Ausgewogenheit der Komposition den Zusammenhang
mit der romantischen Landschaftsmalerei von »W.v.Kobell bis »E.Kaiser.” (Ruhmer1); Werke, Gemälde: In vielen Museen;
1862 “Kochelsee mit Herzogstand und Heimgarten” (Abbildung Ruhmer1/2), 1863 “Am Kochelsee” (München, Schackgalerie); Zeichnung: 1858 “Murnauer Moos” (erstmals veröffentlicht bei
Wege); Literatur: BMM, Nagler, Boetticher, Wi, Wege, ThB, Oldenbourg, Wolf2, Ruhmer1/2, Schweers, Schmid1;
Zwerger, Josef sen.;
Baumeister; *22.7.1878 – †8.11.1953 Partenkirchen; ebenda Römerstraße 1 (Floriansplatz 176) und Hölzlweg 19 tätig; Baufirma 1903 gegründet; “Prima Referenzen über Landhäuser, Pensionen, Hotels, Schloßbauten etc.” (A1922);
Werke: Um 1900, Partenkirchen, Obermühlweg 2, Landhaus; Eröffnung am 16.7.1911 “Meilerhütte”; Mitarbeit am Schloß Elmau; Literatur: A1912-53, Ostler2;
Zwerger, Josef jun.;
Baumeister; *25.11.1908 – †25.3.1978 Partenkirchen; lebte ebenda seit 1936 Schornstraße 33, seit 1949 Fritz-Müller-Straße 32 und dann Gaifweg 2; 1945 in einen kommissarischen Bauausschuß berufen; 1952-56 erster Bürgermeister der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen; bis in die 1970er Jahre Gemeinde- und Kreisrat; zeitweise Obermeister der Bauhandwerks-Innung; Literatur: A1937, Hochlandbote 26.1.1946, Ostler2, GPT 5.1.1980 (Porträt von »C.Burges);
Zwerger, Josef (Ing. grad.); Architekt; Mittenwald, Am Unteren Rain 34; Literatur: Architektenliste;
Zwerger, Mathias (Matthias);
Steinmetz, Bildhauer, Faßmaler; 1725-1735 in Mittenwald und Schliersee erwähnt; “Z. muß ledigen Standes und in der Bubenbruderschaft gewesen sein. Denn er schuldete derselben 52 Kreuzer. Das Marktgericht befahl ihm, diese Schuld der Bruderschaft zu bezahlen” (Baader);
Werke: 1735, Mittenwald, Pfarrkirche “Lavabo und Muschel”: “... für unterschiedliche Arbeit 2fl 45 kr.” (Hofmann); Literatur: ThB, Hofmann, Baader, Goldenes1, Rattelmüller1;
Zwerger, Nikolaus; Bildhauer; 1725-1732 in Mittenwald und Schliersee erwähnt; Literatur: Baader;
Zwerger-Kuhlmann, Isabelle (Dipl.-Ing. Univ.);
Architektin; *4.3.1970 Olpe/Sauerland; in Seehausen aufgewachsen; in Garmisch, Lazarettstraße 6, tätig; Werke:
Mitwirkung bei der Gestaltung des Gabriele-Münter-Platzes in Murnau; verschiedene Umbauten in Murnau, Seehausen und Uffing;
Zwikl, Karl (Carl, Zwickl);
Photograph; *31.12.1893; in Garmisch-Partenkirchen, Bahnhofstraße 104 (Badgasse 6?), tätig: “Atelier für neuzeitliche Lichtbildkunst empfiehlt sich für alle Arten, Atelier, Innen- und Aussenaufnahmen. Grosse Auswahl in Stimmungsbilder.” (A1922
); Werke: Um 1927, Adam-Führer Garmisch-Partenkirchen; GPT; Literatur: Schöll1 (viele Abbildungen), Schöll2/5, A1922-53, Bodenmüller2 (Abbildungen), Siegfried2,
Kriner-Fischer, Goldenes2, Adam/Jocher (Abbildungen);
Zwinck, Franz Seraph (Zwink, “zum Lüftl”, genannt “der Lüftlmaler”, Signatur:
“Franciscus Zwinck”);
Freskant, Maler (Kirchengemälde und Porträts) und auch Fertigung von Papierkrippen; *1747/1748 – †29.5.1792 Oberammergau; Sohn von »Johann Joseph Z. (1700-62); 5.10.1772 Heirat mit Maria Helena Schermer; Vater von »Johann Jakob Zwinck; 1790 Rolle des Kaiphas bei den Passionsspielen, Z. wirkte auch bei den Dekorationen mit;
Legenden sind, daß er Schüler von »Johann Jakob Zeiller und »Martin Knoller und an der Augsburger Akademie war: “Wenn man auch die nette Überlieferung gelten lassen mag, daß er Knoller bei dessen Arbeit
1769 am Deckenbild der Ettaler Chorkuppel als Farbenreiber diente ...” (Koch3); “Er war ein geschickter und flinker Arbeiter und noch existiren die komischsten Anekdoten über seine Schnelligkeit beim
Arbeiten. So soll er einmal einer Bäuerin, die gerade am Buttern war, versprochen haben, ihr eine Mutter Gottes ans Haus zu malen, bis die Butter fertig sei, wenn sie ihm diese geben wollte. Richtig, wie die Butter
fertig war, war auch die Mutter Gottes gemalt.” (Diemer); Werke, Gemälde: Um 1755, Ettal, Basilika: “Jesus und Barabbas” und “Das Gastmahl in
Emmaus”, eingelassen in 2 Sakristeischränken; um 1760, an den Beichtstühlen, 8 Szenen aus der Leidensgeschichte; um 1760, im Chorumgang Kreuzwegfolge; Benediktinerabtei: Um 1770, im Gästetrakt des Klosters
“Kloster Ettal und die ihm gehörenden Gebäude” in einer Phantasielandschaft; um 1770, Porträt Abt Benedikts III. Pacher; 1776/78, Garmisch, Pfarrkirche St. Martin “Nachbildung der Freisinger
Immaculata” (Abbildung Grafschaft), Anna-selbdritt-Altar, Altarblatt “Abendmahl”; 1778 “Porträt einer unbekannten Garmischerin” (Abbildung Grafschaft); Oberammergau: Heimatmuseum:
1785-86 “Johann (Amandus) Jakob Linder” (Abbildung Zull1/3) und 4 weitere Porträts aus der Verlegerfamilie, um 1770 - vor 1792 “Abschied Christi von Maria” und um 1780 drei Papierkrippen; Pfarramt, Pfarrkirche, Rathaus; um 1788, Oberau, Kapelle St. Georg “hl.Matthäus” und “Kreuzweg”; 1791, Ohlstadt, Pfarrkirche St. Laurentius, Hochaltar “Die Verherrlichung des hl.Laurentius”; 1783, Partenkirchen, Mariä Himmelfahrt “Portiunculaablaßbild”; 1780, Scherenau, Kapelle “Die Anbetung der drei Weisen”; 1791, Schlehdorf, Kloster, Porträt; 1778, Unterammergau, St. Nikolaus, Empore, volkstümliche Bildkatechese;
Fresken:
Um 1780, Bad Bayersoien, Pfarrkirche St. Georg “Glaube, Hoffnung und Liebe”; 1791, Bad Kohlgrub “Zum Jagerjörgl”; 1791, Egling “Oratorienwandbilder”; Eschenlohe, Haus Kölbl, Heubergstraße 2; Ettal, Benediktinerabtei, im Refektoriumsgang des Klosters “Gründungslegende”; Garmisch, Byschlhaus “Krönung Mariens”; 1776, Garmisch, Pfarrkirche St. Martin, Musikempore neben der Orgel, 2 Darstellungen aus der Martinslegende; Garmisch, Klammstraße 4 “Heilige Dreifaltigkeit” (erwähnt in Feldigl und Rattelmüller1); 1782, Grainau, Pfarrkirche; datiert 1779, Kappel bei Unterammergau, Filialkirche Hl. Blut “Kreuzabnahme”; 1775, Mittenwald
“Hornsteiner-Haus”, »Prof.-Schreyögg-Platz 6/8 und um 1780, Gasthof zur Alpenrose; 1788, Oberau, Kapelle St. Georg, Deckenbild “Jakobs Traum”; Oberammergau: Um 1769 “Beim
Hutmacher” Am Mühlbach 6; “Geisthaus” Am Mühlbach 5; 1768, Haus Echtler (innen), Dorfstraße 27 “Mariä Heimsuchung” (erste nachgewiesene Arbeit); “Haus Hohenleitner”
Dorfstraße 43; “Klepperhaus” Kleppergasse 5 (Fragmente); um 1770 “Kölblhaus” Ettaler Straße 10; 1787 “Mußldona-Haus” Lüftlmalereck 1; 1775 und 1787, Pfarrkirche an der Empore
Szenen aus dem Alten Testament; 1778, Schuhhaus Wolf, Dorfstraße 24; 1784, Pilatushaus, Ludwig-Thoma-Straße 10 (Bürgermeister-Lang-Haus, früher Haus Nr. 151, Abbildung Rattelmüller1); um 1785, staatl. Forstamt, Ettaler Straße 3 (Westseite von »Franz Hartmann); um 1780, Ohlstadt, Schwaigangerstraße 3, Pessenbacher-Haus; Unterammergau: um
1775/85, Dorfstraße 17 “Zum Graswanger”; Dorfstraße 22 “Schulmeisterhaus”; Dorfstraße 36 “Nußlerhaus”, “beim Nusler” (Abbildung Rattelmüller1); 1783, Pfarrkirche (?), untere Orgelemporenbrüstung (Zuschreibung Dischinger1, Abbildung); um 1780, Wurmansau, Kapelle
St. Joseph, Gemälde “Mariä Vermählung”; Vorzeichnung für Ettaler Wallfahrtsbild (Abbildung Dussler); Veröffentlichung: Bayerisches Fernsehen, 12.6.2000; Literatur: ThB, Bronner, Koch1/2, Koch3 (WVZ mit vielen Abbildungen), Heislainger, »F.Zell Bauernhäuser, Ober, SM, Rehm, Wü1, Grafschaft (L.Koch),
Fischer, De, Klinner4, Geschichte2 (Werke und originelle Anekdoten), Goldenes1 (mit netten Anekdoten); Baur-Heinhold, Zull1/3, Vignau, Bögle, Mohr3, Deutinger, Diemer, Feldigl,
Rattelmüller1, Goldenes2, Dischinger1, Mally, Gröber, Bader, DBK/248/298 (Abbildungen), Buchwieser1, Zull2 (Abbildungen), Adam/Jocher; »Josef Richard Bührlen, Lüftlmaler F.S.Zwinck von Oberammergau, 1921;
Zwinck, Johann Jakob (Zwink, “Mahler”?, “Lüftlmaler”);
Maler, Hinterglasmaler, Faßmaler (Kruzifixe, auch Großplastiken), Freskant; *21.7.1774 – †20.1.1854 Oberammergau, Steinbachergasse 15; Sohn von »Franz Seraph Zwinck; 11.5.1799 Heirat mit Maria Albl; Eltern von »Franz Seraph (1805-1872), »Matthäus (1808-1883) und »Petrus Z. (1800-1845); 1836-41 als Lieferant von sehr vielen “Glasbildern”, allein 1837 einige hundert, für »Georg Lang sel. Erben verzeichnet; 1800-20 Christus und 1830/40 Petrus bei den Passionsspielen; Literatur: Klinner4, Geschichte2, Deutinger, Schneiderhan, SM, Zull1;
Zwinck, Johann Joseph (Zwinkh, Zwinckh, “Beim Kappelmesner”);
Maler; *4.4.1700 – †3.2.1762 Oberammergau; Vater von »Franz Seraph Zwinck; Werke: 1725/26, Ettal, Basilika, 4 Ölgemälde eingelassen in die Schränke der westlichen Sakristei “Geißelung
Christi” (erste nachgewiesene Arbeit); 1742, Oberammergau, Pfarrkirche, Kreuzaltar “Die Enthauptung der hl.Katharina” und “Schutzengel-Auszugsbild”; Partenkirchen, St. Anton, Gemälde
“Votivbild der Gemeinde und Pfarrei Oberammergau”, um 1731 (Abbildung Grafschaft); 1753, Sankt Nikolaus/Huglfing, Filialkirche St. Nikolaus, Zyklus von 10 Gemälden aus der Legende des hl.Nikolaus;
Schlehdorf, Kloster, im Psallierchor, der Bibliothek und dem Refektorium Deckenbemalungen; Literatur: ThB, Koch1/2, Wü1, De, Grafschaft (L.Koch), Klinner4, Koch3 (WVZ mit
vielen Abbildungen), Geschichte2, Dischinger1, Hartig, DBK/248;
Zwinck, Johann Joseph;
Faßmaler und Bildschnitzer; *1753 – †1808 Oberammergau; Bruder von »Franz Seraph Zwinck; Literatur: Klinner4, Koch3;
Zwinck, Johannes (Zwink);
Maler, Faßmaler, Dekorationsmaler; *1851 – †1932 Oberammergau; Urenkel von »Franz Seraph Zwinck; Vater von »Hans Zwink (1883-1978); 1870/71 und 1880 Johannes und 1890, 1900/10 Judas bei den Passionsspielen; “Er selbst ein begabter Fass- und Dekorationsmaler, hat es nie zu einem bedeutenderen Wohlstand gebracht. Er hatte vier hervorragend schöne und gutveranlagte Kinder, wovon eine Tochter im Chor mitsingt. Sein ältester Sohn, ein wunderschöner, begabter Knabe, wurde ihm leider durch einen Schlag an den Kopf, den ihm ein roher Hilfslehrer gab, von einem schweren Gehirnleiden heimgesucht und der unglückliche Vater muss nun seinen Aeltesten, dessen ganz eminentes Schauspielertalent sich schon in früher Jugend vielversprechend offenbarte, als hoffnungslosen Krüppel dahinsiechen sehen.” (Diemer); Literatur: ThB, Diemer (Porträts), Schneiderhan;
Zwink, Andreas (“Aeußerer Kistler”);
Kistler; aus Uffing stammend; übernahm in Murnau von »A.Weingand die “äußere Kistlerei”, Haus 17/9/..., heute Untermarkt 44 (ehem. Angerbräu) »A.Waeckerle; “... führte in den Jahren 1750 bis 1776 verschiedene Kistlerarbeiten in St. Nikolaus, im Pfarrhof und im Mesnerhaus aus.” (Hruschka3, B.Salmen); Werke:
1749/50, Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Orgel, Mitarbeit (»A.Jäger); 1772 “Kirchenzöchschrein” (Beschläge von »Johann II Gruber); Literatur: Hruschka3;
Zwink, Anna (Theresia, “Bairla”);
Faßmalerin?; *1788 – †1859 Oberammergau; Mutter von »Anna Theresia (1817-1893), »Magdalena, »Maria Anna (1823-1840), »Benedikt, »Gregor und »Johann Nepomuk Z.; Literatur: Zull1;
Zwink, Anna (Theresia, “Bairla”); Faßmalerin?; *1817 – †1893 Oberammergau; Literatur: Zull1;
Zwink, Balthasar (Zwinck);
Kistler, Bildschnitzer; Geburtsort Uffing?; Bruder von »Ambros Z.; laut Urkunde war er 1690 in Uffing auf einer Hofstätte am Soller ansässig; andere Bestimmung: In Murnau “... gesessen auf der Hofstätte zum Waffenschmied »Niggl – bis in die jüngste Zeit war dort eine prächtige Stube erhalten, deren Einrichtung den eleganten Zug der Zeit 1750 trug, gezeichnet von »Gabriel v. Seidl 30.8.91 –” (Gebhart1);
“Im frühen 18. Jahrhundert hatte sich Balthasar Zwink aus Uffing – 1671 wurde er noch als ›Zwinkh von Uffing‹, 1701 als ›Kistler zu Uffing‹ bezeichnet –, offenbar zugleich im Haus 154/133/134/169, heute Schützenplatz 11, als Kistler niedergelassen. Bereits 1669/70 beauftragte man Balthasar Zwink mit der Herstellung des Kirchengestühls
für die Mariahilfkirche, 1671 mit der des Chorgestühls für St. Nikolaus.” (Hruschka3, B.Salmen); Werke:
1671, Partenkirchen, alte Pfarrkirche: “... Kistler von Uffing, ist auf Arbeit der neu verfertigten Kanzel bezahlt in Abschlag 22 fl.” (Hofmann); um 1690,
Drössling/Starnberg, Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, Seitenaltäre; Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Katharinenaltar: “Balthasar Zwink erhielt in den Jahren 1711 und 1712 insgesamt 88 fl;” (Hruschka2); 1732, Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Kirchengestühl (Entwurf von »Franz, Kistler in Ettal); 1719, Murnau, Marktarchiv, Registraturkasten; 1731, Sankt Nikolaus/Huglfing, Filialkirche St. Nikolaus, 2 Reliquienschreine; 1702, Uffing, Pfarrkirche St. Agatha »Ambros Zwink; Literatur: ThB, Hofmann, Koch1/2/3, Gebhart1/2, Schedler-Simet1, Vignau, Wü2, De, Goldenes3, Gampe3, Hruschka2/3, St. Agatha;
Zwink, Bartholomäus (Bartholomä, Zwinck);
Kistlermeister, Schreinermeister, Bildschnitzer; *21.8.1743 Uffing? – †29.11.1780; übernahm 1770 in Murnau, Haus 154/133/134/169, heute Schützenplatz 11, die Werkstatt von
»S.Weingand; ältester Sohn von »Paul Z.: “Gelernt hat er vermutlich zuerst bei seinem Vater. Bis 1770 arbeitete er für die Werkstatt seines Vaters, so daß heute einiges unter dem Namen Paul geführt sein dürfte, was eigentlich von der Hand des Bartholomäus stammt. So wurde der Uffinger Hochaltar 1772 mit Paul Zwink abgerechnet, aber wir dürfen die Mitarbeit von Bartholomäus sicher annehmen. Siehe auch die oben erwähnten Chorstühle von Murnau, die 1771 an Paul Zwink bezahlt wurden, die Pfarrer Wiedenmann aber dem Bartholomäus zuweist. Für die Starnberger Pfarrkirche St. Joseph fertigte Bartholomäus um 1765 zwei Beicht-, 26 Kirchen- und zwei Chorstühle sowie die Schnitzarbeit an der Westempore. Er arbeitete dort mit so hervorragenden Künstlern wie »Ignaz Günther und »Christian Wink zusammen. 1770, am 15.11., heiratete er die um 20 Jahre ältere Kistlerswitwe Maria »Weingand in Murnau. Dadurch wurde er selbständiger Meister und Murnauer Bürger, und er erhält nun die bekannten Aufträge in der Murnauer Pfarrkirche. 1772 schnitzt er den Hochaltar für Weindorf. Für Schlehdorf fertigte er 1774 den Hochaltar nach Plänen von »Joh. Bapt. Straub, 1777 die beiden Nebenaltäre und 1780 die Beichtstühle; Kanzel, Chor- und Kirchenstühle stammen aus derselben Zeit, könnten also auch von ihm sein.” (Zieringer); “Mit Bartholomäus jedenfalls etablierte sich für die Dauer eines Jahrzehnts ein künstlerisch relevanter Ableger der seit der Mitte des 17. Jahrhunderts auch
für Murnau immer wieder tätig gewordenen, sehr produktiven Uffinger Schreinerwerkstatt am Markt.” (Hruschka3, G.R.Koschade, Dr.M.Hruschka); Schüler von J.B.Straub; Zusammenarbeit mit »F.X.Schmädl; Nachfolger in der Werkstatt war »Joseph Müller; Werke:
Ettaler Kirche, Innenausstattung nach fremdem Entwurf, Beichtstühle (Zuschreibung, »Zwink, Kistlerfamilie); 1770-75, Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Hochaltargestaltung, Rocaille; Beichtstühle, Chorgestühl,
Brüstungen der Chororatorien und die Kommunionbank (widerlegte Zuschreibung, »Hruschka3): “... zum Hochaltar! Welcher Murnauer schaut nicht auf den Hochaltar, dieses
Prachtstück unserer Kirche, mit Befriedigung und es darf gesagt werden, mit einem gewissen Stolze, denn er sucht seinesgleichen, ... Vor einer weiteren Beschreibung möge die Frage gestellt werden: wer hat den
Murnauer Hochaltar erbaut? Mit berechtigtem Selbstgefühl können wir sagen, daß es ein Werk eines Murnauer Bürgers ist, des Schreinermeisters Zwink, einst wohnhaft im Hause des jetzigen Waffenschmieds Niggl. Derselbe
war ohne Zweifel ein Mann von ganz hervorragender Begabung ... Leider ist über den Lebensweg dieses Mannes fast nichts bekannt ... Zum Abschluß der Beschreibung unserer Pfarrkirche möge noch der Kommunionbank, der
Chor-, Kirchen- und Beichtstühle Erwähnung geschehen. Diese sämtlichen Gegenstände stammen von der Meisterhand des Kunstschreiners Zwink ...” (Pfarrer J.Wiedenmann in Zieringer);
“Zu einem grandios ornamental durchmodellierten Rokoko-Schnitzwerk hat die Zwinksche Werkstatt den Altartisch gemacht, einen der reichsten und schönsten, die die Epoche hervorbrachte.” (Hruschka3, G.R.Koschade, Dr.M.Hruschka); “Er fertigte unter anderem 1771/72 den neuen Choraltar in St. Nikolaus, wofür er 1772 62 fl 24 kr erhielt.” (Hruschka3, B.Salmen);
1776, im Murnauer Rathaus, Zunftlade der Metzger (Werkstatt Z., Zuschreibung); 1772, Weindorf, Filialkirche St. Martin, “Schöner, in Rocaille-Formen aufgelöster Altar ...” (De); Schlehdorf siehe
oben; um 1774 Seehausen, Pfarrkirche, Hochaltar (Zuschreibung, mit F.X.Schmädl); Literatur: ThB, De, Gebhart1/2, Koch1/2/3, Bauer3 (Abbildung), Schedler-Simet1, Vignau, Wü2, Goldenes3, Zieringer, Hruschka3 (Abbildung);
Zwink, Dominikus (“Chrysanthes”, “Crysantes”);
Bildhauer, Herrgottschnitzer; *24.12.1891 – †16.7.1980 Oberammergau; ebenda, St.-Lukas-Straße 8 (St.-Gregor-Weg 27a), tätig; Werk:
1975 “Herrgott” (OHM); Literatur: Dr1930, Feldigl, Heimstätte, A1922-53;
Zwink, Franz Josef (“Bairla”);
Bildhauer; *20.8.1923 – †19.12.1991 Oberammergau, Daisenbergerstraße 10 (Ettaler Straße 24); 5.12.1949 Heirat mit Antonie Huber (*Kratz); 1960-84 Prolog bei den
Passionsspielen; Werke: 1991 “Christuskopf” (OHM); alter Friedhof “Kruzifix” auf seinem Grab; Literatur: Heimstätte, A1953, Schneiderhan (Porträt);
Zwink, Georg (“Bader”);
Holzschnitzer, Feinschnitzer, Krippen, Verleger; *1812 – †1883 Oberammergau; “einer der besten Oberammergauer Schnitzer um die Mitte des 19. Jahrhunderts” (Zull1);
“Ich fand das Haus meines unbekannten Gastfreundes seitab von der Dorfstraße, nahe der Ammer. Solch ein Ammergauer Künstler wohnt nicht übel! In einem Gärtchen voll Obstbäume und sorgsam gepflegter Blumen.
Wie sauber das Haus, Flur und Zimmer, wo ich eintrat! Wie ländlich und doch wie gemütlich und künstlerisch die Einrichtung! Vor und hinter dem weit vortretenden Kachelofen behagliche Winterplätze eingerichtet, die
Türen mit bunten Bildern bemalt, die Fenster mit Blumen verstellt. An dem einen der Werktisch, links und rechts die aufgerichteten Bretter mit den Messern, Meißeln und Sticheln. Dicht dabei in der halbdunklen Ecke,
unter einem kleinen Glasgehäuse, das Ettaler Muttergottesbild, in Wachs nachgebildet, in bunte Blumen und zierlichen Flitter eingebaut. Der Atem heiteren Friedens und sinniger Stille zog durch das Zimmer; wer wäre
hier nicht gern geblieben!” (1850, Eduard Devrient in Vignau); 1850, 1860 und 1870 Anordner der lebenden Bilder bei den Passionsspielen; Werke:
Ende 1830er Jahre, Szenen und Landschaften auf Pfeifenköpfen; 1842, Geschenk der Gemeinde Oberammergau zur Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Max mit Marie von Preußen “Schatulle mit Wappen der Königreiche Bayern und Preußen und Ansichten der Schlösser Hohenschwangau und Fischbach”; im OHM “Kästchen mit Ansicht von Fischbach” (Zuschreibung, Abbildung Zull1); Krippe des Mesners Lang; Literatur: Zull1/2, Vignau, Diemer, Feldigl, Gröber;
Zwink, Hans (“Malerhans”, Johann);
Faßmaler, Maler, Freskant; *16.5.1890 – †1.7.1975 Oberammergau, Haus Nr. 56; 1918 im Arbeiter- und Bauernrat; Werke, Fresken: In den 1950er Jahren, Oberammergau “Judashaus” und
“Kirchbauernhaus; Partenkirchen, St.Antonstraße 1 “St. Antonius”; Literatur: Dischinger1, Schedler-Simet2, Geschichte2, Buchwieser1, Rädlinger;
Zwink, Heini (“Rappla”, Heinrich);
Holzbildhauer, handgeschnitzte Krippenfiguren in den Größen 8/10/12/15/20 cm, Krippenställe und Zubehör; *1932 Oberammergau; ebenda Werkstatt, Schnitzlergasse 9 (früher Rottenbucherstraße 16); 1947-51 Lehre an der Schnitzschule Oberammergau; 1951-55 in der Werkstatt »Josef und »Arthur Haser; seit 1969 Mitglied im Verband der Bayerischen Krippenfreunde; “Seine besonders originellen und heimatbezogenen Figuren, vollgeschnitzt in der Größe zwischen acht und fünfzehn Zentimeter sind in ihrer Lebendigkeit kaum zu übertreffen.” (Rehm);
Ausstellung: 1982, WFM; Werk: 1991 “Krippe” (OHM); Literatur: Werdenfelser Krippenfreunde, Rehm, KHW, Buchwieser2, GPT
25.6.1985, DBK/238/267/283 (Abbildungen)/287/299 (Abbildung)/303 (Abbildung);
Zwink, Johann Jakob (“Bairla”);
Holzschnitzer, Kruzifixe und Kleinfiguren; *8.8.1793 – †5.7.1849 Oberammergau; 22.8.1814 Heirat mit »Anna Theresia (1788-1859); Eltern von »Anna Theresia (1817-1893), »Magdalena, »Maria Anna (1823-1840), »Benedikt, »Gregor und »Johann Nepomuk Z.; mit seiner Familie 1837-39 als Lieferanten für »Georg Lang sel. Erben verzeichnet; “Ölberg-, Geißelungs- oder Marienkrönungsszenen waren bei ihm keine Seltenheit genauso wenig wie Krippenfiguren und die gesamte Bandbreite der Spielzeugfiguren, letztere auch in beweglicher Form.” (Zull1);
Literatur: Zull1, Schneiderhan;
Zwink, Matthäus (“Lindmaler”);
Faßmaler, Hinterglasmaler?; *1808 – †8.5.1883 Oberammergau; “... Enkel des berühmten ›Lüftlmalers‹ »Franz Seraph Zwink, von dem das Dorf die schönsten Fresken besitzt, hat schon im Jahre 1810 bei der
Passion mitgetan, als Büblein bei Christi Einzug in Jerusalem, 1820 war er Grabengel und Engel am Ölberg, 1830 hatte er das Todesurteil des Pilatus über Christus zu verlesen, 1840 wurde der Johannes krank, und da
hat er ihn viermal gespielt. 1850 wurde er Petrus, 1860 Jakobus, und das blieb er auch 1870; jetzt [1880] ist er ein Pharisäer. ... Man könnte so eine Stammtafel für jede Oberammergauer Familie aufstellen.” (Mally); Literatur: Mally, Zull1, Deutinger;
Zwink, Oskar;
Bildhauer und Verleger; *1877 – †1965 Oberammergau, St.-Gregor-Weg 28a (»Faistenmantlgasse 3); 1922 Oberkontrolleur bei den Passionsspielen; Literatur: A1912, Feldigl, Heimstätte, Rädlinger;
Zwink, Paul (Zwinck, Paulus);
Kistlermeister, Bildschnitzer; *Uffing?; Vater von »Bartholomäus Z.; in Uffing tätig; Werke:
1769, Bernried, Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, Seitenaltäre; Eschenlohe, Pfarrkirche, Seitenaltäre (Zuschreibung);
“Murnau Pfarrkirche St. Nikolaus: 1770 ein neu verfertigter Choraltar [»Bartholomäus Zwink nach Hruschka3] – 1771, so hat man anheuer zwei eichene Chorstiel durch
Paulussen Zwinckh Kistler von Uffing auf accord a 100 fl verfertigen lassen. – Murnau (Kirche Mariahilf): 1727 Choraltar aus der Pfarrkirche. –” (W.Neu, Angelus Monachorum, Festschrift zum 65. Geburtstag von Willi Mauthe, o.O., o.J.); 1749/50, Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Orgel, Mitarbeit (»A.Jäger) und 1748, Kirchenstühle;
1756, Oberammergau, Pfarrkirche, bewegte Kanzel (Zuschreibung), Kirchentüren und im Langhaus Beichtstühle; 1756, Sankt Nikolaus/Huglfing, Filialkirche St. Nikolaus, Hochaltar; Schöffau/Uffing, Filialkirche St.
Anna, Altarausstattung (Zuschreibung); 1763, Uffing, Pfarrkirche St. Agatha: “Die Westempore in origineller Weise über einem als Opferstock gearbeiteten Rokokostützpfeiler ...” (De); 1770-87, Hochaltar,
Seitenaltäre, Vesperstuhl, Beichtstühle, Sakristeitüre, Kelchkasten im Pfarrhof; 1761, Unterammergau, St. Nikolaus, Kirchenstühle, Stuhlwangen; “Er schnitzte 1770/71 auch das qualitätvolle neue Chorgestühl in
St. Nikolaus und führte möglicherweise auch die Kommunionbank und die Brüstungen der Chororatorien aus.” (Hruschka3, B.Salmen); Literatur: ThB, De, Schedler-Simet1, Wü2, Dischinger1, Bauer3, Zieringer, St. Agatha (Abbildung), Hruschka3 (Abbildung);
Zwink, Rudolf (Zwinck, Rudolph); Kistler, Baumeister, Bildhauer; in
Uffing tätig; Vater von »Ambros und »Balthasar Z.; Werke:
Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Choraltar: “Der Kistler erhielt für seine Arbeit in den Jahren 1654 und 1655 insgesamt 133 fl ...” (Hruschka2); 1650, Uffing, Pfarrkirche St. Agatha: “Unter Leitung des einheimischen Baumeisters und Bildhauers Rudolph Zwink wird die Kirche vergrößert. Die Rückwand wird um 7 m nach Westen verschoben, die Decke bekommt ein Gewölbe, und die Sakristei wird neu erbaut.” (St. Agatha);
Literatur: Hruschka2/3, St. Agatha (Abbildung);
Zwink, Rudolph (Zwinck, Rudolf);
Kistler, Bildschnitzer; *Weilheim?; betrieb in Uffing eine Werkstatt mit seinen Söhnen; im 18. Jahrhundert erstmals in Weilheim erwähnt; Werk:
Murnau, Pfarrkirche St. Nikolaus, Michaelsaltar (22.10.1779, Zuschreibung); Literatur: ThB, Schedler-Simet1; Jahrbuch des Historischen Vereins Murnau, Murnau, 1989 (Rasso Ortlieb);
Zwink, Sebastian (“Chrysanthes”, “Crysantes”);
Holzschnitzer, Kruzifixe und größere Heiligenfiguren; *13.1.1816 – †29.4.1906 Oberammergau; 5.11.1838 Heirat; 1839 als Lieferant für »Georg Lang sel. Erben verzeichnet;
Werke: 2 “Herrgott” (OHM); Literatur: Zull1, Schneiderhan;
Zwink, Sebastian;
Bildhauer, Verleger; *1843 – †1930 Oberammergau, Othmar-Weis-Straße 5 (2c), “Villa nächst dem Passionstheater" (1902-75, Abriss); Werk:
1911 “Madonna” für die Villa ›Ethiko‹ von »Bührlen in Ettal; Literatur: A1912, Dr1930, Bögle (Szameitat), Zull2;
Zwink, Tobias (“Rappla”);
Holzschnitzer, Faßmaler, auch Heiligenfigürchen, Verleger; *15.2.1789 – †19.7.1870 Oberammergau; 5.10.1812 Heirat; ab 1825 als
Lieferant von Heiligenfiguren für »Georg Lang sel. Erben verzeichnet; Literatur: Zull1, Gröber, Schneiderhan;
Zwink, Tobias (“Chrysanthes”, “Crysantes”);
Bildschnitzer, Holzschnitzer; *15.11.1851 – †7.2.1947 Oberammergau, St.-Gregor-Weg 27a/b (Ettaler Straße 110a); Literatur: A1912-27, Feldigl, Dr1930, Buchwieser1;
Zwink, Wilhelm (“Bairla”);
Holzschnitzer, Kleinfiguren, auch Adam und Eva, die Dreifaltigkeit, Krönung Mariens; *1831 – †1885 Oberammergau; Ende der 1850er Jahre als Lieferant für den Veit-Verlag verzeichnet; Literatur: Zull1;
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